USA sprechen Reisewarnung für Griechenland aus

17. November 2012 / Aktualisiert: 26. Juni 2019 / Aufrufe: 1.065

Die amerikanische Botschaft in Athen sprach am 16 November 2012 eine Reisewarnung für Griechenland aus.

Die Botschaft der USA in Athen publizierte eine Bekanntmachung, mit der sie die Amerikaner, welche Griechenland besuchen, davor warnt, rassistischen Angriffen zum Opfer fallen zu können.

In der Bekanntmachung wird angeführt, dass „ein Anstieg der nicht provozierten Belästigungen und gewaltsamen Angriffe gegen Personen verzeichnet wird, die aufgrund ihres Aussehens für ausländische Immigranten gehalten werden. Die am meisten gefährdeten US-Staatsbürger sind jene, die afrikanischer, asiatischer, spanischer oder mittelöstlicher Abstammung sind und Athen und andere große Städte besuchen.

Gleichzeitig ruft die Botschaft der USA in Athen die Bürger des Landes auf, alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und sich kontinuierlich zu informieren, um in Sicherheit zu bleiben.

Die Antwort des griechischen Außenministeriums

Die US-amerikanische Reisewarnung für Griechenland kommentierend, führte der Sprecher des Außenministeriums Grigoris Delavekouras Folgendes an:

Griechenland war und bleibt ein sicheres Land. Ein Rechtsstaat, in dem jeder Bürger oder Besucher den Schutz des Gesetzes genießt. Die wenigen verzeichneten Vorfälle rassistischer Gewalt sind den Griechen, unserer Kultur und der langen Tradition der griechischen Gastfreundschaft fremd.

Der Staat und konkret das Ministerium für Zivilschutz befolgt eine Politik der Null-Toleranz solcher Phänomene und ergreift alle notwendigen Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung solcher Verhaltensweisen, die wir unmissverständlich verurteilen.

(Quelle: in.gr, Security Message for U.S. Citizens: Safety and Security in Greece)

Relevante Beiträge:

  1. V99 %
    17. November 2012, 13:01 | #1

    Diesen Mittwoch wurde im Onassis Kultur Center in Athen die Frage diskutiert, ob Griechen Rassisten sind. 70 Prozent der Teilnehmer an einer Umfrage, die im Rahmen der Veranstaltung durchgefuehrt wurde, sagten, dass Griechenland ein rassistisches Land ist! 10% haben wiedersprochen und 20% haben sich nicht dazu aeussern wollen.
    Grigoris Vallianatos sagte dazu:
    „Der Staat hat noch keine funktionierende Einwanderungspolitik. Er sammelt die Menschen in „Migranten Zentren“, ohne zu wissen, was er mit ihnen danach tun soll. Ja, es gibt ein Problem mit der Einwanderung, aber es muss in Zusammenarbeit mit deren Kommunen und den Botschaften ihrer Laender geloest werden, durch Erteilung des Fluechtlingsstatus für diejenigen, die in diese Kategorie fallen und durch den Einsatz von Mitteln aus den Internationalen Organisationen für Migration.“
    Auch ging diese Woche durch die griechische Presse, dass ein Polizist einer Spezialeinheit, zusammen mit dem Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, mit vorgehaltener Waffe, 1200€ von einem Iraner geraubt haben sollen.
    Armes Griechenland! Irgendwann werden in auslaendischen Zeitungen auch Griechen in Naziuniformen dargestellt werden!

  2. GR-Block
    17. November 2012, 15:17 | #2

    @ V99 %
    Dann haben Sie endlich den langersehnten Beweis, dass der deutsche Rassismus nicht einzigartig sei, herbeigeführt. Natürlich sind wir Menschen alle u.a. Rassisten. Und in Krisenzeiten bricht der Rassismus hervor. Nun sind Menschen aber auch chaotisch oder individualistisch (je nach Blickwinkel). Ein effizient angewandter, betriebwirtschaftlich präzise organisierter Rassismus jedoch braucht einen relativ hohen Organisationsgrad.

    Zum Glück hat gerade hier der Grieche einen Wettbewerbsnachteil. Biogenetiker halten das für einen DNA-Defekt. Der Grieche wird folglich niemals in der Lage sein mit der notwendigen betriebswirtschaftlichen Systematik gegen seine inneren Feinde eine Endlösung herbeizuführen, wie andere. Stattdessen ist zu hoffen, dass er bei unkoordinierten und halbherzigen Aktionen wie, Prügeleien auf der Strasse, Gewalt durch Polizisten… bleiben wird.

    Allerdings verhandelt zurzeit in Sachen Hilfe zur Selbstorganisation die Chrysi Avgi mit der NSU, um eine mögliche Amtshilfe. Es wird in Erwägung gezogen, deutsche Rentner mit einschlägiger Erfahrung als Beraterstab nach Athen zu schicken. In einer gemeinsamen Pressemeldung teilten Vertreter der beiden Organisationen mit, in einem ersten, zunächst noch gemeinsamen Schritt, die ehemals griechischen Gyrosläden in den lukrativen Tourismusgebieten wieder in Volkseigentum zurückzuführen.

  3. Kostas
    17. November 2012, 20:36 | #3

    Ist wohl schon zur Tradition geworden, dass rechtzeitig zum Jahrestag 17. Novembers mit irgendwelchen Klöpsen aufgewartet wird.

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