Griechen arbeiten mehr als Deutsche

3. Juni 2012 / Aufrufe: 3.542

Eine aktuelle Studie des OECD widerlegt erneut den Mythos der faulen Griechen und fleißigen Deutschen, dokumentiert jedoch auch die niedrige Produktivität in Griechenland.

Ein neuer Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt auf, dass der durchschnittliche griechische Arbeitnehmer 2.017 Stunden pro Jahr arbeitet, also mehr als irgend ein anderer Europäer!

Zur selben Zeit arbeiten die Holländer nur 1.377 Stunden pro Jahr und haben damit die geringste Arbeitszeitquote in Europa, während die Deutschen 1.408 Stunden pro Jahr arbeiten. Die speziell in Deutschland geschürte Hetze gegen die „faulen Griechen“ wird damit zum widerholten Mal widerlegt. Wie allerdings das amerikanische Netz CNN kommentiert, bedeuten viele Arbeitsstunden natürlich nicht immer auch hohe Produktivität.

Der selbe Bericht führt charakteristisch an, dass zwar die Griechen mehr arbeiten als Deutsche und Holländer, Holland und Deutschland jedoch zu den produktivsten Länder der Welt zählen.

Länder mit den meisten Jahresarbeitsstunden in der EU:

  1. Griechenland
  2. Ungarn
  3. Polen
  4. Estland
  5. Türkei
  6. Tschechei
  7. Italien
  8. Slowenien
  9. Portugal
  10. Island

Länder mit den wenigsten Jahresarbeitsstunden in der EU:

  1. Holland
  2. Deutschland
  3. Norwegen
  4. Frankreich
  5. Dänemark
  6. Irland
  7. Belgien
  8. Österreich
  9. Luxemburg
  10. Schweden

Die produktivsten Länder in der EU:

  1. Norwegen
  2. Luxemburg
  3. Irland
  4. Holland
  5. Belgien
  6. Frankreich
  7. Deutschland
  8. Dänemark
  9. Schweden
  10. Österreich

Die unproduktivsten Länder in der EU:

  1. Polen
  2. Ungarn
  3. Estland
  4. Türkei
  5. Tschechei
  6. Portugal
  7. Griechenland
  8. Slowakei
  9. Slowenien
  10. Island

(Quellen: Newsbeast.gr)

  1. oniro
    3. Juni 2012, 13:32 | #1

    Richtig, die Griechen sind nicht faul, da fast jeder einen 2.Job am Nachmittag hatte.
    Aber war dieser Job auch versteuert u.sozialversichert ?

  2. Mikka
    3. Juni 2012, 14:18 | #2

    HAHA.. Das war der Witz zum Sonntag !

    Im Kommunistischen Griechenland und im Faschistischen Ungarn wird also am meisten gearbeitet..
    Da kann es ja wirklich nur an der Verschwöhrung der Welthochfinanzelitebonzenkapitalisten liegen, dass in diesen 2 Ländern voller fleissiger Arbeitsbienen nix mehr geht…

    Einfach herrlich die Artikel im Griechenland Blog 😀

  3. Andreas
    3. Juni 2012, 14:59 | #3

    Das kann ich aus jahrelanger eigener erfahrung nur bestätigen. Es ist verrückt wie viele Stunden Ingenieure hier schuften. Leider geht aber all diese zeit meistens dafür drauf ständig das Rad neu zu erfinden. Es gibt da diesen ironischen Drang nie etwas so zu machen wie es im buche steht, sondern immer einen ‚billigeren‘ weg zu finden. Das nennt sich dann oft μαϊμού oder πατέντα worauf man dann so richtig stolz sein kann. Die zusätzlichen kosten aus minderer Qualität aber vor allem dem oft horrenden extra Stunden vergisst man einfach, denn Überstunden werden ja anders als in Deutschland hier nicht bezahlt.

  4. Ottfried Storz
    3. Juni 2012, 15:12 | #4

    Die Zahlen sind keine Überraschung und auch deutsche Medien schreiben mehrdutzendfach häufiger vom „ineffizienten“ oder „korrupten“ Griechenland, als von „faulen Griechen“.

