Schwarzes Domino für Tourismus in Griechenland

15. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 5.566

Die Bilder von dem Syntagma-Platz

Die wie die Krähen am Syntagma-Platz aufgezogenen ausländischen Journalisten übertragen jeden Tag Bilder von Versammlungen und Zwischenfällen (die isoliert sein mögen, in den ausländischen Medien jedoch mythische Ausmaße erhalten), welche ein Bild wie das von Ägypten oder Libyen in der Periode des großen arabischen Aufruhrs gestalten. Die Griechen hörten jedoch auf, nach Ägypten zu reisen, und ebenso hörten auch die Europäer auf, Griechenland zu „buchen“.

Die „Botschaften“ begannen ab dem Frühling einzutreffen, in den letzten Wochen und Tagen sind die Meldungen jedoch inzwischen verzweifelt und kündigen eine unheilvolle Zukunft für den einzigen Sektor der Wirtschaft an, der noch Einnahmen bringt. Die Prognosen für die diesjährige touristische Saison schlugen von positiv auf negativ um, wobei die Buchungen bereits einen steilen Absturz präsentieren. In den auf die Wahlen im Mai folgenden Tagen wurde ein Rückgang von bis zu 50% im Eingangsrhythmus neuer Buchungen bei den Systemen der griechischen Hotels verzeichnet. Kurz gesagt werden von den 110.000 Buchungen, welche alltäglich für den Mai erfolgten, in diesem Jahr wegen der politischen Entwicklungen gerade einmal 50.000 getätigt.

Die Kammern prognostizieren, dass die „Kosten“ des „Verlusts“ auf Ebene der Buchungen nur für den Mai 1,7 Millionen Buchungen erreichen können. Und natürlich wird, falls sich die Lage fortsetzt, der Rückgang 2.000.000 Stornierungen übersteigen und der gesamte Jahresrückgang vielleicht 2.500.000 oder auch 3.000.000 Personen (weniger) erreichen. Man braucht kein Diplom in Volkswirtschaft um zu verstehen, was dies für ein Land bedeutet, für welches der Tourismus 17% des BIP produziert.

Die touristischen Funktionäre schlagen bereits die Alarmglocke und versuchen Lösungen zu finden, damit sich der Tourismus erholt. Vor einigen Tagen äußerte der Vorsitzende des Verbands Griechischer Touristikunternehmen, Andreas Andreadis, auch die Beunruhigung über die Tatsache, dass die Diskussionen der ausländischen Touristen über Euro oder Drachme im Land wieder aufgenommen wurden. Er selbst merkte an, dass vor den Wahlen der Rückgang der Buchungen bis zu 13% erreichte, jedoch mit der Tendenz, sich auf einen einstelligen Prozentsatz zu beschränken. Nach den Wahlen und mit der Regierungslosigkeit als starke Perspektive erscheinend hat sich die Tendenz jedoch umgekehrt und entwickelt sich gefährlich.

Einen dramatischen Rückgang präsentieren schließlich auch die Buchungen bei Segelschiffen und Reisebooten, obwohl ihre Preise gesenkt worden sind. Auf diesem Sektor hat der Rückgang der Charter-Orders und Buchungen 30% überstiegen.

Fluggesellschaften mit gestutzten … Flügeln

Die Krise wird auch bei an den Flughäfen verzeichnet. Die Fluggesellschaften fliegen in Griechenland mit „gestutzten“ Flügeln, da in den vier Monaten Januar – April 2012 das inländische und ausländische Passagieraufkommen einen landesweiten Rückgang von durchschnittlich 7% aufweist.

Die größten Verluste präsentiert der Flughafen von Athen, der in den vier Monaten bei dem gesamten Passagieraufkommen einen Rückgang von 10,3% und speziell bei den ausländischen Passagieren einen Rückgang von 12,7% zeigt. Hier ist anzumerken, dass der monatliche Rückgang des Passagieraufkommens auch nicht durch das Aufkommen der Oster-Ausflügler im April unterbrochen wurde. Bemerkenswert ist, dass sich in diesem Jahr die großen Verluste an Flügen und Passagieren im Auslandsnetz zeigen, während der Rückgang sich im vergangenen Jahr auf das Inlandsnetz bezog. Dies belegt, dass die Publikationen und Berichte über eine anstehende griechische Bankenpanik sehr gute Arbeit geleistet haben … .

Für die Gesamtheit der griechischen Flughäfen erreichte der Verlust (Rückgang) an Passagieren des Inlandsnetzes in den vier Monaten Januar – April 4,6% bei den Ankünften und 5,8% bei den Abreisen, mit der entsprechende Reduzierung der Flugzeuge bei 6,8% im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahreszeitraum 2011. Was das Auslandsnetz betrifft, waren die Ankünfte um 7,4%, die Abreisen um 5,7% und die Maschinen um 8,8% reduziert.

