Griechen sind zweitfleißigstes Volk des OECD

30. August 2012 / Aufrufe: 1.066

Laut den Daten des OECD arbeitet in Griechenland der durchschnittliche Arbeitnehmer mehr als in jedem anderen Land der EU.

All jenen, welche die Griechen als Faulpelze charakterisieren, erteilt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine schallende Antwort, da laut den publizierten Daten die Griechen das zweitfleißigste Volk unter den Mitgliedstaaten des OECD sind und sogar 600 Stunden mehr im Jahr arbeiten als die Deutschen!

In Einzelheiten zeigen die offiziellen Daten des OECD für 2010, dass der durchschnittliche griechische Arbeitnehmer 2.017 Stunden jährlich arbeitet und damit den ersten Platz in Europa und den zweiten unter den 34 Mitgliedern des OECD belegt, während der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer nur 1.408 Stunden im Jahr arbeitet. Dies zeigt kurz und bündig, dass im Vergleich zu dem durchschnittlichen deutschen Arbeitnehmer der durchschnittliche griechische Arbeitnehmer 40% (oder, um genau zu sein, 600 Stunden) mehr im Jahr arbeitet.

Laut dem OECD ist der große Unterschied bei den Arbeitsstunden zwischen den Griechen und den übrigen Europäern in dem Umstand, dass der griechische Arbeitsmarkt aus einer großen Anzahl selbständig beschäftigter und viele Stunden arbeitender Menschen besteht, der großen Anzahl der Teilzeitbeschäftigten sowie auch den vergleichsweise längeren Urlaubszeiten in anderen Ländern begründet.

Erste und Beste sind weltweit die Südkoreaner, während die Holländer, die andauernd die Griechen abfällig charakterisieren und als Faulpelze bezeichnen, im Durchschnitt gerade einmal 1.377 Stunden im Jahr und damit in ganz Europa am wenigsten arbeiten. Auch die Deutschen schneiden jedoch nicht viel besser ab, da sie mit jährlich 1.480 Stunden den zweiten Platz unter den am wenigsten arbeitenden Beschäftigten belegen.

(Quelle: Pontiki)

  1. Xeins
    30. August 2012, 13:48 | #1

    Entscheidend ist die Produktivität und da hinkt Griechenland hinterher ohne Ende. Faul waren die Griechen nie. Ich frage mich allerdings, was die „Schwachmaten“ von der OECD mit solchen Vergleichen bezwecken wollen.

  2. Ariadne
    30. August 2012, 13:51 | #2

    Die Anzahl der abgesessenen Stunden sagt nicht das Geringste über die Produktivität aus. (Auch wenn ich im voraus weiss, dass dieser Kommentar mal wieder gelöscht werden wird, entspricht er dennoch den Tatsachen.)

  3. Götterbote
    30. August 2012, 17:28 | #3

    @Xeins
    Schwachsinn ist, die Produktivität zu vergleichen, bzw. jemanden der mehr arbeitet, vorzuwerfen, er wäre weniger produktiv. Wenn die Griechen trotz wesentlich mehr Arbeitsstunden weniger produktiv sind, dann liegen die Gründe wohl an anderer Stelle, wie z.B. veraltete Maschinen. Ein Umstand, den man wenn überhaupt, nur dem Unternehmer vorwerfen kann, wenn er seinen Gewinn (wenn genügend vorhanden) nicht dahingehend investiert, produktiver zu werden. Andererseits kann ich auch hier nur dazu sagen: jeder Unternehmer, egal ob in GR oder in Deutschland, arbeitet gewinnorientiert. Wenn er trotz geringerer Produktivität seinen Laden halten kann und seine Arbeiter und Rechnungen bezahlen kann, ist die Produktivität zweitrangig.

  4. Götterbote
    30. August 2012, 20:27 | #4

    @Ariadne
    Womit Sie mit der unterschwellingen Wortwahl also doch den Griechen Faulheit vorwerfen wollen. Oder „sitzen“ Sie einfach Ihre Arbeitszeit ab und warten dann am Ende des Monats nur noch auf den Gehaltsscheck?

  5. Ariadne
    31. August 2012, 17:58 | #5

    @Götterbote
    Meine Antwort an Sie, begleitet von einem selbst erlebten Beispiel, wurde leider nicht veröffentlicht. Hier werden nur Kommentare geduldet, die der selbstgefälligen Propaganda dienen. Alles andere wird kurzerhand gelöscht.