    „Faule Griechen“ war kurzzeitig Anfang 2010 populär, als Griechenland „überraschenderweise“ statt ca. 4 Prozent letztlich 16 Prozent BIP-Verschuldung machte. Dann wurden plötzlich griechische Kuriositäten thematisiert, wie ausserordentlich hohe Gehälter und Renten für manche Beamte, Renten für unverheirate Töchter höherer Militärs, ca. 5 Prozent „tote“ Renter, für die unverändert Renten gezahlt wurden etc.

    Grundsätzlich ist übrigens meine Wahrnehmung der realen Arbeitszeit in Griechenland in vielen Bereichen anders: Ich kennen keinen Beamten, Post- oder Bankangestellten, OTE oder DEI-Mitarbeiter etc, die im Schnitt auch nur 7 h körperlich im Büro anwesend sind.

    Aber wie geschrieben: Angeblich „faule Griechen“ in der deutschen Presse ist Schnee von vorgestern.

  5. LunaticAsylum
    3. Juni 2012, 17:15 | #5

    Die Zahlen, die hier verglichen wurden sind neuestens von 2010.
    Was nützt eine lange Arbeitszeit ohne Arbeitsproduktivität? Nichts!
    Arbeitsproduktivität = Ausbringungsmenge / eingesetzte Arbeitsstunden
    Es stimmt nur die Statistik…mehr oder weniger. Welche Statistik ist schon wahr?

    @ Andreas
    Das deckt sich voll und ganz mit meinen aktiven Beobachtungen!
    Es wurde z.B. mal mehreren Arbeitern gesagt, dass Paletten von Hand bergauf schleppen schneller gehen soll, als mit einer vorhandenen Sackkarre und mehreren anderen „beräderten“ Wagen lol

    @ Ottfried Storz
    Die Beamten sollten eine eigene Statistik bekommen, auch in D.
    Hier noch die Sicht der Kanzlerin:

  6. Griechenfan
    3. Juni 2012, 23:44 | #6

    @Andreas
    Ist das nicht toll? Erfindergeist, Sparen an teuren Materialien. Kreativitaet. Daran mangelt es in den Industrielaendern. Immer teuere Ersatzteile kaufen, es kann anders gehen. Gerade das hat mich hier nach Griechenland gefuehrt. Nichts ist gerade und nichts perfekt. Das ist das Leben. Oder ist das Leben in Deutschland so toll? Ist es nicht schoen, ein Rad neu zu erfinden?

  7. Griechenfan
    3. Juni 2012, 23:52 | #7

    @oniro
    Wenn Du so hier leben wuerdest, in diesem kleinen Land, wuerdest Du auch Arbeiten annehmen, die nicht versteuert sind. Und was ist in Deutschland? Wie viele Schwarzarbeiten gibt es da? Wie viele Sozialbetrueger mit Harz 4? Immer wird auf diesem kleinen Land herumgehackt. Ich bestreite nicht, dass Veraenderungen her muessen, aber denkt doch mal nach Leute und geht nicht auf das Gehetze hier ein. Hier wird bewusst ein Exempel herbeigefueht. Es muss ein Buhland her. Begreift es doch endlich.

  8. Griechenfan
    3. Juni 2012, 23:58 | #8

    @LunaticAsylum
    Scheiss auf Arbeitsproduktivitaet. Hier gibt es nicht die Maschinen dafuer. Dies ist kein Industrieland, wie in Deutschland. Das kannst Du nicht einfach vergleichen.
    Allein diese Internetsprache. Es gibt vermutlich einen Grund, dass die Sackkarre nicht eingesetzt wurde – womit Du vermutlich meinst, dass die Griechen dumm sind. Hoffentlich lebst Du nicht in Griechenland, denn das waere dann das falsche Land fuer Dich.

  9. Griechenfan
    4. Juni 2012, 00:08 | #9

    @Mikka
    Wie kommst Du auf ein kommunistisches Griechenland? Liest Du auch die Springer Presse und was so geschrieben wird ueber die sogenannte „extremistische“ Syriza? Bravo. Vielleicht solltest Du dieses Land mal bereisen und ein eigenes Bild machen? Vielleicht geht in diesem Land nichts mehr, weil es einfach verheizt wird?