Der Verkehr wurde auch im Mai rückläufig verzeichnet (die statistischen Daten stehen noch aus), während die Marktfaktoren einschätzen, dass der kommende Winter für die Fluggesellschaften sehr schwer sein wird, wobei Griechenland bereits von den Rückzügen dreier Gesellschaften und hauptsächlich der seitens der Delta Airlines erfolgten Einstellung der Direktverbindung Athen – New York betroffen ist. Wie auch die Singapore Airlines (welche die direkte Anbindung zu Singapur einstellte) stellte die Gesellschaft einfach fest, dass die Linie wirtschaftlich unrentabel war … .

Wie im Fall der Hoteliers existieren jedoch auch die „Unbußfertigen“. Es ist kein Zufall, dass fast die Gesamtheit der Gesellschaften, welche Flüge von und zu dem Flughafen „Eleftherios Venizelos“ programmieren, Missfallen über die teuren Gebühren geäußert haben. Trotz der Appelle bleiben die Abgaben jedoch hoch und machen den internationalen Flughafen Athen zu einem der teuersten Flughäfen der Welt. Damit klar wird, was wir meinen: ein Inlandsticket nach Santorin wird mit fast 40 Euro Steuern belastet! Und die Fluggesellschaft muss natürlich mit den Zusatzkosten überleben und auf das Ticket anteilsmäßig die Tilgung für das Flugzeug, die Vergütung der Besatzung, den Treibstoff und den eventuellen … Gewinn aufschlagen.

Etwa so jedoch, mit einem der teuersten Flughäfen Europas (was zu der teuersten Landeshauptstadt hinzukommt) werden im Juni, in dem die Winterflugpläne der Gesellschaften aufgestellt werden, auch neue Rückzüge verzeichnet werden.

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  1. Konstantin
    15. Juni 2012, 01:24 | #1

    Meiner Meinung nach liegt es nicht nur an der Kommunikationsoffensive gegen Griechenland oder daran, dass Ausländer sich fürchten.

    Die meisten Europäer haben nicht mehr so viel Geld über wie vor dem Euro und suchen nach preisgünstigen Alternativen. Wie zum Beispiel Türkei oder Bulgarien. Dort bekommt man für wenig Geld viel Gegenwert.

    Griechenland ist in allem einfach zu teuer geworden, auch ist oft das Flair verschwunden, welches Griechenland wirklich schön gemacht hat. Anstelle von Pensionen oder kleinen Hotels und vielen kleinen Tavernen reihen sich oft nur noch wahre Bettenburgen aneinader.

    Die vielen Streiks in Griechenland haben auch Urlauber vergrault, Schiffe fuhren nicht, für Leihwagen gab es kein Benzin, die Urlauber sassen fest. Wer sich einmal in Griechenland einen Leihwagen gemietet hat und diesen nicht nutzen konnte, weil es kein Benzin gab, der fährt sicherlich nicht noch mal dorthin in Urlaub. Zumal selbst die Leihwagen absolut überteuert sind.
    Der nette Kellner ist oft ein Bulgare oder Russe und spricht kaum Griechisch.
    Es sind viele Dinge die, für den Rückgang des Tourismus in Griechenland verantwortlich sind.

  2. Christos
    15. Juni 2012, 03:44 | #2

    @Konstantin
    Hallo Konstantin, irgendwie hast Du ja Recht. Wenn Du natürlich zur Hauptferienzeit nach Rhodos etc fahren willst – das war schon vor mehr als 20 Jahren für GR-Kenner inakzeptabel. Und niemand muss nach Mykonos oder Paros fliegen, um sich volllaufen zu lassen. Das ist nicht Griechenland.
    Einen vernünftigen Mietwagen findest Du im Internet – z.B. auf griechenlandreise.de – und auch viel günstiger als in Deutschland. Dass es wegen der Streiks mal an einigen Tanken kein Benzin gab, erklärt auch das deutsche Verhalten in solchen Fällen: erstmal meckern, statt 730 m weiter ganz einfach zu tanken – da gab es Benzin in jeder Menge. Cherismata!

  3. guguk
    15. Juni 2012, 07:52 | #3

    Zu diesen Dingen gehört, dass mich, einen Transporteuer aus Deutschland, die Polizei in Athen-Folothei 6 Stunden lang wegen NICHTS schikaniert hat. Übelst schikaniert! Und dann noch 2 Stunden die Finanzbehörden!
    Nie wieder!

  4. Elgreco
    15. Juni 2012, 09:13 | #4

    @ Konstantin

    Ergänzend muß man leider auch die anhaltende absichtlichen negative, weniger Konstruktive Berichterstattung der Medien und Politiker im Aus- und Inland dazuzählen. Die Systematisch jegliche Sympathie zerstört, keile zwischen Völkern treibt und vor allem ein großes Maß an Verunsicherung schafft.
    Was für mich, neben vieler interner Probleme, auch eines der Hauptprobleme ist, weshalb die griechische Wirtschaft ins bodenlose fällt.

