Immobilienpreise in Griechenland fallen weiter

1. September 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 2.336

Bei Eigentumswohnungen in Griechenland wurde im zweiten Quartal 2012 ein weiterer Rückgang der Preise um durchschnittlich rund 10 Prozent verzeichnet.

Um durchschnittlich 10,1% niedriger lagen im Vergleich zum 2. Quartal 2011 die Preise der Eigentumswohnungen im 2. Quartal des laufenden Jahres. Außerdem sanken auf Basis der korrigierten Daten für das gesamte Jahr 2011 die Wohnungspreise mit einem durchschnittlichen Rhythmus von 5,4% (5,4% im 1. Quartal, 5,1% im 2. Quartal, 4,6% im 3. Quartal und 6,5% im vierten Quartal), gegenüber 4,7% im Jahr 2010.

Detaillierter lag laut den Daten, welche die Griechische Bank von den Kreditinstituten sammelte, der Rückgang der Preise im 2. Quartal 2012 im Verhältnis zum entsprechenden Quartal 2011 bei 10,8% für Neubauwohnungen (mit einem Alter von bis zu 5 Jahren) und 9,7% für die Altbauwohnungen (mit einem Alter von über 5 Jahren).

Preisverfall bei Altbauwohnungen höher als bei Neubauwohnungen

Es wird jedenfalls der verhältnismäßig höhere Rückgang der Preise für die alten Wohnungen gegenüber den neuen während der gesamten Periode der aktuellen Krise und bis Ende 2011 betont, welcher Umstand die relativ größere „Widerstandsfähigkeit“ der Preise der Neubauwohnungen reflektiert, die in der Regel von den Herstellern zum Kauf angeboten werden. Tatsächlich betrug auf Basis der korrigierten Daten für das Jahr 2011 als Gesamtes der durchschnittliche jährliche Rhythmus des Preisrückgangs 4,9% für die neuen und 5,7% für die alten Wohnungen, während eine entsprechende Analogie auch 2010 (Neubauten: – 4,2%, Altbauten: -5%) und 2009 (Neubauten: -2%, Altbauten: -4,8%) beobachtet wurde.

Aus der Analyse der Daten nach geographischem Gebiet geht hervor, dass die Wohnungspreise im 2. Quartal 2012 im Vergleich zu dem 2. Quartal 2011 in Athen um 10,8%, in Thessaloniki um 12,4%, in den anderen großen Städten um 9,9% und in den übrigen Gebieten des Landes um 8,0% niedriger lagen.

Für das Gesamtjahr 2011 betrug auf Basis der Daten der Preisrückgang für die selben Gebiete entsprechend 6,4%, 6,8%, 4,1% und 4,1%. Diese Angaben deuten an, dass der Rückgang der Wohnungspreise im Jahr 2011 sowie auch in den beiden ersten Quartalen 2012 in den beiden großen urbanen Zentren des Landes, Athen und Thessaloniki, gegenüber den anderen Gebieten größer war.

Indizes der Transaktionen – Schätzungen bei Wohnmobilien

Die aus welchem Grund auch immer (Kauffinanzierung, Eintragung von Sicherheiten für andere als Bau- / Wohnungskredite, Transfer von Kundenverbindlichkeiten von einer Bank zu einer anderen usw.) unter Mitwirkung des Banksystems realisierten Transaktionen – Schätzungen erreichten 5.800 im 2. Quartal 2012, gegenüber 6.000 im unmittelbar vorhergehenden Quartal. Im Vergleich zum 2. Quartal 2011 lagen die Transaktionen im 2. Quartal 2012 erheblich niedriger, nämlich um 51,4%. Im gesamten Jahr 2011 erreichte die Anzahl der Schätzungen 42.300 (korrigierte Daten) und zeigten einen signifikanten Rückgang um 43,2% gegenüber dem Vorjahr (2010: 74.500).

Das Volumen der Wohnimmobilien, auf welche sich die Transaktionen – Schätzungen bezogen (auf Basis der Summe der Quadratmeter), war im 2. Quartal 2012 um 50,8% niedriger als im 2. Quartal 2011, während für das gesamte Jahr 2011 das Volumen der Transaktionen auf Basis der korrigierten Daten mit einem Jahresrhythmus von 40,3% zurück ging.

Schließlich lag der Gesamtwert der Wohnimmobilien, auf die sich die unter Mitwirkung der Kreditinstitute realisierten Transaktionen – Schätzungen bezogen, im 2. Quartal 2012 gegenüber dem entsprechenden Quartal des Jahres 2011 um 56,4% niedriger. Der durchschnittliche Jahresrückgang betrug 40,1% (korrigierte Daten).

(Quelle: Imerisia)

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