Griechenland bringt staatliche Immobilien unter den Hammer

17. Dezember 2012 / Aufrufe: 677

Griechenland schreitet zur Verwertung 28 staatlicher Immobilien im Inland sowie weiterer sechs Immobilien im Ausland, welche den Fiskus mit erheblichen Aufwendungen belasten.

Der griechische Privatisierungsfond (TAIPED) genehmigte den Beginn des Verfahrens der Ausschreibung für die Verwertung 28 staatlicher Immobilien mit der Methode des Verkaufs und der Rückmietung (sale & lease back). Darunter befinden sich die Gebäude des Kulturministeriums (an der Straße Bubulina, Gebäude aus dem Jahr 1931) und die Gebäude des Innenministeriums und der Ministerien für Justiz, Gesundheit und Bildung. Ausgenommen wurden schließlich die Gebäude des Außenministeriums gegenüber dem Parlament, obwohl auch diese in der anfänglichen Planung der TAIPED enthalten waren.

Laut dem TAIPED „wird die Verwertung (der Immobilien) abgesehen von dem wirtschaftlichen Nutzen eine signifikante Verbesserung bei ihrer Funktionalität herbeiführen, während die Verlegung öffentlicher Träger in die lange Zeit ungenutzten Gebäude an der Thivon-Straße und der Kifissias-Allee die Effizienz der staatlichen Behörden verbessern wird„.

Laut der Zeitung „To Vima“ sollen folgende Gebäude veräußert werden:

  • Kulturministerium (Bubulina-Straße)
  • Innenministerium, Zentralgebäude
  • Zentrale Polizeidirektion Athen
  • Justizministerium
  • Gesundheitsministerium
  • Bildungsministerium
  • Staatliches Zentrallaboratorium
  • Zentrale für Datenverarbeitungssysteme
  • EL.AS., Direktion für kriminalistische Untersuchungen
  • Nationales Statistikamt Griechenlands (ELSTAT)
  • Zentralamt für Informationsmedien
  • Polizeizentrale Thessaloniki
  • Ausländerabteilung Attika
  • Polizeidirektion Serres
  • DOY Xanthi (A & B)
  • Laboratorium Xanthi
  • A‘ DOY Athen
  • IZ‘ DOY Athen
  • B‘ DOY Korinth
  • B‘ DOY Chalkida
  • DOY Stavroupoli
  • DOY Alexandroupolis
  • DOY Agion Anargyron
  • DOY Pallini
  • ITH‘ DOY Athen
  • DOY Glyfada
  • DOY Cholargos
  • DOY Kifissia

Gebäude der ständigen Delegation in Brüssel steht zum Verkauf an

Der Vorstand des TAIPED beschloss ebenfalls den Beginn der internationalen Mehrbieter-Ausschreibung für den Verkauf sechs im Ausland befindlicher Immobilien des griechischen Staats. Konkret handelt es sich um vier Konsulate und Konsulatswohnungen in London, Belgrad, Taschkent und Ljubljana, das Gebäude der ständigen Delegation Griechenlands in Brüssel sowie auch ein Grundstück in Nikosia (Lefkosia) auf Zypern.

Die jeweiligen Immobilien standen über einen langen Zeitraum leer und belasten den griechischen Fiskus mit erheblichen Unterhaltskosten.

(Quelle: in.gr)

  1. Götterbote2012
    17. Dezember 2012, 16:49 | #1

    Mich würde interessieren, ob unter diesen Gebäuden auch historisch-kulturell wertvolle dabei sind, sprich aus den vorherigen Jahrhunderten oder handelt es sich nur um hässliche Betonklötze des letzten Jahrhunderts?!

  2. R.Zelenka
    17. Dezember 2012, 19:50 | #2

    Der griechische Staat verkauft zur Schuldendeckung seine Immobilien statt endlich von den sogenannten Reichen Steuern einzuheben. Die griechischen Nichtsteuerzahler kaufen Immobilien im Ausland, wie London oder Berlin.

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