Interner Zahlungsstopp in Griechenland stranguliert Wirtschaft

7. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 434

Der interne Zahlungsstopp in Griechenland stranguliert zunehmend die reale Wirtschaft, da der Staat dem privaten Sektor inzwischen 6,8 Mrd. Euro schuldet.

Die fälligen Verbindlichkeiten des Fiskus an den privaten Sektor in Griechenland stiegen im Mai 2012 um mehr als 500 Mio. Euro weiter an – zu einem Zeitpunkt, wo nach einem Weg zur Begleichung der Schulden gesucht wird, damit der Markt Luft bekommt.

Die fälligen Gesamtverpflichtungen des Fiskus an den privaten Sektor gestalteten sich Ende Mai auf 6,8 Mrd. Euro, gegenüber 6,27 Mrd. Euro im vorherigen Monat. Größter Schuldner bleiben die Versicherungskassen deren Gesamtschulden sich auf 2,92 Mrd. Euro belaufen. Einen signifikanten Anstieg zeigten auch die Schulden der Krankenhäuser, die von 1,58 Mrd. Ende April 2012 auf auf 1,98 Mrd. Euro Ende Mai 2012 zunahmen. Die kommunalen Organismen (OTA) schulden 781 Mio. Euro und die Ministerien 837 Mio. Euro.

Laut den Angaben des Finanzministeriums bleibt und schwillt die erdrückende Situation auf dem Markt an, da die Liquiditätsschwierigkeiten des Staates die Tilgung seiner Verpflichtungen nicht gestattet. Parallel blieb in den fünf Monaten Januar – Mai 2012 die Kassenbilanz der zentralen Regierung um 555 Mio. Euro im Überschuss. Dieser Überschuss verringert sich jedoch kontinuierlich von Monat zu Monat. Wenn auch die Abzahlung der Zinsen einbezogen wird, präsentiert die zentrale Regierung in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Defizit in der Größenordnung von 8,1 Mrd. Euro.

(Quelle: Vradyni)

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