Wahlergebnis der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

18. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.885

Trotz des Anstiegs der Linken gehen aus den Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland die Konservativen als stärkste, jedoch nicht allein regierungsfähige Partei hervor.

Wie die Ergebnisse der Parlamentswahlen am 07 Mai 2012 in Griechenland zeigen, geht trotz des weiteren Anstiegs der Allianz der Radikalen Linken (SYRIZA) letztendlich die konservative Nea Dimokratia (ND) als Stärkste Partei aus dem Wahlgang hervor, ohne jedoch die notwendige Mehrheit erreicht zu haben, um eigenständig eine Regierung bilden zu können.

Bezeichnenderweise erreicht die rechtsradikale Chrysi Avgi („Goldene Morgenröte“) erneut das bereits bei den Wahlen am 06 Mai 2012 erzielte Ergebnis und damit zum Schrecken nicht nur vieler Griechen auch in dem neuen griechischen Parlament eine starke Präsenz.

Das nachstehend abgebildete Wahlergebnis bezieht sich auf die offizielle Auszählung der gültigen Stimmen, die am 18 Juli abgeschlossen wurde. Die Differenz gegenüber den vorherigen Parlamentswahlen im Mai 2012 ist absolut (also nicht als relative Änderung) zu verstehen. Ergänzend sei angemerkt, dass eine Partei für den Einzug in das griechische Parlament wenigstens 3% aller abgegebenen gültigen Stimmen benötigt. Die Angabe “No Seats” bezieht sich auf die Summe der Stimmen der Parteien, welche an der 3%-Hürde scheitern.

Die Zusammensetzung des neuen Parlaments in Griechenland

Im neuen griechischen Parlament werden vertreten sein: Nea Dimokratia (ND), SYRIZA, PASOK, Unabhängige Griechen, Chrysi Avgi, Demokratische Linke (DIMAR), Kommunistische Partei Griechenlands (KKE). An der 3%-Hürde scheitern dagegen: Orthodoxer Volksalarm (LAOS), Wiedererschaffung! Aktion, Ökologen – Grüne.

Zur Anzeige der Parteinamen in der nachstehenden Graphik den Mauszeiger bitte auf das jeweilige Partei-Logo führen. Weitere Informationen zu den einzelnen Parteien bietet der Beitrag 22 Parteien kandidieren bei den zweiten Parlamentswahlen 2012 in Griechenland.

Wahlergebnis der Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 in Griechenland

ND - Nea Dimokratia SYRIZA - Bündnis der Radikalen Linken PASOK - Panhellenische Sozialistische Bewegung Unabhängige Griechen Chrysi Avgi - Goldene Morgenröte Demokratische Linke - DIMAR Kommunistische Partei Griechenlands - KKE Wiedererschaffung! Aktion Orthodoxer Volksalarm - LAOS Ökologen - Grüne

(Quelle: Dolnet.gr)

  1. Dimitris
    18. Juni 2012, 00:12 | #1

    Evangelos Venizelos, Vorsitzender der PASOK-Partei, hat bereits den ersten Purzelbaum geschlagen und besteht entgegen aller bisherigen Beteuerungen nun schließlich doch nicht auf einer Beteiligung der SYRIZA-Partei an der neuen Regierung, womit sich eine Koalition Nea Dimokratia – PASOK mit Antonis Samaras als Premierminister abzeichnet.

  2. Konstantin
    18. Juni 2012, 00:16 | #2

    @ Dimitris

    ja leider, das vermute ich auch. Schade das die Wähler die Chance nicht realisiert haben, endlich mal Veränderungen zum Positiven zu bewirken. Der korrupte Mist wird weiter so gehen und die Wähler haben mit ihren Stimmen entschieden den Sparkurs weiter zu fahren.
    Genau die beiden Parteien die Griechenland in den Ruin getrieben haben, werden nun wieder regieren, schätzungsweise mal wieder nicht zum Wohle des Volkes. Wirklich traurig.

    Unverständllich ist mir, warum die Griechen so an dem Euro festhalten möchten. Er verteuert alles Lebensnotwendige und bringt die Türkei in Sachen Tourismus soweit, das bald kaum noch einer in Griechenland Urlaub machen wird. Der Euro verteuert ja nicht nur alles in Griechenland, er macht ja in allen EU Ländern alles teuerer, so das jeder Normalverdiener und auch Rentner kaum noch Geld für Urlaube über haben.