  5. alles Gute…
    15. Juni 2012, 09:35 | #5

    Ein wichtiger Punkt wegen des Tourismusrückgangs ist wohl eher, dass die Menschen im eigenen Land teures Geld für Übernachtungen bezahlen müssen und sie durch die Sparmaßnahmen gar nicht in der Lage sind, dies zu bezahlen (wie im Bericht zu lesen ist).
    Sicher spielen auch die Unruhen eine wichtige Rolle, die Berichte im In- und Ausland klingen für Ausländer nicht unbedingt beruhigend, was sich in Griechenland abspielt.
    Menschen sind lernfähig und haben ein Gespür wenn sie ausgespielt und veräppelt werden, das ist jedoch sicher nicht nur ein Thema in Griechenland – nur, wenn ein Land so sehr vom Tourismus abhängig ist, dann sollte man darauf schon etwas mehr achten.
    Und wieder meine ich dabei diejenigen, die den Hals nicht vollbekommen und die kleinen ehrlichen Pensionen, die mit jedem Euro rechnen müssen, denen wird am Ende die Lebensgrundlage genommen.

    Bulgarien – Türkei …, warum können sie so günstig anbieten?
    Sie haben nicht den Euro der sie an Spar- und Knebelverträge bindet, sie sind unabhängig und müssen nicht teure Exporte importieren, teure Zinsen bezahlen – wo reiche Länder vor kurzem Milliarden für 0,0 Prozent bekamen – wo Politiker zugeben mußten nachdem sie damit konfrontiert wurden, dass DE z.B. mit 11 Milliarden für Griechenland bezahlen muss, im Gegenzug jedoch an Zinsen und Spekulationen zwischen 45 – 55 Milliarden dabei verdient haben.

    Für mich: Ein Spiel der Großen wo der Kleine dafür bitter bezahlen muss. Mitgefühl? Hilfspakete? Ein ausfeiltes und menschenverachtendes Konzept was sich da die Länder auferlegen, die meinen, alles „käme ja so gut mit dem Euro“.
    Ich wünsche für die griechische Bevölkerung, dass sie eine Regierung wählen die dem ein Ende bereitet – ohne dass es in die rechtsradikale Schiene abrutscht, denn – was passiert dann mit dem Tourismus?

  6. Ottfried Storz
    15. Juni 2012, 09:36 | #6

    Eine „terroristische Kommunikationsoffensive gegen Griechenland“ ?!?
    Unter Terrorismus sind Gewaltaktionen wie z. B. Attentate, Sprengstoffanschläge etc. gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen.
    Das jedoch gibt es nicht.
    Wer sowas behauptet, sollte einmal die Angemessenheit seiner Feindbilder hinterfragen.

    Die internationale Presse macht einfach ihren Job.
    Und Griechenland verkauft sich kommunikativ und werblich miserabel, wie x-Studien belegen. Zudem ist ein Griechenlandurlaub immer noch teurer, als in Tunesien, Ägypten oder Türkei.
    Urlaub in der Schweiz ist x-fach teurer und boomt trotzdem, aber die Schweiz wirbt halt besser.

  7. yannis
    15. Juni 2012, 09:41 | #7

    Schließe mich der Meinung Konstantins an.
    Möchte aber doch hinzufügen, dass die Zahlen und Statistiken zum Teil nicht immer stimmen.
    Wir erleben, dass nun auf Grund höherer Steuern noch mehr hinterzogen und am Fiskus vorbeigeschleust wird.
    Keine Einnahmen = keine Buchungen!

  8. 15. Juni 2012, 10:01 | #8

    Für uns is´t es neben finanziellen Gründen vor allem die Ausländerfeindlichkeit die man letztes Jahr schon spüren konnte, die uns abhielt dieses Jahr wiederzukommen.

    Auch kann ich nicht verstehen, wie dieses Editorial immer wieder den Ausländern und der Berichterstattung die Schuld geben will. Diese Haltung die Symptome der Krankheit als Ursache für die Misere zu verkaufen ist genau das, was die restlichen Europäer gegen die offenbar völlig uneinsichtigen Griechen aufbringt.

    Solange das lamentieren und Gejammer nicht aufhört wird sich nichts ändern. Wir leben übrigends ebenfalls auf dem Balkan aber diese Art von Presse hier ist doch sehr einseitig und womöglich sogar an der Realität vorbei.

    Aber trotzdem möchten das eben lieber nicht persönlich auf unsere Kosten überprüfen und unseren wertvollen Jahresurlaub für ein Experiment in einem Land verbraten, wo wir möglicherweise nicht willkommen sind. Denn genau das ist es, was auch dieser Artikel hier verbreitet. Eine Anti-Ausländerstimmung.

    Wir warten ab bis aus Griechenland soetwas wie eine Aufbruchstimmung spürbar wird, was positives in die Zunkunft weisendes, anstatt lamentieren.

  9. HolgerG
    15. Juni 2012, 10:48 | #9

    Naja, wenn man als Tourist allein 460 pro Person und nur Flug zahlen soll, überlegt man sich, ob man für das Geld nicht einen kompletten Urlaub nimmt. Und wenn das Land dann noch politisch Rechts oder Ultra Links regiert wird, dann als Deutscher erst recht. Wenn sich sogar die Politiker im TV schlagen, was soll man als Touri davon halten ?

