Coca-Cola 3E setzt Investitionen in Griechenland fort

16. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 775

Die derzeit mit 250 Produkten rund 11 Millionen Konsumenten erreichende Coca-Cola Tria Epsilon will ihre Investitionen in Griechenland fortsetzen.

Neu Investitionen untersucht die Coca-Cola Tria Epsilon, die darin fortfährt, trotz der auf dem inländischen Markt verzeichneten Probleme die griechische Wirtschaft zu stützen und dazu in den beiden letzten Jahren mit Investitionen von insgesamt 160 Mio. Euro beigetragen hat.

Wir glauben an Griechenland und werden darin fortfahren, auf jede Weise in dem Land zu investieren„, führte bei der Präsentation der neuen Produktionslinien für Erfrischungsgetränke in der Fabrik in Schimatari der Direktor für Kommunikation und Public-Relations der Gesellschaft, Vasilis Lolas an und fuhr fort: „Wir entfernen uns nicht von der Vision des Wachstums und fahren darin fort, uns in den griechischen Markt und die griechische Wirtschaft einzubringen, da wir einen der wichtigsten steuerzahlenden Träger mit einem hohen Beitrag zu den staatlichen Einnahmen darstellen„.

Neue Produkte und Promotionsaktionen zur Stützung der Umsätze

Was die in Entwicklung befindliche Investition zum Betrieb einer Energie-Verbundproduktionsanlage in der Fabrik Schimatari betrifft, welche die Technologie zur Erzeugung von Wärme und Energie kombiniert und die Reduktion der bei dem Produktionsprozess emittierten Abgase um 40% zum Ergebnis haben wird, betonte Vasilis Lolas, dass wegen der Bürokratie für die Genehmigungserteilung fast drei Jahre nötig waren, welches Thema bei einer Hauptversammlung auch der Präsident der Coca-Cola 3E, Giorgos David, aufgezeigt hatte. Nun wird die endgültige Genehmigung seitens der Konzernleitung erwartet, damit sie in die Phase der Fertigstellung schreitet.

In Bezug auf die Umsätze, die wegen der Verschiebung der Erfrischungsgetränke unter den hohen Mehrwertsteuersatz (23%) in den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 auf dem gesamten Markt einen neuen Rückgang um 8% verzeichnen, legte die Coca-Cola 3E ihr Gewicht auf die Stärkung der Umsätze sowohl durch die Einführung neuer Produkte, wie neuer Säfte, als auch durch Promotionsaktionen.

98% der vertriebenen Produkte werden in Griechenland produziert

Was die Eventualität einer Reorganisation der Betriebsstruktur nach der Verlegung des Produktionsvolumens der Anlagen in Thessaloniki und Patras in die Produktionsstätten in Schimatari, Volos und Iraklio betrifft, stellte Herr Lolas klar, dass für dieses Jahr kein solcher Plan existiere, merkte jedoch an: „Wir schulden, uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Es ist anzumerken, dass die Coca-Cola 3E derzeit 11 Mio. Konsumenten 250 verschiedene Produkte anbietet, die zu 98% aus ihren Produktionsanlagen in Griechenland stammen, und sie den größten Teil ihrer Rohstoffe systematisch von griechischen Produzenten bezieht.

Die Firma beschäftigt ungefähr 2.000 Arbeitskräfte und stützt und finanziert durch ihren Betrieb rund 43.000 Arbeitsplätze. Eine der 5 Produktionsstätten ist die vollautomatisierte Anlage in Schimatari / Viotia, die eine der modernsten Anlagen zur Produktion von Erfrischungsgetränken und alkoholfreien Getränken in Europa darstellt.

(Quelle: Vradyni)

  1. Kris Wolf
    16. Juli 2012, 09:55 | #1

    „Coca – Cola glaubt an Griechenland“, „will auf jede erdenkliche Weise in Griechenland investieren“ „…in den griechischen Markt und die griechische Wirtschaft einzubringen, da wir einen der wichtigsten steuerzahlenden Träger mit einem hohen Beitrag zu den staatlichen Einnahmen darstellen“.

    Die Coca – Cola Company hat nichts anderes im Sinn, als die (meiner Meinung nach durch die internationale Finanzelite extra herbeigeführte Finanzkrise) Situation in Griechenland dahin gehend auszunutzen, um unter dem scheinheiligen Deckmäntelchen des investierenden Arbeitgebers, Wirtschaftsentwicklers, Steuerzahlers sich in der griechischen Wirtschaft breit zumachen und soviel wie möglich an sich zu reissen…um letztendlich Bürger/Kunden und Arbeitnehmer auszubeuten und das ganze Land mit ihren gesundheitsschädlichen Produkten vollzumüllen. Ausserdem darf davon ausgegangen werden, dass sie weit über den Getränkesektor hinaus Einfluss nehmen werden. Privatisierung von griechischem Eigentum ist hier das Stichwort. Es lebe der Imperialismus!

  2. Ottfried Storz
    16. Juli 2012, 12:17 | #2

    Der weite Transport von Erfrischungsgetränken ist teuer, daher ist es für die Firma einfach lohnender, die Getränke „vor Ort“ herzustellen. Mehr sollte man da nicht reininterpretieren, weder von einer „wir glauben an Griechenland-„-Seite, noch von einer „imperalistische Eroberung“-s Seite.

  3. tabascofan
    16. Juli 2012, 15:23 | #3

    In einem Land mit so desolater Wirtschaft und so hoher Arbeitslosigkeit sollte man doch meinen, dass eine Investition der Firma Coca Cola hochwillkommen ist und nicht als Gemeinheit, Ausbeuterei oder imperialistische Übernahme angesehen wird.
    Ich versteh die Griechen nicht.

  4. Heinz
    16. Juli 2012, 21:43 | #4

    Coca-Cola war noch nie selbstlos. Das ist Produktmarketing höchster Effizienz. Wir sollten es allerdings nicht verdammen, die wollen ja schließlich Geld verdienen, wie wir auch. Es ist ja niemand gezwungen, das Zeug zu trinken, oder?

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