  3. Moppel
    18. Juni 2012, 01:15 | #3

    Der wahre Wahlsieger ist zweifelsfrei die SYRIZA, die 2009 gerade einmal 4,6% und nun fast 27% erreichte, während die Nea Dimokratia trotz des ungeheuren Drucks und aller unverblümten Drohungen und Manipulationsversuche speziell auch aus dem Ausland rund 3,5% hinter dem Ergebnis von 2009 zurückblieb, von der um mehr als 30% abgestürzten PASOK-Partei ganz zu schweigen.

    Furchterregend ist dagegen, dass nach den „Wut-Wahlen“ im Mai 2012 unverändert sage und schreibe mehr als 400.000 griechische Wähler erneut die hinter der rechtsextremistischen Chrysi Avgi / Goldenen Morgenröte brodelnde neonazistische Fascho-Jauche in das griechische Parlament gewählt und damit das oberste Organ der Demokratie zu einer politischen Kloake degradiert haben.

  4. Stefan e
    18. Juni 2012, 01:15 | #4

    Somit haben die 2 Parteien gewonnen, die für das ganze Desaster verantwortlich waren.

    Herzlichen Glückwunsch GR; bedankt Euch bei den 30 % der Reichen, Superreichen, Politiker, Nicht-Steuerzahler und Reeder.

    Ach ja! Auf 30 % soll doch der Spitzensteuersatz gesenkt werden; für wie dumm hält Euch eigentlich Eure ND?! Wer bislang keine Steuern gezahlt hat, zahlt die auch nicht, wenn er „nur“ 30 % bezahlen müsste …tz tz tz

    Von den 50 % Jugendarbeitslosigkeit werdet Ihr die nächsten Jahre nicht mehr runterkommen, ausser die Banken würden 40 % von den Jugendlichen einstellen

    Nicht das Volk wird reicher, sondern immer ärmer, die Banken / Bankster und Politiker, die werden immer reicher.

  5. Roditisa
    18. Juni 2012, 07:56 | #5

    @Konstantin
    Ohne den Euro werden genau die, die jetzt schon arm sind nochmal ärmer. Das Land produziert fast nichts. Wir importieren so vieles, was im Alltag lebensnotwendig ist. Mit der Drachme könnten wir im Winter kein Heizöl zahlen. Wir haben so viele Inseln, die darauf angewiesen sind, dass alle Waren mit Flugzeug oder Schiffen transportiert werden. Einige brauchen Trinkwasserlieferungen. Die Treibstoffkosten würden die Preise für all diese Güter extrem hoch halten. Das Benzin würde unbezahlbar für alle einfachen Leute. Dazu wäre der Druck von Aussen weg, die Reformen wirklich durchzuführen.
    Ich kann nicht verstehen, warum außerhalb Griechenlands immer getönt wird, es ginge den Griechen ohne Euro besser. Auch Sarrazin behauptet das. Es ginge aber nur den reichen Griechen besser. Denen, die uns die letzten Jahre bestohlen haben und die sich mit ihren im Ausland gebunkerten Euros dann im großen Stil in Griechenland einkaufen. Alle, die rein von der Drachme leben müssten, würden extrem verarmen.

    Nicht der Euro ist das Problem, sondern die ungerechte Verteilung von Rechten und Pflichten und ein Mangel an Kontrolle der Einhaltung von Gesetzen.

  6. oram
    18. Juni 2012, 12:21 | #6

    ich kann nirgends die information finden, in keiner zeitung und nicht im internet :
    WIE HOCH WAR DIE STIMMBETEILIGUNG (election participation) BEI DIESEN WAHLEN ??
    hat jemand diese information ? bitte mitteilen, danke

  7. Blogleser
    18. Juni 2012, 13:11 | #7

    Na, da haben die Griechen ja nochmal Glück gehabt, dass nicht noch mehr auf Spinner Tsipras reingefallen sind.

  8. Heinz
    18. Juni 2012, 15:55 | #8

    Jetzt wird es sehr schwer, für alle Beteiligten. Denn nochmals wählen zu lassen wird doch hoffentlich im Ernst keiner, egal in welcher Partei, erwarten.
    Wird interessant sein, wer sich am Schluss und unter welchen Bedingungen zusammen findet. Es kommen harte Zeiten, egal wer regiert.