  10. Xeins
    15. Juni 2012, 11:29 | #10

    Der extreme Rückgang ist natürlich den Ereignissen der letzten Monaten geschuldet. Allerdings sind mir aus Deutschland keine Kommentare bekannt, die unsere Landsleute aufrufen nicht in Griechenland den Urlaub zu verbringen. Natürlich sind die Leute über die allgemeine Berichterstattung verunsichert und leider ist das Wort Griechenland inzwischen negativ besetzt.

    Grundsätzlich möchte ich aber folgendes Anmerken. Die aktuelle Krise (übrigens nach einem Rekordjahr in 2011, darüber spricht keiner…) in der griechischen Tourismusindustrie könnte auch eine große Chance sein, die strukturellen Probleme zu lösen.

    Schon seit geraumer Zeit ist Griechenland im Vergleich zu anderen Destinantionen „abgehängt“.

    Griechenland ist nicht einfach zu teuer, sondern das Verhältnis von Preis und Leistung stimmt seit geraumer Zeit nicht mehr. Es gibt einen enormen Investitionsstau im Hotelsektor und globale Trends wurden schlicht in vielen Regionen „verschlafen“. Die Infrastrukturen sind einfach nicht zeitgemäß, dies ist leider so. Gleichwohl sehe ich das riesige Potenzial dieses Landes, daher sehe ich mittelfristig eher positive Tendenzen. Allerdings gilt auch hier: Ohne spezifische Förderprogramme, zum Beispiel für Infrastrukturprojekte oder sanften Tourismus, wird Griechenland das nicht „wuppen“.

  11. Kel
    15. Juni 2012, 11:46 | #11

    Tja, ich wage es ja fast nicht zu sagen: Wäre es möglich, das ein erheblicher Teil der Touristen es nicht so gut finden, das die Griechen bei jeder Gelegenheit streiken? Könnte es sein, das die Deutschen als grosse Gruppe es etwas seltsam finden, wenn die Griechen behaupten Deutschland plündere ihr Land aus? So nebenbei, Griechenland erhielt aus EU-Fördertöpfen seit 1981 mehr als 130 Mrd. Euro.Ein Gutteil davon stammt aus deutschen Steuergeld.

  12. Andreas
    15. Juni 2012, 11:56 | #12

    Na da macht das Lesen doch mal richtig Spaß.
    Eine „nahezu terroristische Kommunikationsoffensive…“ das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es geht eben doch nicht ohne die mythische Beschwörung dunkler Kräfte, die „wie die Krähen am Syntagma“ aufziehen um den Untergang Griechenlands herauf zu beschwören, und natürlich darf das Angstwort „terroristisch“ nicht fehlen.
    Sonst ist der Artikel dennoch voller Einsichten, die sehr interessant und nur vielleicht um einiges zu ergänzen sind.
    Da ist als Erstes diese hiesige friss oder stirb Mentalität, die normalerweise mit einem kurzen Schulterzucken, eingesogenem Schmatzlaut und einem Augenaufschlag angezeigt wird. Also der besondere griechische Kundenservice!
    Beispiel; Habe auf Groupon den Service für unsere Klimaanlagen im Angebot gekauft. Termine gibt es aber erst für Ende Juli. Argumente wie Kundenzufriedenheit, nehmt mehr Leute, es gibt genug Arbeitslose und so weiter prallen einfach ab. >Wenn Sie es nicht wollen, nehmen Sie doch einfach Ihr Geld zurück<
    Da hat offensichtlich jemand mein Geld nicht nötig.
    Leider hat diese mich an die DDR erinnernde Büroangestellten Mentalität so ganz und gar nichts mit der Idee von Kundenservice gemein, aber ist hier nur all zu häufig.
    Dazu kommt dann noch dieses absolut unmarktwirtschaftliche Preissystem.
    Alles in Griechenland (außer Benzin, und in Supermärkten + ausländischen Ketten) kostet immer einen runden Preis. Es gibt nur 50 Cent, 1, 5 oder 10 Euro und von da an geht es schnell in großen graden Sprüngen aufwärts. Ich frage mich oft wer all diese Preise so genau kalkuliert, dass sie mit der Mehrwertsteuer all diese runden Summen erbringen.
    Bemerkenswerter jedoch ist die nicht mehr ganz so häufige Praxis, mangelnden Absatz durch eine Erhöhung der Preise wieder auszugleichen. Das man nicht durch höhere Preise, sondern niedrigere viel mehr Kunden anzieht, ist hier noch nicht überall angekommen.
    Beispiel; In Rafina bietet ein Restaurant jeden Freitagabend, eine tolle Kinderunterhaltung an, solange die Eltern nur im Restaurant nebenan konsumieren. Leider sind aber die Preise so gesalzen, das man es sich zweimal überlegt, ob man dieses Angebot als Pärchen und öfter wahrnimmt… Schade denn so eine prima Idee.
    Dann fehlt noch die Sache, mit der leidigen Transparenz.
    Das ausländische Anbieter sich nicht nur auf Webseiten anbieten, sondern auch ihre Buchungen und Preise nennen, ist den meisten Griechen völlig suspekt.
    Will man auf einer normalen Griechischen Webseite etwas Genaues über ein Produkt und dessen Preis erfahren, Fehlanzeige! Schicken Sie uns eine E-Mail, oder rufen Sie uns an. So sind auch alle Verkaufsanzeigen in der Regel ohne Preis, denn man könnte sich ja festlegen.
    Beispiel; Einem Grundstückspreis ändert sich mal eben 100,000 Euro, sobald der Verkäufer einen reichen Ausländer sieht.
    Über die Ausstellung der überall sonst so selbstverständlichen Quittungen, brauchen wir hier erst gar nicht mehr zu reden.
    Das sich jetzt eine ganze Industrie plötzlich umstallen muss, ist nur all zu überfällig und sicher nicht schlecht für dieses System.
    Früher war alles so super billig, aber dafür war der Rest auch angemessen. Schlechte Zimmer, schlechtes Essen, lausiger Service, dafür aber Traum-location.
    Die Frage ist jetzt wohin die Reise geht, zurück zur „No frills“ Rucksackunterkunft, oder zum angemessenem Standard, zu einem vernünftigen Preis?
    Das bisherige Preisleistungsverhältnis , jedenfalls war ein Witz, gepaart mit schlechten Service und extrem überzogenem Anspruchsdenken.

