Die schmerzhafte Realität in Griechenland

9. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 6.923

Autor: „BtK“

Die andauernden Einbrüche bewaffneter Verbrecher in Häuser anständiger Menschen, welche sie terrorisieren, berauben und häufig misshandeln oder sogar auch ermorden, stellen ein ungekanntes Phänomen dar, extrem bedrohend nicht nur für die verblüffte Bevölkerung, aber auch die gesamte zivilisierte Welt. Das, was in letzter Zeit in Griechenland geschieht, von der Ermordung der beiden jungen Leute in Käsariani, die ausgelöscht wurden, nur weil ihnen jemand das Auto stehlen wollte, bis zur Ermordung des Greises in Pagkrati, dem sie die jämmerliche Rente raubten, oder der Ermordung des Apothekers in Renti wegen 300 Euro, ist alles andere als Zufall … . Es ist die Spitze einer Welle der Kriminalität, die – leider wahr – die Wirtschaftskrise in unserem von Tag zu Tag verarmenden Land mit der Anwesenheit einer sehr hohen Anzahl verelendeter illegaler Immigranten kombiniert. Vor allem ist es jedoch Zeichen einer schmerzhaften Realität, die im Namen der angeblichen Demokratie gewisser kleiner Minderheiten, die über eine Reihe von Jahren mit ihrer Dreistigkeit ihre Ansicht aufgezwungen haben, in einem hohen Maß zur vorherrschenden Strömung wurde. Diese schmerzhafte Realität ist die tiefe Verachtung eines großen Teils der Gesellschaft gegen die Gesetze und Institutionen, aber auch die Polizei.

» Die vorherrschende linke Wahrnehmung, die aus dem gerechtfertigten Misstrauen gegenüber der Polizei anderer unangenehmer Epochen entartete, als der Polizist ein Organ der Durchsetzung antidemokratischer Ansichten und Verhaltensweisen war, mutierte zur völligen Verachtung der ELAS als Korps, welches Ordnung und Gesetz durchsetzt, die wiederum eine Voraussetzung für das Funktionieren der Demokratie darstellen. Es gibt keine Demokratie und Freiheit ohne die Existenz einer Polizei, die für die Umsetzung der Gesetze Sorge trägt.

» Natürlich muss in Fällen polizeilicher Bestialität und Willkür die Gesellschaft reagieren, wie sie zu Recht im Fall der Ermordung des Alexis Grigoropoulos reagierte. Dies ist jedoch nicht das selbe mit der völligen Geringschätzung der Polizisten und ihrer Funktion. Wenn eine Gesellschaft erachtet, „die Bullen sind Schweine und Mörder“, und diese Ansicht keine Randerscheinung ist, sondern sogar auch einen großen Teil der gesellschaftlichen Gesamtheit auszudrücken scheint, existiert ein Problem der Legitimierung der Polizei und folglich ihrer Funktion. Wenn die Polizei verachtet wird, ist es für extreme kriminelle Elemente wie die Räuber, die eiskalt die beiden jungen Beamten der Sonderwache ermordeten, leicht, zu solchen abscheulichen Taten zu schreiten.

» Gleichzeitig wird offensichtlich, dass die Situation jeder Kontrolle entgleitet, wenn die Gesellschaft Muster der Missachtung der etablierten Ordnung und des Gesetzes zu zeigen beginnt. Wenn wir meinen, die Gesetze ignorieren zu können, keine Mautgebühren zu zahlen, keine gesetzlichen Beschlüsse zu akzeptieren, die U-Bahnfahrkarte nicht zu bezahlen, Steuern zu hinterziehen, öffentliche Gelder mit dem Argument „ist doch schnuppe, tun ja alle“ zu vergeuden, hat die Festigung der Logik „ich missachte das Gesetz und pfeife darauf“ als ihre extreme Form das Verbrechen, den Mord, die Gewalt. Wenn u. a. Ärzte, Apotheker und Ingenieure Ministerien stürmen und sich wie Hooligans benehmen, weil sie erachten, dass ihre Interessen beeinträchtigt werden, was müssen dann verelendete Immigranten tun, die nichts zu Essen haben? Sie werden töten. Und das haben sie getan. Nichts ist zufällig … . Wir sind eine Gesellschaft, die sich an die Gewalt gewöhnt hat. Wir selbst mit unseren Verhaltensweisen haben den Sack des Aiolos geöffnet, und jetzt laufen wir wie die Matrosen des Odysseus in Gefahr, in dem ungeheuren Sturm der Kriminalität zu ertrinken, der unser Land heimsucht. Und er wird weiterhin anschwellen, solange der Staat und die Gesellschaft nicht gemeinsam übernehmen, dem Problem mit mutigen Entscheidungen zu begegnen.