  9. admin
    18. Juni 2012, 16:05 | #9

    @oram
    Abstention: 37,53% – ist doch das selbe, nur anders herum, oder?

  10. Lucy Sky
    18. Juni 2012, 17:26 | #10

    @Roditisa
    Leider wird es mit Euro auch nicht viel anders aussehen. Die Gehaelter und Renten werden noch weiter gekuerzt werden. Was in Bulgarien geht, muss doch in GR auch moeglich sein. 150 Euro Monatslohn. Ich denke, das wird unsere Zukunft sein. Wenn es nicht ueber die Drachme geht, gibt es eben innere Abwertung des Euro. Kostas-Normalverbraucher wird das aehnlich schmerzen.

  11. Odysséas Oplítis
    18. Juni 2012, 17:46 | #11

    @Roditisa Liebe Roditsia, ich stimme Ihnen voll und ganz zu, möchte aber noch einige Punkte ergänzen: Wenn Griechenland eine nennenswerte Industrie oder aber auch Landwirtschaft hätte (beide zusammen machen etwa nur 30 % der Wirtschaftsleistung des Landes aus), dann würde die Wiedereinführung der Drachme durch die Abwertung der Währung um ca. 50 bis 80 % den Export dieser Waren dramatisch stärken. Ein Teil der Produktion wurde aber in den letzten Jahren bereits in benachbarte Länder, z.B. Bulgarien, ausgelagert. Da die Löhne dort noch wesentlich niedriger sind, als sie dann in GR wären, ist es unwahrscheinlich, dass die Produktion zurück verlagert würde.
    Dass der Tourismus so profitiert, wie oft unterstellt, setzt eine Struktur voraus, die mit der modernen touristischen Nachfrage mithalten kann. Die Leute wollen in der Mehrheit den All-inclusive-Tourismus. Den finden Sie derzeit besonders günstig in der Türkei. Damit Ähnliches in GR entstehen könnte, bräuchte man erhebliche Investitionen. Ob Investoren in ein derart unsicheres Land kommen würden, ist ungewiss und eher zweifelhaft.
    Nächster Punkt: Eigentlich müsste die neue Regierung auch bei Einführung der Drachme drastisch sparen, um Geld für Renten und die Bezüge der Staatsbediensteten zu haben. Da man das nicht vorhat und im Gegenteil alte Sparbeschlüsse wieder rückgängig machen möchte, bleibt nur noch der Weg über die Notenpresse. Eine Ausweitung der Geldmenge führt aber zwangsläufig zur geldmengeninduzierten Inflation, wenn sich nicht gleichzeitig das Warenangebot erhöht. Zuviel Geld steht also zu wenig Waren gegenüber. Also erhöhen sich die Preise drastisch. Manche Ökonomen sprechen von bis zu 17 Prozent. Eine Folge könnten sozialen Unruhen sein, da die Sozialschwachen sich trotz höheren Einkommens immer weniger leisten können. Ich persönlich glaube sogar – aber das ist reine Spekulation aufgrund meiner zahlreichen Gespräche mit Griechen in den letzten Wochen -, dass dabei dann alte Rechnungen beglichen werden. Es ist kaum vorstellbar, dass z.B. ein Jugendlicher, der den Mindestlohn von 485 Euro bekommen hat, aber von seinem Arbeitgeber gezwungen wurde am Ende des Monats 100 Euro zurückzubringen, dass dieser Jugendliche also nicht die erstbeste Gelegenheit nutzt, um es dem AUSBEUTER heimzuzahlen. Und das prognostiziere ich als jemand, der nicht in Verdacht steht, ein Kommunist zu sein. Da der Staat in GR zudem über mangelnde Fähigkeiten verfügt, Gesetze auch gegen massiven Widerstand durchzusetzen, müsste man die dann entstehende Situation als Bürgerkrieg bezeichnen. Viele derer, die ich gesprochen haben, sagen bereits jetzt: Wieso, den haben wir ja schon. Ich glaube zudem – wieder eine reine Spekulation, dass es zu massiven Übergriffen auf Ausländer, besonders die sogenannten Gastarbeiter, kommt, da man diese beschuldigt, Griechen Arbeitsplätze WEGGENOMMEN zu haben. Richtig ist m.E., dass die griechischen Arbeitgeber diese Arbeitsplätze nicht an Griechen GEGEBEN haben, um noch mehr Profit zu machen. Chrissi Avgi hat nicht umsonst ca. 7% der Stimmen bekommen. Die werden ihren Status im Parlament ganz sicher dazu nutzen, das Volk auch noch aufzuhetzen.
    Dann bleiben nur noch Gebete…

    Weitere Ausführungen dazu in meinem im Herbst erscheinenden Buch DER FREIE FALL DES IKAROS. Bei den Griechen im Kampf um Europa. Vgl.auch mein Interview für WDR5 im Morgenmagazin am 29.6.2012.