  13. Konstantin
    15. Juni 2012, 12:46 | #13

    @Christos

    danke dir habe mir die Seite mal angesehen. Normalerweise fliege ich einmal im Jahr nach Pelepones, dort sind die Leihwagenpreise wirklich überteuert. Im Schnitt 50 Euro und auwärts pro Tag für den kleinsten Wagen inklusive aller Versicherungen.
    Oft wird im Internet Vollkasko mit Selbstbeteiligung angeboten, liest man sich das genau durch und möchte alle Versicherungen haben, kann mal ein Aufpreis von täglich 16 Euro entstehen. Und das gerade in Pelepones wo die Menschen zu 100% auf ein Auto angewiesen sind.
    In Nordgriecheland sind die Leihgebüren preiswerter, dort muß man allerdings drauf achten ob die Zusatzversicherungen auch wirklich vertraglich festgehalten werden.

    Und das mit dem Tanken, kommt auch drauf an in welcher Region einer ist. Manchmal sind Tankstellen kilometerweit entfernt. Bekannt von mir haben es in Griechenland gesehen, wie Touristen ergebnislos versucht haben an Bezin zu kommen. Nun das ist aber nicht der Regelfall und trotzdem bleibt wohl auch die Angst ob sowas nicht noch mal passieren kann.

    Xeritismata kai kali mera.

  14. Heinz
    15. Juni 2012, 13:37 | #14

    @Konstantin

    Sie haben eines vergessen: Die Beschimpfung der potientellen Kunden in Resteuropa. Oder darf das nicht interessieren?
    Ausblenden von Fakten bringt nichts, auch wenn sie noch so peinlich sind. Im Geschäftsleben zählen in der Regel nur harte Fakten, sonst nichts.

  15. Heinz
    15. Juni 2012, 13:52 | #15

    „Und das Schlimmste, viele Gesellschaften werden nach einem Zugang zu den griechischen Inseln aus anderen Ländern und hauptsächlich von dem Flughafen Istanbul suchen, der die halben Steuern des Internationalen Flughafens Athen verlangt. Es sei angemerkt, dass die Belastung pro Passagier hinsichtlich der Flughafensteuern in Athen 43 Euro und auf den übrigen Flughäfen des Landes 15 Euro beträgt, während sie in Istanbul und Smyrna nicht höher als 21 Euro liegt.“

    Nun, da sollte man doch mal trennen zwischen Steuern (Staat, Land) und Gebühren. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass der Flughafen Athen mehr Steuern abführen muss, als andere Flughäfen.
    Es muss also am Management der Flughafengesellschaft liegen, wenn zuviel verlangt wird. Und es würde auch nicht schaden, würden Journalisten bessere Kenntnisse darüber haben, damit sie den Menschen nicht etwas mitteilt, was so nicht stimmt. Da ist es doch kein Wunder, wenn an allem, auch an Fehlleistungen irgendwelcher Manager und Unternehmer, der Staat schuld sei.

    Die Gesellschaft in Griechenland wird meines Erachtens bewusst desinformiert. Was hat das für Gründe?

  16. Konstantin
    15. Juni 2012, 16:29 | #16

    @ Heinz

    Werter Heinz, wenn ich etwas nicht im Text erwähnt habe was Ihnen am Herzen liegt, so handelt es sich nicht automatisch um eine Ausblendung von Fakten.
    Wobei ich hier im Deutschen Fernsehn, abgesehen von Merkelfeindlichkeiten, noch keine direkte Beschimpfung der Griechen in Griechenland gegenüber der Bevölkerungen anderer EU-Länder gesehen habe. Wenn Sie die handvoll Idioten meinen die sich wie Nazis benehmen, die habe ich auch gesehen, allerdings sind die nicht stellvertretend für die Griechen. Jedoch peinlich für die Bevölkerung, das stimmt.

