Renten in Griechenland bis Ende 2012 gesichert

20. Oktober 2012 / Aktualisiert: 27. September 2017 / Aufrufe: 368

Laut dem Arbeitsministerium in Griechenland ist die Zahlung der Renten aller Kassen bis Ende 2012 gewährleistet.

Der Staatssekretär im griechischen Arbeitsministerium, Nikos Panagiotopoulos, versicherte in Beantwortung einer aktuellen parlamentarischen Anfrage des Angeordneten der SYRIZA-Partei, Alexis Mitropoulos, dass für alle Kassen bis Ende des Jahres (2012) kein Thema der Einstellung der Rentenzahlungen bestehe.

Herr Mitropoulos führte vorher an, der Direktor der IKA, Rovertos Spyropoulos, habe erklärt, der Träger verfüge bis Oktober 2012 über Gelder zur Zahlung der Renten. „Vor dem PSI betrugen die Rücklagen der Kassen ungefähr 22 Mrd. Euro. Mit dem „Haircut“ verloren diese 85% ihres Gesamtwertes. Sorgen Sie dafür, die Versicherungsträger zu stärken, weil Sie im November und Dezember kein Geld haben werden, um die Rente zu zahlen„, vertrat Herr Mitropoulos.

Der Staatssekretär des Arbeitsministeriums wiederholte, derzeit bestehe keine Gefahr, die Renten nicht auszuzahlen, merkte an, der IKA stehen 714.127.176 Euro zur Verfügung, und ergänzte, dass bis Ende des Jahres die Finanzierung des EOPYY mit 250 Mio. Euro vorgesehen sei.

(Quelle: Imerisia)

  1. Heinz
    21. Oktober 2012, 15:36 | #1

    Was ist das für eine „Rentenkasse“, die 85% ihres Vermögens am Finanzmarkt verzockt. Da graust es einem.

  2. admin
    21. Oktober 2012, 16:56 | #2

    Wie wäre es, anstatt hier zu möglichst jedem Beitrag irgend welchen Humbug zu posten (der in der Regel eh unbesehen gelöscht wird), einfach mal zumindest die elementaren Hintergründe zu realisieren?

    Seit es gesetzliche Kassen gibt, werden diese – und zwar definitiv nicht nur in Griechenland – gezwungen, ihre Rücklagen den jeweiligen Regierungen auf die eine oder andere Weise zur systematischen staatlichen Veruntreuung zur Verfügung zu stellen.

    Eine Schlüsselrolle bekleidet dabei als Zwangstreuhänder die Griechische Bank, die jeweils auf politisches Geheiß mal die Gelder in Form zinsloser Kredite in die Taschen privilegierter Unternehmer pumpte, während parallel die Kassen bei ihren „Tagesfinanzierungen“ mit Zinssätzen in Größenordnungen von bis zu über 30% (!!) zusätzlich abgezockt wurden, mal die Börse „stützte“, damit die Insider-Zocker vor dem großen Knall noch ihre Schäfchen ins Trockene bringen konnten, und schließlich auch sogar noch dann jeden verbliebenen Cent in Staatsanleihen „investierte“, als die Papiere schon lange nur noch als Ramsch gehandelt wurden und bereits die Verhandlungen über die „Haircut 2“ im Gange waren, die wiederum solange hinausgezögert wurden, bis auch wirklich jede letzte Reserve unter Dach und Fach gebracht, sprich geplündert und verpulvert worden war.

    Obwohl damit natürlich nicht die ungeheure Misswirtschaft der Kassen schöngeredet werden kann und soll, erhielt das System den Gnadenschuss jedenfalls auf politischen Beschluss.

  3. Heinz
    22. Oktober 2012, 11:26 | #3

    Ach, wissen Sie Herr (oder Frau) Admin, mit dem Humbug ist das so eine Sache. Kommt immer auf den Blickwinkel und die eigene Nabelschau an. Da ließe sich manches mal trefflich drüber streiten, was ich jedoch überhaupt nicht beabsichtige.
    Wie Sie sicher selbst lesen können, sprach ich von der Rentenkasse ganz allgemein. Wer da wem irgendwelche Anweisungen gegeben hat, ist für die betroffenen griechischen Rentner doch völlig wurscht, oder? Natürlich vergreifen sich auch andere Regierungen ab und zu an „Rentengeldern“. Nur besteht dort der kleine Unterschied, dass das aus Steuergeldern wieder ausgeglichen werden „muss“. Diese Möglichkeit hat der griechische Staat im Moment nicht.
    Was Sie geschildert haben, ist doch genau das, was ich mit meiner Aussage darstellen wollte. Dass das Geld, wenn man die griechischen Strukturen, auch durch Ihren Blog, mittlerweile kennt, denen zugeschoben wurde, die sowieso schon genug haben. Das ist tatsächlich unerträglich. Ich glaube da mal einfach Ihren Worten.
    Ich dachte, ich hätte schon alle Schweinereien gesehen oder gehört. So kann man sich täuschen.
    Allerdings frage ich mich auch, wie das Alles so lange genau so laufen konnte. Vielleicht können wir ja mal darüber diskutieren. Wir Deutschen haben ja Erfahrung mit Verdrängung und Verleugnung in unserer Geschichte.
    So, und jetzt können Sie diesen Humbug der Regel unterwerfen und einfach löschen. Viel Spaß dabei.

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