  12. Konstantin
    18. Juni 2012, 18:20 | #12

    @ Roditisa

    Eventuel haben Griechen die im Ausland leben eine andere Sicht- und Denkweise.
    Meiner Meinung nach bringt der Euro den Armen in Griechenland nichts, die haben eh kein Geld, da ist es egal ob nun Euro oder Drachme zur Zahlung dienen.

    Importieren wird teuer und fast unmöglich, dann würde Griechenland aber wieder anfangen viel selbst zu produzieren. Im Prinzip fallen durch Importe ja in Griechenland Arbeitsplätze weg.
    Ich denke da nur an Lebensmittel, müssen Tomaten und Käse aus den Niederlanden importiert werden? Hat Griechenland nicht genügend Möglichkeiten das selbst zu produzieren?

    Bei Heizöl und Benzin gebe ich dir Recht, das würde fast unbezahlbar werden, allerdings hat auch Griechenland die Möglichkeit Benzin und Heizöl selbst zu fördern und zu produzieren.

    Meiner Meinung nach werden die Reformen garnichts bringen, die Armen werden noch mehr zur Kasse gebeten, die Reichen gehen Steuerfrei aus und der Mittelstand erhält eine Steuerermässigung. Was dazu führt das ewig neue Schulden aufgenommen werden müssen, weil die Einnahmen die Kosten nicht decken. Am Ende bekommt jeder der Verschuldet ist alles gefpändet und der Staat wird nach und nach Staatseigentum als Sicherheiten für neue Kredite geben müssen. Danach werden wohl die ersten Inseln verkauf werden. Am Ende bringt der Euro nur das Griechenland stückweise verkauft wird und die Bevölkerung noch ämer werden wird.
    Die Haupteinnahmequelle ist ja schon durch den Euro den Bach runter, der Tourismus.
    Euch wird mit aller Macht eingeredet das ihr den Euro braucht, das ist aber nicht so. Vorher gings auch ohne Euro und Griechenland ging es halbwegs gut.
    Und die Parteien NK und Pasok, werden genau das machen was sie immer gemacht haben, das Volk weiter verarmen lassen und nur an sich denken.
    In Deutschland zum Beispielt geht auch durch die Medien das 50 % des Volkes den Euro möchten, aber ich habe noch nie einen mit dem ich Kontakt habe, sagen gehört das er den Euro möchte. Der Euro ist vorprogrammierte Armut und eine reine Volksverdummung.

  13. oram
    18. Juni 2012, 23:36 | #13

    @admin
    ja genau, habe es nicht gechecked, danke

  14. oram
    18. Juni 2012, 23:50 | #14

    @Blogleser
    haben sie bestimmt nicht, du wirst noch staunen was noch alles auf griechenland und europa zukommt :

    die wirtschaftskrise in ganz europa wird weitergehen und sich mit der tatkräftigen hilfe der welt finanz-eliten, dem iwf, uno, nato, goldmann sach und anderen bankstern vergrössern. den usa ist das nur recht, es stärkt ihre position und ihren dollar und sie können sich auf kosten europas von ihrer miserablen wirtschaftlichen lage erholen. schon der zweite weltkrieg wurde damals von den usa finanziert und mitiniziert. das gleiche wiederholt sich wieder in form eines wirtschaftskrieges. Und unsere regierungen in allen ländern europas sind entweder zu doof das zu durchschauen oder sie sind korrumpiert und zu machtbesoffen.die bilderberger standen am anfang des europaprojektes vor ca. 50 jahren und bei der gründung waren europäer, wie auch amerikaner beteiligt und die idee ist aus europa das gleiche wie die usa zu machen. Die geschichte hat aber immer wieder gezeigt, dass grosse reiche mit viel zentralismus nicht überleben werden. zentralismus und zentrale planung hemmen die eigeniniziative, fördern die bürokratie und den überwachungsstaat.nun man könnte noch vieles über diese entwicklung schreiben.