    Eine Umleitung von türkischen Flughäfen um nach Griechenland zu gelangen halte ich für ein wenig utopisch. Für ca. 20 Euro Differenz oder von mir aus auch noch für einige Euros mehr, würde sich kein Mensch länger in den Flieger setzen und auch höhere Wartezeiten in Kauf nehmen.

    Bei Fehlleistungen von Mananger und ich füge noch die Politker hinzu, gebe ich Ihnen Recht.

  17. Michael
    15. Juni 2012, 20:25 | #17

    Das dürfte wenig mit Hetztiraden gegen Griechenland zu tun haben. Unsere Qualitätsmedien, die uns selbstverständlich jeden einzelnen Tag (nicht nur) die Mängel Griechenlands eintrichtern wollen, nehmen wir schon lange nicht mehr ernst. Als Systemlinge müßten wir ja den Krieg gegen Syrien fordern, machen wir nicht. (Bis auf den Bundespräsidenten, der schon innerhalb weniger Wochen jede Sympathie verspielt hat.) Genauso, wie uns der gegen Libyen und vorher Irak und Afghanistan nicht im geringsten den Glauben an unser „besseres“, „demokratischeres“ System gestärkt hat.

    Jetzt warten wir mal gespannt auf die Rückkehr unseres einzigen Griechenland – Urlaubers dieses Jahr, der wird uns seine Meinung über die reale Lage ungefiltert mitteilen.

    Auch die viel billigere Türkei zieht kaum jemanden an. Es liegt nicht an den relativen Preisen, wie manche neoliberale Einpeitscher meinen. Reisen nach China, Afrika, Australien, Seychellen, Kuba oder in die USA sind viel teurer, da reisen eine ganze Menge Leute hin. Es wird auch mit dem Tourismus in Spanien, Portugal oder Cypern nicht viel anders aussehen. Auch von da gab es in den vergangenen Jahren Bilder leerer Tavernen und menschenleerer Strände.

    Der gewöhnliche Massentourist wurde nach der Einführung der weit verbreiteten Tagelöhnerei in Deutschland ausgeknockt. Der Rentner dürfte auch nicht selten echte Probleme haben, nur seine laufenden Kosten zu begleichen. Die etwas besser Verdienenden haben kein Interesse an Bettenburgen und Animationsveranstaltungen mit Saufgelage.

    Der gesamte Mittelmeerraum muß sich eben nicht anpassen, sondern die Agenda2010 – Blödis müßten theoretisch ihre neoliberalen Fehler begradigen. Nämlich die gezielte Massenverarmung und das Auspressen durch die Steuern in Deutschland beenden. Das wird nicht geschehen. Weil dieses Geld ja „für €uropa“ sinnlos verballert wird, nämlich für tolle Exporterlöse. Freilich werden in der Endkonsequenz auch die Exporteure ihre durch Sklaverei erzielten Exporterlöse nicht genießen können, weil die Importeure nicht illiquide, sondern zahlungsunfähig sind. Diese Abwärtsspirale mit noch mehr Schulden auf breitere Schultern zu verteilen zu wollen die letzte Steigerungsform von Schwachsinn.

    Die richtigste Lösung bestünde in Deutschlands Austritt aus der €urozone. Nicht etwa „Rettung“ auf Kosten deutscher Steuerzahler. Die zahlen schon die mit Abstand höchsten Steuern und Abgaben in der gesamten €urozone. Die gehen auch nicht mit 60 oder früher in volle Rente, es sei denn, sie schaffen es sich invalidisieren zu lassen. Das funktioniert aber nur mit ausgefülltem Totenschein. Was für die Griechen immer noch heißen würde, dass sie sparen müßten, weil ihre Wirtschaftsleistung auch erheblich geringer ist, als die Italiens, Spaniens und Frankreichs. Was ginge wären Bildungsreisen mit Zertifikat, die ließen sich nämlich steuerlich absetzen. Und die viele Deutsche sind genauso dumm und gierig, wie es bei anderen Völkern auch der Fall ist. In dem Punkt kann man völlig unbesorgt sein. 🙂

  18. Roditisa
    15. Juni 2012, 20:34 | #18

    @HolgerG
    Sie haben völlig Recht. Ägypten, Tunesien, Thailand, Türkei, das alles sind Länder mit einer stabilen Demokratie, regiert von gemässigten Parteien, die alle für die Einhaltung der Menschenrechte einstehen. Deshlab fahren Deutsche da so gerne hin, weil sie so an der demokratie im Gastland hängen.

    Dass dazu noch die Preise günstiger sind, trifft sich natürlich gut, damit man nicht ganz so bluten muss, um diese Vorzeigeländer unterstützen zu können.

  19. Griechenfan
    15. Juni 2012, 23:24 | #19
  20. Griechenfan
    15. Juni 2012, 23:28 | #20

    @Ottfried Storz
    Da fahren eh Leute hin, die besser betucht sind. Ist doch bekannt. Hat nichts mit Werbung zu tun.