  10. Halix
    4. Juni 2012, 01:18 | #10

    @Mikka

    Von einem „kommunistischen“ Griechenland zu schreiben ist in etwa so intelligent wie die CDU als Nazipartei oder den Papst als Kinderschänder zu bezeichnen.

  11. Lucy Sky
    4. Juni 2012, 09:13 | #11

    @Griechenfan
    Danke, Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Ich weiss noch, als ich vor fast 15 Jahren hierher kam, stoerte mich der so „schrecklich“ schief in die Wand eingebaute Sicherungskasten, auf den ich (in dem kleinen Haeuschen meines Schwiegervaters, in dem wir eine Zeit lebten) vom Bett aus blickte. Meine Augen wurden von dem Ding geradezu angezogen. Ich konnte es einfach nicht ertragen! Doch schon nach wenigen einsamen Wintermonaten echten griechischen Landlebens hatte ich dieses „Deutschsein“ ueberwunden. Als ich dann im Fruehling DE besuchte, fiel mir schon auf dem Weg nach verlassen der Alpen diese Ordnung, die Abwesenheit von Chaos auf, die fuer mich noch schwerer zu ertragen war, als der schiefe Stromkasten 6 Monate vorher. Da war mir klar, dass ich nie wieder nach DE zurueckziehen wuerde.
    Was mich anfangs sehr beeindruckt hat, war, dass ein Grieche mit einem Stueck Draht, einer Zange und einem Hammer eigentlich alles reparieren kann. Hier ist vieles provisorisch, aber es ist gut so. Und schoen. Der Sinn des Lebens liegt woanders.

  12. Skydiver
    4. Juni 2012, 09:50 | #12

    Die Debatte um „faule“ und „fleissige“, „verschwenderische“ und „sparsame“ Völker ist ebenso müssig wie kontraproduktiv. Sie wird nur geführt, weil sie der City in die Hände spielt (divide et impera) und die Gewinne von $GS et al. sichert. Dort wettet man schon seit 2004 erfolgreich gegen die GIPSI Staaten und den Eurotz und fährt langfristig Mrd.-Gewinne ein, z.B. mit CDS. Das war natürlich auch der Bundesregierung und der Bundesbank längst bekannt:
    http://is.gd/B4y0IC
    Was aus rationaler Sicht hätte getan werden müssen: Umschuldung, z.B. durch längere Laufzeiten der Bonds, und kaufkraftschonend Austeritätsmassnahmen einleiten, in GR insbesondere im Staatsdienst. Auch die übrigen Baustellen sind seit Jahrzehnten bekannt, Steuerwesen, Katasterwesen, Korruption, Sozialbetrug usw. Man hätte alle Zeit der Welt gehabt, um Lösungen zu finden und die „Eurokrise“ rechtzeitig und für die EU praktisch kostenlos zu verhindern.
    Es passierte: nichts. Konnte auch nicht, weil die Politiker der etablierten Blockparteien in ganz Europa ausnahmslos im Dienste von $GS stehen. Sollte irgendwo nicht „linientreu“ gewählt werden, wird sofort ein Exempel statuiert: Das Land wird vom Geldmarkt abgeschnitten, der allmächtigen „Troika“ unterstellt und notfalls aus der Eurozone geworfen. Die Sozialsysteme werden gnadenlos geschliffen, das Volksvermögen an $GS verschleudert und die medizinische Versorgung wird abgeschafft. Obendrein gibt es dazu noch höhnische Kommentare von der „Troika“ bezüglich notleidender Kinder.
    Fazit: Alles läuft wie geplant. Die EU ist ein Konstrukt, um die Völker Europas, und zwar ausnahmslos alle, zu versklaven und bis aufs letzte Hemd auszuplündern. Und da es extrem unwahrscheinlich ist, dass sich die Bürger erheben und die Belastbarkeit ihrer Laternen mittels der verantwortlichen Verbrecher testen (Veni sollte zuvor besser noch bissel abnehmen), wird es ganz genau so kommen. In GR hat man das offenbar verstanden, die Deutschen aber checken mehrheitlich rein gar nix. Warum sollte man auch an einer Demo gegen den ESM teilnehmen, wenn man die Zeit doch sinnvoll nutzen und einen Blogbeitrag über „die faulen Griechen“ verfassen kann.