    und hier noch etwas :

    Folgendes soll der Griechenlandhasser einer Gruppe von Geschäftsleuten im September 1974 gesagt haben:

    „Das griechische Volk ist anarchistisch und schwer zu bändigen. Deshalb müssen wir tief in ihre kulturellen Wurzeln stossen. Vielleicht können wir sie dann zur Konformität zwingen. Ich meine natürlich in ihre Sprache, ihre Religion, ihrer Kultur und historischen Reserven stossen, damit wir ihre Fähigkeit sich zu entwickeln neutralisieren können, um sich zu unterscheiden, oder sich zu erhalten, um sie damit als Hindernis bei unseren strategisch wichtigen Plänen im Balkan, im Mittelmeer und im Nahen Osten zu entfernen.“

    aber um diese zusammenhänge zu verstehen muss mann sich intensiv mit der geschichte der usa, mit dem geldwesen, mit rothschild und rockefeller, mit der gründung der fed bank in usa, der gründung der französichen nationalbank, der englischen nationalbank, der familie anselm rothschild, etc., etc. beschäftigen. es darf auch nicht vergessen werden, dass das am meisten pro kopf verschuldete land der erde die USA ist und das seit jahrzehnten. und die wollen uns jetzt via merkel am G20 gipfel wiedereinmal erzählen, wie wir die wirtschaftprobleme in europa zu lösen haben, die sie mit ihrer welt-finanz-elite goldmann sachs, jp morgan bank, etc. mitverursachen. aber da griechenland selber keine eigene geldwährung mehr hat wird in zukunft immer von aussen bestimmt was dort läuft.

  15. oram
    18. Juni 2012, 23:55 | #15

    mit griechenlandhasser ist der ober-bilderberger Henry Kissinger gemeint (ging im obigen kommentar unter)

  16. oram
    19. Juni 2012, 00:00 | #16

    … und hier zu guter letzt der link zum henry kissinger kommentar: http://3000-jahre-makedonien.blogspot.ch/2010/01/henry-kissinger-bei-einer-rede-1974.html

  17. Heinz
    19. Juni 2012, 12:34 | #17

    @Roditisa

    Meine volle Zustimmung

  18. Heinz
    19. Juni 2012, 12:53 | #18

    @Konstantin

    Zitat: „Importieren wird teuer und fast unmöglich, dann würde Griechenland aber wieder anfangen viel selbst zu produzieren. Im Prinzip fallen durch Importe ja in Griechenland Arbeitsplätze weg.
    Ich denke da nur an Lebensmittel, müssen Tomaten und Käse aus den Niederlanden importiert werden? Hat Griechenland nicht genügend Möglichkeiten das selbst zu produzieren?“

    Sie sollten schon genau lesen, was Roditisa geschrieben hat, denn dort ist alles ehr gut erklärt.
    Ihre Theorie ist jedenfalls falsch. Denn: Wer importiert in einer Marktwirtschaft? Der Staat oder die Unternehmer? Wollen Sie denen vorschreiben, wo und wieviel sie vom Ausland beziehen wollen. Ganz abgesehen, dass das durch die Handelsabkommen weltweit nicht möglich ist.
    Haben griechische Unternehmer bisher zu wenig produziert, wenn Sie schreiben, dass nach Einführung der Drachme evtl. mehr produziert würde? Ich denke, die produzierenden Unternehmer haben da hin verkauft, wo sie selbst die größte Spanne hatten und nicht der griechische Zwischenhandel. Von Kreta z.B. fliegen täglich die sog. Tomatenbomber direkt in die europäischen Metropolen. Wieso wohl?

    Solange möglichst viele Leute mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld verdienen wollen, wird sich an diesen Zuständen – ob unter Euro oder Drachme – wenig ändern. Ich habe hier schon einmal geschrieben, dass es in Greichenland zu wenig Genossenschaften gibt, die ihre Dinge selbst in die Hand nehmen und sich nicht von Zwischenhändlern ausnehmen lassen. Wieso funktioniert das nicht? Weil keiner dem anderen etwas gönnt? Weil jeder nur seinen eigenen Vorteil sucht?