Quelle: Vradyni S. 2
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

  1. Adept
    9. Juli 2012, 23:15 | #1

    Es wäre interessant, etwas über die Täter zu erfahren..
    Ich vermute, es waren Jugendliche, vermutlich als Bande organisiert, Habenichtse.
    Die meisten Habenichtse sind bildungsfern und gesellschaftsfern, ergo mehrheitlich keine
    Griechen.
    Wie gesagt , eine Vermutung, aber in Deutschland werden schon seit längerer Zeit Täter aus der Migrantenschicht mit Deutschen (!) Pseudonymen bezeichnet, damit dieses Ungleichgewicht in der Verbrechensstatistik nicht auffällt. ( Muhammed wird da schnell zum Michael…)

  2. 9. Juli 2012, 23:24 | #2

    Jetzt muss isch die Gewalt nur noch gegen die Verursacher der Krise, gegen die Politdarsteller udn ihre Marionettenspieler (die globalen Banker), richten. Dann können wir eine gesunde, bessere Welt aufbauen.

  3. Jochen
    9. Juli 2012, 23:49 | #3

    Diese Krankheit reicht weit zurück und drückte sich in dem ernst gemeinten Statement eines millionenschweren griechischen Reeders aus, als er von dem Deutschen Fernsehen gefragt wurde, weshalb er keine Steuern zahle: „Ja, würden Sie denn Al Capone Ihr Geld geben?“ Er bemerkte dabei nicht, daß er selbst ein Al Capone war. Und wie immer zeigte sich hier, daß der Fisch vom Kopf her stinkt. Solche Leute hätte eine funktionierende Demokratie vor Jahrzehnten schon festsetzen und zum Zahlen zwingen müssen! Darum ist das, was der Artikel beschreibt, nur das letzte oder vorletzte Kapitel des Untergangs eines durch und durch korrupten, d.h. verdorbenen Gemeinwesens namens Griechenland, das eigentlich noch niemals funktioniert hat.

  4. exbrainwashed
    10. Juli 2012, 08:09 | #4

    Oh mann und das wird bald überall so sein.
    Ein Europa des letzten Jahrhunderts mit einem reichen Nordband und sonst fast nur noch 3. Welt Zuständen in den Südländern. Das haben wir jetzt schon !!
    Nur diesmal reißt es auch das Nordband mit und ab 2014 brennen in ganz Europa die Straßen.

    Schaut das Ihr Versorgungskommunen bildet und macht euch schlau über nicht tödlich Verteidigungsmöglichkeiten. EMP ….
    Autarkie auf Gemeinde oder Landkreis Level ist einzig haltbar.
    Organisiert eine eigne Währung ganz wichtig und gebt wie im WÖRGL Modell die „Noten“ in Umlauf. Nur so können wieder Strukturen gebildet werden wo man selbst und das Umfeld wieder teilhaben können und versorgt werden ohne das NATOFinanzaEntbeinungsSYSTEM.
    Erst Essen, Strom , Wasser dann ist alles paletti.

    Gruß
    exB.

  5. γιαούρτι γιαουρτάκι
    10. Juli 2012, 13:16 | #5

    @EuroTanic
    Dann mußt du Gewalt gegen richten?
    Es kann nie um Personen gehen, sondern um Strukturen, denn Personen werden ausgetauscht und zudem noch besser abgesichert. Ob es dann noch Gewalt ist, sei dahin gestellt, weil das erstens auch ohne Gewalt geht (z.b. direkte Aktionen) und zweitens diese Gewalt nicht mehr Gewalt heisst.

  6. RetterinderNot
    10. Juli 2012, 14:45 | #6

    Das solltet Ihr mal ganz genau überprüfen, wenn es stimmt was in dem Artikel steht könnt Ihr Euer land und Eure Freiheit noch retten:
    http://denkbonus.wordpress.com/2012/07/06/griechisches-gas-und-die-lizenz-zum-sterben/

  7. admin
    10. Juli 2012, 16:48 | #7

    @RetterinderNot
    Jawoll, das werden „wir“ (wer auch immer) dann mal tun, um „unser“ Land – welches auch immer das sein mag – zu retten.

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