Immobiliensteuer in Griechenland ab dem ersten Quadratmeter und Euro

25. Oktober 2012 / Aufrufe: 2.857

Griechenland will durch ein neues System der Immobilien-Besteuerung jährliche Steuereinnahmen in Höhe von wenigstens 3 Milliarden Euro sicherstellen.

Den bisherigen Informationen zufolge wird es in Griechenland eine neue einheitliche Immobiliensteuer ab dem ersten Euro des nach dem System der „sachwertorientierten Wertbestimmung“ oder gegebenefalls auch auf andere Weise veranschlagten Wertes des Immobilienvermögens und ab dem ersten Quadratmeter geben, bei paralleler Streichung der einschlägigen Steuerfreibeträge.

In der Bemühung, nach der anstehenden Abschaffung der über die Stromrechnungen eingezogenen „Einheitlichen Sonderabgabe auf elektrifizierte Flächen“ (ΕΕΤΗΔΕ) und der Immobilien-Vermögenssteuer ab 2013 Einnahmen in Höhe von 3 Mrd. Euro sicherzustellen, forciert das Ministerium einen neuen Plan für die Besteuerung der Immobilien. Wie die Veranlagung hinsichtlich der Immobilien erfolgen wird, die in Regionen liegen, in denen das System der „sachwertorientierten Wertbestimmung“ (noch) nicht zur Anwendung kommt, ist allerdings bisher unbekannt.

Die neue Steuer wird auf alle Immobilien, Wohnungen, Geschäftsräume, Büros, Grundstücke erhoben werden, wobei erstmalig auch alle Flurstücke wie beispielsweise außerhalb von Bebauungsplänen liegende Landstücke, landwirtschaftliche Nutzflächen, Brach-, Wiesen- und Waldflächen usw. sogar dann besteuert werden, wenn sie nachweislich keinerlei Einkommen oder Erträge abwerfen. Allein aus letzterer Maßnahme erwartet das Finanzministerium zusätzliche Einnahmen in Höhe von ungefähr 500 Mio. Euro.

Gemäß einem der kursierenden alternativen Basis-Szenarien könnte sich die Staffelung der neuen Immobiliensteuer analog zu dem Wert des gesamten Immobilienvermögen eines Steuerpflichtigen in etwa folgendermaßen gestalten:

  • 0 – 100.000 €: 0,15%
  • 100.001 – 300.000 €: 0,2%
  • 300.001 – 500.000 €: 0,3%
  • 500.001 – 700.000 €: 0,5%
  • 700.000 – 1.000.000 €: 0,8%
  • 1.000.001 – 1.600.000 €: 1%
  • 1.600.001 – 2.000.000 €: 1,3%
  • 2.000.001 – 2.500.000 €: 1,5%
  • 2.500.001 – 3.000.000 €: 2,0%
  • Über 3.000.000 €: 2,5%

Zu den großen „Verlierern“ des neuen Systems der Immobiliensteuer werden auf jeden Fall (wieder) all jene Eigentümer, die auf die eine oder andere Weise als Eigentümer von Immobilien erscheinen, die aus verschiedenen Gründen definitiv nicht wirtschaftlich nutzbar sind, sowie im übrigen global auch „Kleineigentümer“ zählen, die infolge der Streichung der bisherigen Freibeträge fortan ebenfalls mehr oder weniger kräftig zur Kasse gebeten werden.

(Quelle: Newsbeat.gr, diverse Medienberichte)

  1. beppe brezl
    28. Oktober 2012, 17:15 | #1

    Mei. bin ich froh, dass ich 2007 ein 1600 qm Grundstück ohne Wasser ohne Strom und total verwildert im Olivenhain mit Schwarzbaugelumpe zum Preis von 20.000.- Euro NICHT bekommen habe, weil die Besitzerin 65.000.- Euro wollte. Hihi!
    Die wird sich heut die Haare raufen!

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