    Und nicht zuletzt: Preise im Import und Export, aber auch im Land sekbst, werden durch den Markt bestimmt. Glauben Sie tatsächlich, dass Sie das mit Einführung der Drachme außer Kraft setzen könnten? Roditisa hat völlig recht, wenn sie sagt, dass durch die Drachme die Armen noch ärmer würden und die Reichen, die Euros gebunkert haben, noch reicher würden. Denn mit diesen Euros könnten sie in Griechenland zu wahnsinnig günstigen Bedingungen investieren und damit wieder zu den Gewinnern gehören. Darüber schon mal nachgedacht?

  19. Roditisa
    19. Juni 2012, 14:07 | #19

    @Lucy Sky
    Ja natuerlich, aber es wird langsamer passieren und so hoffentlich nicht ganz so schockierend sein.

  20. Roditisa
    19. Juni 2012, 14:12 | #20

    @Odysséas Oplítis
    Sie haben absolut Recht. Aber das ist doch alles schon lange bekannt.

    Genau deshalb gibt es in der EU immer mehr Stimmen, die auf Konjunkturmaßnahmen für das Land drängen.

    Ich will die Rechtsradikalen in Griechenland nicht schönreden, ihr Einzug ins Parlament beunruhigt mich, aber wenn ich in andere Länder schaue, denen es wirtschaftlich weit besser geht und wie gut vertreten dort rechtsradikale Parteien sind, muss ich sagen, dass ich die griechische Zivilbevoelkerung fuer außerordentlich gemäßigt halte.

  21. Roditisa
    19. Juni 2012, 14:19 | #21

    @Konstantin
    Solange das Land im Euro ist, kann Druck von außen ausgeübt werden. Ist die Drachme einmal da, können die Eliten weitermachen wie früher. Wenn wir die alleine zähmen sollen, dann muss es praktisch zu einer gewaltsamen Revolution kommen. Ich hoffe, dass das durch die Einbindung in den Euro vermieden werden kann.

  22. Heinz
    19. Juni 2012, 17:27 | #22

    Soeben las ich, dass die Demokratische Linke sich an einer Regierung beteiligen würde, wenn die Vereinbarungen stimmen. Kouvelis sagte, dass es wohl Ende der Woche so weit sein werde. Samaras hatte gemeldet, dass bereits heute Abend Klarheit herrsche. Wie er das nach zwei Tagen erreicht haben soll, bei den Problemen, die zu lösen sind, ist mir ein Rätsel.

    Jedenfalls hört es sich für mich gut an, dass die DIMAR sich beteiligen will, sie hatte für mich das beste Wahlprogramm zur Lösung der Krise. ND und Pasok haben bewiesen, dass sie es allein nicht können und, dass die beiden sicher den Laden nicht auf Vordermann bringen w o l l e n. Dafür hat z.B. Samaras den Wählern schon wieder zuviel versprochen.

  23. Konstantin
    19. Juni 2012, 18:28 | #23

    @ Heinz

    Da sind zwei Sachen zu trennen. Einmal Euro und Drachme, einmal Import und Export.

    Logischerweise wird national mehr produziert und verkauft werden wenn die selben Artikel aus dem Ausland nicht mehr importiert werden.

    Euro und Drachme, dazu hat jeder seine eigene Meinung. Klar würde bei der Einführung der Drachme Griechenland ausverkauft werden können, aber ebenso wird das mit der Beibehaltung des Euros kommen.
    Von der EU angestrebt sind Bulgarische Arbeitsentgelte in Griechenland, damit es sich zu einem Billiproduktionsland entwickelt.

    Kurz zu Unternehmer und Staat. Der Staat hat in den vergangenen Jahren die Industrie mit Auflagen und Besteuerungen stark unter Druck gesetzt. Es war für diese nicht mehr lukrativ, bzw. möglich, gewinnorientiert zu agieren. Minus war schon vorprogrammiert.
    Da muss angesetzt werden. Die Landesinterne Produktion und der nationale Handel muss angekurbelt werden.
    In Griechenland habe ich zwei Meinungen zu Staat und Industrie gehört. Die eine ist das die Industrie mit System kaputt gemacht wurde. (Beispiel die damalige Autoproduktion in Griechenland)
    Die zweite Meinung war das der Staat sich entweder an einigen Industriezweigen beteiligt oder sie gar aufkauft und dort potentielle Wähler für mehr Gehalt beschäftigt.
    Und Sie haben Recht, das einige Unternehmer dort verkaufen wo es den dicksten Reibach gibt. Auch mit den Genossenschaften gebe ich ihnen Recht, wobei ich noch nicht mal weiss ob es in Griechenland welche gibt und wie die tätig werden.

