Troika erpresst Griechenland

18. Oktober 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 386

Die Troika in Griechenland scheint weiterhin die Verhandlungen über die Gestaltung des neuen drakonischen Sparpaketes absichtlich systematisch zu verzögern.

Die Regierungspartner Fotis Kouvelis (Parteivorsitzender der Demokratischen Linken / DIMAR) und Evangelos Venizelos (Vorsitzender der PASOK-Partei) monieren zwar indirekt, jedoch unmissverständlich eine rohe Erpressung Griechenlands von Seite der Troika mittels vorsätzlicher Verzögerungen und absurder Forderungen.

Nach ihrer drei Stunden dauernden Begegnung mit Premierminister Antonis Samaras im Parlament am 16 Oktober 2012 attackierten die beiden Politiker die Troika, wobei einerseits Evangelos Venizelos die Troika beschuldigte, bezüglich sowohl der Zukunft Griechenlands als auch der Eurozone mit dem Feuer zu spielen, und andererseits Fotis Kouvelis der Troika anlastete, die Einebnung der Beschäftigung in Griechenland zu verfolgen.

Fotis Kouvelis

Der Vorsitzende der DIMAR gab als erster Erklärungen ab und betonte, seine Partei weise auf jeden Fall die Forderungen der bezüglich der Arbeitsgesetzgebung zurück und werde diesen nicht zustimmen.

Offensichtlich verärgert unterstrich Herr Kouvelis, die Forderungen der Troika stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem, was das Land in Rahmen der 11,5 Mrd. Euro zu bewältigen hat, die zur Freigabe der nächsten Tranche der Hilfskredite eingespart werden müssen.

Weiter beschuldigte er die Troika, mit ihren Forderungen auf die Einebnung der Beschäftigung in Griechenland und die weitere Speisung der Rezession und der Arbeitslosigkeit abzuzielen, und erklärte charakteristisch: „Die Fledderung der Arbeitsrechte stellt keine strukturelle Änderung dar.

Evangelos Venizelos

Der PASOK-Vorsitzende äußerte von seiner Seite über die Troika, „sie spielen für Griechenland und die Eurozone mit dem Feuer„. Wie Herr Venizelos betonte, verlangte er von dem Premierminister, das nationale Thema Griechenland vor die Gipfelkonferenz zu bringen und die lauernden gefahren aufzuzeigen.

Die Verzögerungen der Gespräche nutzen weder Griechenland noch der Eurozone„, führte der PASOK-Vorsitzende an und vertrat, die Maßnahmen seien schwer, dürfen jedoch nicht horizontal sein. „Weitere Eingriffe in das Arbeitsrecht helfen nicht der Produktivität, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung„, äußerte er charakteristisch.

(Quelle: Imerisia)

Anmerkung: Laut aktuellen Pressemeldung soll inzwischen „eine Einigung in den Kernfragen“ erreicht worden sein, was jedoch praktisch nichts daran ändert, dass ein konkreter Beschluss über die Freigabe der anhängigen Tranche nach wie vor aussteht.

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