Schulen in Griechenland schließen mangels Heizung

4. November 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 839

In Griechenland droht einer zunehmenden Anzahl von Schulen mangels Heizung die Schließung, da die zuständigen Kommunen außer Stande sind, Heizöl zu kaufen.

Im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung des Zentralverbands der Kommunen in Griechenland (KEDE) brachten die Bürgermeister die unangenehme Gewissheit zum Ausdruck, dass abgesehen von den Schulen in Florina damit zu rechnen ist, dass in den nächsten Tagen auch weitere öffentliche Schulen und Kindergärten in Nordgriechenland in Ermangelung von Heizöl schließen werden.

Besonders Kritisch ist derzeit die Lage in Kastoria, Grevena, Edessa und anderen Gebieten, wo die Temperaturen inzwischen deutlich unter 10° C gefallen sind. Wie die Bürgermeister äußerten, wäre die letzte ihnen verbleibende Lösung, Holzöfen aufzustellen.

Das seitens des KEDE – aber auch vieler einzelner Bürgermeister – an das Finanzministerium gerichtete Verlangen, für die Schulen und Kindergärten die Heizölsteuer zu erstatten, blieb unbeantwortet. Weiter ist anzumerken, dass außer der Angleichung der Preise für Heizöl und Diesel die Mittel für den Betrieb der Schulen und die Deckung ihrer Bedürfnisse im Vergleich zu 2010 um 50% gekürzt wurden.

(Quelle: in.gr)

  1. Catalina
    4. November 2012, 19:58 | #1

    Vielleicht bringt die Regierung am Dienstag noch ihr „Sparpaket“ durch’s Parlament, doch danach wird es zum Chaos kommen und ich bin voll davon überzeugt, dass die Regierung sogar das Militär einsetzen wird, um „Ruhe“ herzustellen. Es stehen uns in Griechenland sehr, sehr schwere Monate bevor und so langsam fangen bei mir die Alpträume an 🙁

  2. V99 %
    4. November 2012, 23:48 | #2

    Dafuer wird ja immer noch eifrig ueber den Kauf von 400 dringend benoetigten Panzern beraten 😀 Soldaten ohne Schulbildung sind halt leicher zu (ver)fuehren..

  3. Roditisa
    6. November 2012, 10:12 | #3

    Mein Gott, und in Deutschland gibt es immer noch Menschen, die denken, dass die Griechen auf hohem Niveau jammern.

    Das wird ein schlimer Winter, Catalina hat Recht, und die Rechtsradikalen werden weiter zulegen.

  4. GR-Block
    6. November 2012, 12:06 | #4

    @V99 %
    Ja, es ist eine Katastrophe für die Leute in Hellas, dass sie ihre Politiker nicht ausgetauscht haben im Juni. 38% sind nicht wählen gegangen. Sie haben sich von Sarkozy, Merkel, Hollande ins Bockshorn jagen lassen. Unsere 300 athener Wirtschaftslobbyisten mit Samaras an der Spitze haben im eigenen Interesse tüchtig mitgemacht, um ihr (politisches) Überleben zu sichern, anstatt gegen unsere Übermacht zu kämpfen.
    Die Griechen brauchen vielleicht 300 Spartaner und einen Leonidas. Die würden dann zwar sterben, aber Hellas wäre gerettet.

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