  24. Genossin Ärschin
    20. Juni 2012, 10:25 | #24

    @Odysséas Oplítis
    Wie viele schwachsinnige Bücher über Griechenland wird’s dann wohl noch geben? Neben diversen scheinbar für teutonesisch brabbelnde Herrentouristen nur in Hellas heraus gebrachte Tourie-Rip-Off-Bücher, vorneweg der Volksverhetzer Hensel und jetzt noch so’n Klopper: „Bin kein Commie!“ Bla, bla.
    Wer ist denn Commie?
    SYRIZA?
    Das sind genauso von „Wachstum“ schwafelnde Kapitalistenknechte wie Gysi und wenn die kommunistisch oder „links“-radikal wären, wären die längst verboten worden. Wozu beschliessen denn sonst die 300 „Zuhälter“ in ihrem „Puff“ verschärfte Parteizulassungen in der Sommerpause und SYRIZA verliert im Wahlkampf kein Wort über das verschärfte Vermummungsverbot, daß Paps 2009 abschaffen wollte?
    Welche Bücher über Hellas verfasst, sollte mal zur Kenntnis nehmen, daß Commies dort nur in den Betrieben was zu kamellen haben, die Strasse der Zentren gehört den Anarchisten und den Nicht- und Ungültigwählern, wobei natürlich über letztere wieder keine Infos kommen, dabei dürfte sich das irgendwo zwischen 10 und 15% ein pendeln und das heisst nichts anderes als, daß die Mehrheit der Bevölkerungen Griechenlands auch weiterhin das perfekte Verbrechen Demokratie nicht mitspielt und ab Herbst dann endlich mal zu echten – nämlich UNBEFRISTETEN – Generalstreiks kommen wird.
    Na und dann kommt natürlich wieder dieser Import/Export-Schwachmatismus und wenn man dann mal zur „Recherche“ (Man spricht hoffentlich fliessend Griechisch und noch einige Dialekte, ansonsten kann man das ganze sowieso vergessen) vor Ort ist, hat man natürlich überhaupt kein Problem für eine Tüte O-Saft dann (nach Drachmaeinführung) umgerechnet 3-4 Ois zu drücken, gelle? Ein Kilo Apfelsinen kostet 30 Cent und warum dann Plörre aus Teutonia eingeführt wird, bleibt ein Rätsel oder doch nicht: TOURISM IS TERRORISM und damit dann auch der völlig verarmte Rentner für eine Flasche Wasser fett ablatzen muß, werden dann einfach die Quellen verseucht – soll er doch hoch in die Berge und uns hier nicht im Müll kramen! Unser Hellas wird glänzen und es gehört nur den Reichen und den reichen Touristen! Verreckt doch alle oder emigriert!
    Wahrscheinlich wachsen Orangen auf den Solardächern im kochend heissen Schwaben und wann gibt’s endlich wieder deutsche Bananen wie zu Tucholskys Zeiten?

    Da ja nun erst mal importiert werden muß, um überhaupt zu produzieren, werden einfach mal die Hälfte der Betriebe verrecken; hier dann die genauen Zahlen einer Studie der Nationalbank – 34% Arbeitslosigkeit: http://www.handelsblatt.com/politik/international/studie-griechische-bank-warnt-vor-drachmen-desaster/6694308.html

  25. 25. Juni 2012, 23:56 | #25

    hab ne große Bitte: Möchte ne webseite herausfinden, in der die absolut detailliertesten Wahlergebnisse mitgeteilt werden, möglichst jedes Kaff, möchte zumindest wissen, wieviel dort Tsipras gewählt haben, aber viel wichtiger, wann ich beginnen muss, mich als Deutscher, der ich hier seit über 20 Jahren wohne, mich vor den braunen, sprich hier schwarzen Schergen der Nazis zu fürchten. Wer kann mir da helfen?

  26. admin
    26. Juni 2012, 00:29 | #26

    @Hannes Matthiesen
    Einfach dem Quellverweis folgen …

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