  13. Ich
    4. Juni 2012, 14:24 | #13

    Ich möchte auch einen 14 Stunden Job, wo ich mich mal so richtig ausruhen kann.

    Dann würden die Deutschen auch auf wesentlich mehr Arbeitsstunden kommen.

  14. Rentner
    4. Juni 2012, 17:16 | #14

    Ja ja die faulen Griechen. Heute der erste heiße Tag. 55 Grad in der Sonne. Mein fauler 74-jähriger Nachbar Sotiris war heute morgen von 7 – 11 Uhr auf seinem Land. Arbeiten! Von 14 – 16 Uhr hat er geschlafen um danach bei 40 Grad in der Sonne weiter zu arbeiten. Mir ist ganz klar, dass der fleißige Deutsche ohne Pause bei 55 Grad durchgearbeitet hätte.

    Sotiris ist gerade wieder genesen, nach einem schweren Unfall und nach 2 Monate Krankenhausaufenthalt – 8 Betten auf 30 qm Krankenzimmer. Seine Frau war jeden Tag bei ihm, hat auf dem Stuhl geschlafen. Sie konnten sich die 70 Euro für Krankenpflege nicht leisten. So haben es ca. 70 % aller Griechen.

    Wo wird in den Kommentaren und Artikeln in deutschen Springerblättern darauf hingewiesen, dass es in Griechenland keine Sozialhilfe gibt. In Deutschland gibt es 320.000 Hartz 4 „Betrüger“. Obwohl hier ein Großteil der Menschen wesentlich weniger Geld hat als ein Durchschnittsdeutscher, sind die Zahlen der Eigentumsdelikte in Deutschland 20 mal höher.

  15. LunaticAsylum
    4. Juni 2012, 18:55 | #15

    Griechenfan :
    @LunaticAsylum
    Scheiss auf Arbeitsproduktivitaet. Hier gibt es nicht die Maschinen dafuer. Dies ist kein Industrieland, wie in Deutschland. Das kannst Du nicht einfach vergleichen.

    Ich weiss zwar nicht, wo du dich aufhälst, aber in den Grossstädten ist sehr wohl einiges an moderner Technik vorhanden. Ich habe keinen Vergleich angestellt, sondern eine Beobachtung beschrieben. Diese realen Beobachtungen sind durchaus weiter zu erweitern. Die Schilderung von @ Andreas kann ich nur bestätigen. Das scheint eine Art „Mentalität“ hier zu sein. Was arbeitende Profis daran verwundert, ist die beschriebene Tatsache, wieder eigenes erlerntes Wissen, einen eigenen „billigeren“ Weg oder eine eigenes Patent einer Sache mitgeben zu wollen, obwohl dies niemandem etwas nützt als dem eigenen Ego-ist.
    In diesem Verhalten erklärt sich auch die „Sackkarre“ ..lol

  16. Roditisa
    4. Juni 2012, 19:29 | #16

    @Ich
    Dann empfehle ich ihnen meinen frueheren Job: Empfang von Gaesten (durchgehend stehend) von 8:30 bis 18:00. Irgendwann in dieser Zeit 15 Minuten Mittagspause (in den Raeumen durfte nicht gegessen werden). Einmal die Woche 18:00 bis 23:00 Arbeit am Computer und Telefon. Ich hatte 2 freie Vormittage im Monat, keinen Kuendigungsschutz und kein Recht auf Arbeitslosengeld bei Kuendigung. Der Verdienst lag bei 900 Euro im Monat, was gut bezahlt war. Generell war das ein guter Job fuer hiesige Verhaeltnisse.

  17. Roditisa
    4. Juni 2012, 19:47 | #17

    @Mikka
    Seit wann ist Griechenland kommunistisch? Das zog bisher an mir vorueber. Ich wuerde eher sagen, hier herrscht eine Oligarchie.

  18. Der müde Joe
    4. Juni 2012, 23:23 | #18

    Das entscheidene ist doch die Produktivität. Und da sieht’s bei den Griechen grausig aus.
    Solange in GR Beamtenjobs verschenkt werden und bei diesen die Anwesenheit nicht geprüft wird, müssen ja die Griechen auf dem Papier mehr arbeiten.