  21. V99 %
    16. Juni 2012, 00:02 | #21

    Ein toller und realterroristischer Artikel! Eine Tragoedie auf hoechstem Niveau!
    Sehr interessante Leserkommentare bei der Micky Maus Zeitung 😀

  22. Utz Weber
    16. Juni 2012, 01:14 | #22

    Letztes Jahr war ich mit Freunden auf Mykonos, Elia Beach.
    12, – Euro pro Tag für 2 Liegen und Schirm.
    Dieses Jahr waren wieder 12,- Euro angeschlagen, gefordert wurden jedoch 16,- Euro. Auf den Liegen in der ersten Reihe lagen Handtücher. Sie wurden als VIP-Liegen bezeichnet und es wurde ein Aufschlag von 10,- Euro gefordert.
    Also 26,- Euro pro Tag für 2 Liegen, zwei Handtücher und einen Schirm. Quittung ? Fehlanzeige.
    Ich bin Journalist und liebe Griechenland. Deshalb habe ich dieses und andere, ähnliche Erlebnisse nirgendwo veröffentlicht. Aber ich komme bestimmt nicht wieder zum Elia Beach.

  23. Dimitris
    16. Juni 2012, 03:19 | #23

    @Utz Weber
    Derartige „Erlebnisse“ sollten auf keinen Fall aus falsch verstandener Solidarität unter den Teppich gekehrt werden. Ohne die aktive Mithilfe der Öffentlichkeit kann und wird sich nichts ändern. Anstatt sich im Nachhinein den Frust von der Seele zu schreiben, einfach mal zeitnah ein kurzes Telefonat (11012) tätigen, im konkreten Fall hätten allein die Reizwörter „Mykonos, Beach, Quittung“ die SDOE auf den Plan gerufen.

  24. Urlauberin
    16. Juni 2012, 11:08 | #24

    Hier ist dieses Wochenende Saisonstart und gestern war hier ueberall Remmidemmi. Leute, die seit Jahrzehnten hier Urlaub machen, zu einem grossem Teil sogar fliessend Griechisch koennen, glauben den Medien nicht, aber solange der halbe Peloponnes mit Naziparolen zugeschmiert ist, werden sie nicht mehr kommen. Ich kann nicht meinen Gaesten ein ueppiges Mahl kredenzen, 25% Rabat geben und dann 10 Minuten gegen Pakistanis und Albaner hetzen und dann sauer sein, dass sie nicht wieder kommen.

  25. I vote with bullet
    16. Juni 2012, 11:22 | #25

    @Konstantin
    Genau, und Tomaten kommen dank europaeischer Strukturhilfe jetzt aus Albanien. Warum bekomme ich keine leckeren echten griechischen Kartoffeln, Tomaten und Paprika in der BRD? Jeder Tuerkenmarkt wuerde sich darum reissen., ganz zu schweigen vom Kalamatagrass…

  26. kalinichta
    16. Juni 2012, 12:06 | #26

    Ich bin z.z. hier und ich kann seit 14 Tagen nichts von irgendwelcher Deutschenfeindlichkeit spueren. Ich bin die ganze Zeit unterwegs und treffe viele Leute. Alle koennen sehr wohl zwischen Politikern und Schmierfinken der Presse unterscheiden: Mensch ist Mensch! Und wer Sprueche gegen Merkel nicht ab kann, der sollte das nicht ueberbewerten und stattdessen locker gegen griechische Politiker laestern und bekommt dann mit Sicherheit einen ausgegeben; alles wie immer.
    Alle sind nett wie immer, egal ob sie im Tourismus arbeiten oder nicht. Wenn mein Kauderwelsch nicht reicht, dann ist selbst sonntags mittags ruckzuck jemand gefunden, der Englisch oder Deutsch kann.
    Teuer ist es auch nicht, wenn man sich vom Disneyland fernhaelt, denn der normale Grieche stellt sich seinen Sonnenschirm dort hin wo es ihm gefaellt und er verabscheut mit Sonnenschirmen und Liegen zerstoerte Straende genauso wie „Tavernen“, die draussen und drinnen unterschiedliche Preise haben und ihm gefaellt auch nicht die Art von Tourismus, die den Einheimischen mit Horrorpreisen das Leben schwer macht.
    Viel problematischer ist, dass die Fischer ihren Fang nicht mehr los bekommen, weil niemand mehr Geld hat. Stattdessen bestellen Touristen aufgetaute Barbounia fuer 40 Euro das Kilo, anstatt frische fuer 18 bis 25, weil sie zu doof zum suchen sind und sich wie Herrentourist auffuehren wollen. Falls hier ein Importeur liest: Zeit, sich Gedanken zu machen ueber Direktimporte fuer Edelrestaurants oder tuerkische Maerkte! Overnight Kurier oder Cargo…
    Die Vergleiche mit Tuerkei und Nordafrika sind Schwachsinn. Dort bekomme ich weder echte griechische Cusine, bezahle fuer Kopien – die Tuerkei ist noch nicht mal in der Lage ihren Kuesten eigene Namen zu verpassen – und unterstuetze Regimes, die in Menschenrechtsfragen wesentlich uebler als manchmal Griechenland sind; nicht ohne Grund gibt es fuer die Tuerkei einen Tourismusboykott seit 1980 und wer sich daran nicht haelt, sollte sich nicht einmischen.

