8 von 10 Sparern in Griechenland sind „arm“

1. September 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 561

In Griechenland haben 8 von 10 Kontoinhabern Bankkonten mit einem durchschnittlichen Restguthaben von weniger als 2.000 Euro.

Dies zeigen die Daten des griechischen Bankenverbands (EET), die am 30 August 2012 veröffentlicht wurden und die wirtschaftliche Situation der überwältigenden Mehrheit wiedergeben. Charakteristisch ist, dass Ende Dezember 2009 die Guthaben der Bankkonten der Haushalte und Unternehmen 237,53 Mrd. Euro betrugen und Ende Juli 2012 auf 153,89 Mrd. Euro gesunken waren. Innerhalb der 31 Krisenmonate gingen also Guthaben in Höhe von 83,6 Mrd. Euro oder 35% „verloren“.

Konkret verfügten am 30 Juni 2012 laut den Daten des EET 93% der natürliche Personen darstellenden Inhaber von Konten bei den Banken über Guthaben in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, während gerade einmal 0,4% davon Guthaben von über 100.000 Euro hatten, welcher Betrag auch die Höchstgrenze der Entschädigung je Anleger durch den Einlagen- und Investitionssicherungsfond (TEKE) darstellt.

Konten mit Guthaben von 2.000 bis 10.000 Euro haben nur 11% der Griechen, und 6% verfügen über Guthabenbeträge von bis zu 50.000 Euro. Guthaben von bis zu 100.000 Euro weisen 0,9% der Konten und Beträge von über 100.000 Euro gerade einmal 0,4% auf.

(Quellen: Imerisia)

  1. Roditisa
    1. September 2012, 22:44 | #1

    Ist die Überschrift nicht etwas naiv? Es ist ja bekannt, dass viele Griechen ihr Geld ins Ausland geschafft haben. Nun ist das sicher nicht die Mehrheit (ich selbst habe wirklich mittlerweilen auch unter 1000 Euro auf dem Konto und keine Gelder im Ausland geparkt), aber es wäre schon interessant gewesen, wenn das noch irgendwo erwähnt wäre, denn es gibt doch durchaus Zahlen dazu.

  2. Jörg
    2. September 2012, 12:41 | #2

    Ich versteh nur nicht so ganz was das soll ! Ich geh auch nur ganz normal arbeiten und gehöre dem Kontostand nach zu den griechischen Armen na und ?

  3. Heinz
    2. September 2012, 22:55 | #3

    Wir durften hier in diesem Blogg schon lesen, dass die Menschen ihre Sparguthaben in Millardenhöhe abgehoben haben, weil sie den Banken nicht mehr vertrauen. Was ist denn nun? Sind die Menschen jetzt arm oder wird hier vom Bankenverband mal wieder einer auf Panik gemacht? Wer das Geld abgehoben hat, wird es ja wohl nicht den Schweinen verfüttert haben.

  4. Götterbote
    3. September 2012, 18:27 | #4

    @Jörg
    Sehe ich auch so. Viele aus meinem Bekanntenkreis in Deutschland gehen auch normal arbeiten, verdienen einigermaßen gut und haben auch selten mehr als 1.000,- Euro auf dem Konto, aus was für Gründen auch immer. Deswegen von „arm“ zu sprechen halte ich für falsch.

  5. Götterbote
    3. September 2012, 18:35 | #5

    @Roditsa
    Es ist auch bekannt, dass es sich bei den Geldverschiebern in erster Linie um Leute handelt, die viel bis sehr Geld besitzen und nicht nur „ein paar tausend“ Euro. Der normale Kleinsparer geht nicht zur Bank und verschiebt seine 4000,- Euro (als Beispiel) in die Schweiz. Wie auch? Erst einmal muss er dort ein Konto eröffnen und das ist nur persönlich möglich, sofern die entsprechende Bank nicht über eine Filiale in GR verfügt.

    @Heinz
    Vielleicht mussten einfach nur inzwischen viele an ihr Erspartes ran, um überhaupt Rechnungen und Lebensmittel – nicht für Schweine, sondern für sich selbst – bezahlen zu können?!

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