    Cheers

  19. Rentner
    4. Juni 2012, 23:45 | #19

    @Lucy Sky
    Ja, ich verfolge auch Deine Kommentare. Es gefaellt mir was Du schreibst. Das waere ja toll, wenn Du in unserer Gegend wohnen wuerdest. Wuerde mich gerne mit Dir austauschen. Vorausgesetzt, Du willst es auch. Wenn ja, finden wir einen Weg. In dem Sinne

  20. Yogi
    6. Juni 2012, 11:29 | #20

    jassas

    ich glaube manche hier haben überhaupt keine ahnung von dem volk in Gr.
    Sprüche schreiben könnse aber gut
    verschafft euch mal ein eigenes urteil über die menschen die da leben
    und wenn ihr das nicht könnt lade ich euch mal ein im sommer bei 45 C
    im schatten zu arbeiten da seid ihr doch die ersten die schreien
    dafür wird wirklich bis abends gearbeitet
    macht euch mal selbst ein bild bevor ihr so urteilt

  21. tabascofan
    6. Juni 2012, 16:40 | #21

    Wirklich erstaunlich und einfach imponierend, wieviel Stunden die Griechen arbeiten. Wie wird das denn gemessen? Gibt es elektronische Kontrollen, Chipkarten, Stechuhren oder schreibt einfach mal jeder auf, was er so meint? Würde mich doch interessieren, weiß das jemand?
    Ich fühle mich ein bisschen erinnert an die ebenso beeindruckende Statistik vor ein paar Jahren, nach der die Griechen die ältesten Menschen werden. Unglaublich viele Hundertjährige! Wird wohl am Olivenöl liegen, oder an der griechischen Küche, hieß es. Ich hab auch nach kretischem Olivenöl Ausschau gehalten. Bis dann bekannt wurde, dass es sich einfach um Menschen handelt, deren Ableben nicht den Behörden gemeldet wurde, damit die Rente weiter fließt.

  22. Ein Freund der Grichen!!!!
    6. Juni 2012, 17:59 | #22

    @Ich
    Genau so ist es! ein 14 Stunden Job ist nicht unbedingt mit 14 Std. Arbeit gleichzusetzen.Dass gleiche Problem haben auch alle Politiker im Euroraum. Zuviele Stunden,aber zuwenig Arbeit!Was nicht heißt,dass es das nicht gibt!Das Übliche wird es wohl aber nicht sein.Einzig und allein dürfte es auch in Griechenland nur noch eine Form der Wertigkeit von Arbeit geben : Die Lohn -Stück – Kosten!Und dass ist genau das Problem was nicht nur die Griechen haben.Deswegen wird der ganze Tamtam,der um den Euro gemacht wird sowieso nichts nützen.Es kann nur etwas stabiles entstehen,wenn etwas in etwa „Gleichwertig“ist.

  23. Roditisa
    8. Juni 2012, 16:01 | #23

    @tabascofan
    Ich bin kein Experte, aber wenn sie z.B. beruecksichtigen, dass sehr viele Griechen selbstaendig arbeiten, ist die Zahl gar nicht mehr so unglaubwuerdig. Kommen sie mal im Sommer in Urlaub und gehen sie morgens um 9 in einen Laden. Der gleiche Laden hat auch um 12Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr, 20 Uhr, oft auch noch um 23 Uhr geoeffnet. Oder mieten sie ein Auto bei einer lokalen Autovermietung, das sind fast immer Familienbetriebe mit 2-4 Leuten. Gehen sie in eine Taverne am Strand oder sehen sie mal nach, wann die Zimmermaedchen oder Rezeptionisten anfangen und wann die heim gehen.
    Dann muessen Sie beruecksichtigen, dass viele nicht eine Arbeit haben, sonern 2 oder 3 Jobs, weil 1 Einkommen oft nicht reicht.

    Viele einfach Angestellte arbeiten offiziell sogar weniger Stunden als real, weil sich der Arbeitgeber dadurch Sozialabgaben spart.

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