    Andererseits ist es wichtig im Tourismus progressiv zu arbeiten. Wenn Gemeinden mit ueber 1000 Einwohnern, 100 touristischen Betrieben und Kapazitaeten fuer mind. 4000 Gaeste noch nicht mal eine eigene Webpraesenz haben, geschweige denn einen Fahrradshop oder -verleih, glaube ich ich spinne. Ausserdem ist es wichtig, dass die Leute aufhoeren gegeneinander zu arbeiten – das gilt auch in der Landwirtschaft – und sich stattdessen wie in anderen Laendern zu Kooperativen zusammen schliessen, kommunale und betriebliche Selbstverwaltung muss ermoeglicht und ausgebaut werden. Leute, die Lust haben in Griechenland zu leben, sollten ihr Sprachkenntnisse verschaerfen und hier her kommen und dabei helfen EU-Gelder abzugreifen. Das gilt auch in anderen Sektoren, z.b. steht die ELITE Schuhfabrik immer noch leer. 1000 Arbeitsplaetze. Die Produktion sollte einfach um Fahrradschuhe erweitert werden; Fahrradrahmenbauer werden hier genauso gerne gesehen, wie Fahrradtaxen…

  27. Goebbels
    16. Juni 2012, 12:24 | #27

    @Ottfried Storz
    Ich bedanke mich bei der lernfaehigen Journalie. Frueher musste ich mich oft in meinem Grab umdrehen, weil ich in der journalistischen Ausbildung als abschreckendes Beispiel missbraucht wurde. Heute habe ich verstanden: Meine Methoden sind nicht mehr abschreckend, sondern ansteckend und die Journalie macht endlich ihren Job: Hetze!
    Hr. Markwart bezeichnet Griechen als Virus, NTV macht aus Schuelerdemos Neonaziaufmaersche und genauso wie Krmiautor Hensel bekommen sie demnaechst eine Anzeige wegen Volksverhetzung und zwar in Hellas. Eins ist sicher: Deutschland wird nicht ausliefern, aber diese geistigen Brandstifter werden nie mehr nach Griechenland koennen ohne sich vor einem oeffentlichem Tribunal zu endschuldigen.
    Bleibt zu hoffen, dass der Mob endlich verstanden hat und sich nicht mehr – wie bei der „Das Boot ist voll“ Kampagne mit den Pogromen und Brandstiftungen mit der Absicht das Auslaenderrecht zu verschaerfen – missbrauchen laesst?
    Nein, deutsche Nazi fakeln keine Griechen ab, weil sie ihren griechischen Kameraden den Ruecken freihalten wollen.
    Meine einzige Sorge gilt der deutschen Antifa. Denn eins ist sicher: Ein 2. 33 wird es durrch die Erfahrung der Stadtguerilla nicht geben!

  28. Strandpenner
    20. Juni 2012, 11:34 | #28

    @Utz Weber
    Das ist doch eh widerlich und außerdem ungriechisch. man nimmt sich ein Tuch und einen Umbrella und setzt sich irgendwo an den Strand und nicht nebeneinander aufgereiht.
    Das ist völlig ekelhaft und versaut die Landschaft, ganze Landstriche werden dadurch für echte Griechenlandfans zum No Go!

  29. Enigma
    19. Juli 2012, 16:18 | #29

    Oh man wenn ich mir hier die Kommentare anschaue kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wieso vermischt man wieder einen ganzen normalen Bericht mit dieser Polemik-Politik.

    Das mit der übertriebenen Berichterstattung, stimmt doch man hört nur negatives und der Normale Bürger glaubt jeden Scheiss im TV( vor allem RTL oder RTl 2 schrott). Es stimmt teilweise, aber wirklich nur teilweise , dass die Griechen teuer geworden sind. Wer 5 min Zeit hatte sich diesen Bericht anzuschauen der kann ja mal vergleichen gehen.

    Ich habe griechische Inseln mit den Luxus-Orten von Türkei verglichen und immer die gleichen Kriterien eingegeben. In der Hauptsaison wo Schulferien sind, sind Paar- und Singlesreisen in der Türkei 30% billiger. Da stimme ich überein, aber bei Familien mit Kindern habe ich sogar 30 % billigere Angebote gefunden auf Kreta und Korfu (und man muss bedenken, das sind Topinseln), und in der Nebensaison sind Griechenland und Türkei gleich – also Unwahrheiten und teilwesie ehrliche Berichterstattung, da hat keiner seinen Job richtig gemacht; und vor kurzem stand bei N-tv Griechenland-Reisen 30 % billiger.

    Und zum Thema warum ist Griechenland so teuer? Ganz einfach, weil der Türke 250 Euro im Monat verdient mit einem Vollzeitjob und der Grieche 750 (jetzt mit dem Spardiktat 500 Euro) und zu höheren Nebenkosten als in Deutschland. Soll also der Grieche runter auf 250 Euro oder was? Wer schon Sonne, Strand und Meer haben möchte, kann ja etwas mehr beisteuern, nicht so wie manche Urlauber die All-inclusive haben und die ganze Zeit Hotel sind und kein Trinkgeld geben und drum herum nichts einkaufen.

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