  6. admin
    31. August 2012, 18:48 | #6

    @Ariadne
    Wir verstehen unser Blog weder als REHA-Portal für pathologische Intelligenzallergiker noch als Selbstdarstellungsplattform neurotischer Vollpfosten: ΟΥΣΤ ΑΠΟ ‚ΔΩ … ΟΥΣΤ!

  7. tabascofan
    31. August 2012, 19:53 | #7

    @admin
    Ich kann Ihren gehässigen Kommentar nicht nachvollziehen. Meinen Sie nicht auch, dass Meinungsvielfalt zur Demokratie gehört? Und manchmal, auch wenn man es erstmal nicht glaubt, bringen andere Ansichten durchaus Erkenntnisgewinn. Niemand hat die Wahrheit gepachtet.
    Vermutlich wird das jetzt wieder gelöscht.

  8. Monalisa
    1. September 2012, 18:08 | #8

    Mit Statistiken ist das so eine Sache. Ging es um EU Geld, wurden Olivenbäume doppelt und dreifach gezählt, ganz zu schweigen von Griechenlands Zahlen beim Euro-Beitritt.
    Viele ältere Griechen sehe ich auf den Feldern rackern, ihr Leben im Geschäft verbringen und Monate ohne Pause im Tourismus arbeiten. Viele derer Kinder und Enkel halten sich jedoch lieber mit der linken Hand an einem Frappee fest, während in der Rechten das Kinito glüht, was wiederum Papa und Opa bezahlen.
    Das ist aber in Deutschland auch nicht viel anders. Dort haben die Polen die Feldarbeit fest im Griff. Wie gesagt, auch das ist nur mein subjektiver Eindruck.
    Was Statistiken wert sind, zeigt am besten die deutsche Arbeitslosenstatistik. Danach steht Deutschland im europäischen Vergleich dank Schönfärberei prima da.
    Also weg mit den Schubladen: feuriger Italiener, fleißiger Deutscher/Grieche, genussfreudiger Franzose. Es gibt ihn einfach nicht, den Griechen, den Deutschen etc. Diese Vorurteile bringen nur Unfrieden.

  9. Roditisa
    1. September 2012, 22:41 | #9

    @Ariadne
    Damit haben Sie definitiv Recht. Aber was sagt das über die Menschen aus, die in Griechenland arbeiten? Dass die alle zwar anwesend sind, aber nichts tun? Ich kann Ihnen nette Anektoten aus dem Muenchner KVR erzählen, in denen das Personal genau das tut. Ich nehme aber nicht an, dass man diese persönlichen Erlebnisse auf alle deutschen Berufstätigen übertragen kann.
    Die Welt wäre so schön, wenn wir fähig wären, zu differenzieren…

  10. V99
    2. September 2012, 20:57 | #10

    Meine Arbeitserlebnisse in GR sind von daher eindeutig, als ich von 6 Firmen nur einer eine gewisse Arbeitseffektivitaet und Organisation bestaetigen kann. Was Fachkenntnisse angeht, schaetze ich das Verhaeltnis durchaus noch viel schlechter ein. Von Faulheit würde ich nicht reden wollen, eher von Unfaehigkeit und Desorganisation. Dass mir das Erzaehlen von realen Erfahrungen verweigert wird, kann ich nicht verstehen.

  11. admin
    2. September 2012, 21:11 | #11

    V99 :

    … mir das Erzaehlen von realen Erfahrungen verweigert wird, kann ich nicht verstehen.

    … weil diese eben hier nicht das Thema sind.

  12. Götterbote
    3. September 2012, 18:24 | #12

    @V99
    Ich kann nicht einschätzen, was für Erfahrungen Sie gemacht haben, das ist aber auch tatsächlich uninteressant, denn es und bleibt dabei, was ich in meinem ersten Beitrag zum Thema geschrieben habe: jeder Unternehmer, egal ob in GR oder in Deutschland, arbeitet gewinnorientiert. Wenn er trotz geringerer Produktivität seinen Laden halten kann und seine Arbeiter und Rechnungen bezahlen kann, ist die Produktivität zweitrangig. Und gleiches gilt für organisieren oder schlechte Fachkenntnisse.

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