Ohne Finanzierung wird Griechenland den Schuldendienst einstellen

19. Mai 2012 / Aufrufe: 1.037

Laut dem Vorsitzenden der Allianz der Radikalen Linken wird Griechenland im Fall der Blockierung der Hilfskredite zur Einstellung seines Schuldendienstes gezwungen sein.

In einem Interview an die Zeitung „Wall Street Journal“ äußerte der SYRIZA-Vorsitzende Alexis Tsipras die Meinung, die EU werde nicht die Finanzierung an Griechenland stoppen, da ein solcher Schritt das Land zur Einstellung der Abzahlung seiner Schulden führen würde, und betonte, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch Griechenlands auch die Eurozone mit sich reißen würde.

Alexis Tsipras erklärte, seine erste Wahl sei, die europäischen Partner davon zu überzeugen, dass es im gemeinsamen Interesse liege, ihre Politik gegenüber Griechenland zu revidieren, damit die Spirale der Rezession beendet und die humanitäre Krise im Land nicht verstärkt wird.

Uns ist zu allererst daran gelegen, unsere europäischen Partner davon zu überzeugen, dass es in ihrem Interesse liegt, die Finanzierung nicht einzustellen„, betonte er und fügte an, Griechenland werde nicht zu einseitigen Handlungen schreiten, „aber wenn sie von ihrer Seite zu einer einseitigen Aktion schreiten, indem sie die Finanzierung stoppen, werden wir gezwungen sein, die Zahlungen an unsere Gläubiger einzustellen„.

Griechenland wird es notfalls auch alleine schaffen

Alexis Tsipras unterstrich, „der Euro ist unsere nationale Währung. Es wird nicht leicht sein, die Bindung zu kappen. Ein Ausscheiden aus dem Euro würde vielfältige negative Auswirkungen haben. Wir wollen es nicht, wir wünschen es nicht.

Der SYRIZA-Vorsitzende merkte an, falls es zu dem kritischen Moment kommen sollte, werde Griechenland es auch alleine schaffen. Wenn die Verschuldung nicht bedient wird, wird es Geld für Löhne und Renten geben, erklärte er. Zusätzlich kündigte er Kürzungen bei den Verteidigungsausgaben und die Bekämpfung der Korruption und der Steuerhinterziehung der Reichen an.

Was auch immer wir tun werden, die Lage wird schwierig sein. Wegen des Zusammenbruchs des Euro wird sie jedoch auch für ganz Europa schwierig sein„, merkte Alexis Tsipras an und äußerte die Einschätzung, dass beide Seiten einen Schritt nachgeben müssen, „bevor wir an diesen Punkt gelangen“ und schloss „es muss eine europäische Lösung gefunden werden„.

(Quelle: in.gr)

  1. yoss
    19. Mai 2012, 06:05 | #1

    tsipras wird wohl als einer jener wirrköpfe in die geschichte eingehen, die das geplagte land endgültig in den abgrund gestürzt haben. aber was tut man nicht alles für „15 minuten berühmtheit“?
    erpressungsspielchen sind in der EU nicht gerne gesehen. zu glauben, die Euro-milliarden rollen weiter gemütlich an, auch wenn griechenland seine sparzusagen nicht einhält, ist dumm und mehr als naiv.
    dass die profiteure der bisherigen zuständ aus der beamtenschaft und den „geschützten“ berufen jetzt eine stimme gefunden haben, die nach alter machart alles verspricht ausser ernsthaften änderungen, wird ihnen nichts mehr helfen. woher sollen denn die mittel kommen, mit denen es griechenland alleine schafft? von den als besonders freigiebig bekannten chinesischen investoren (in was?) oder von russischen oligarchen, die ihre ergaunerten milliarden investieren wollen, etwa in die profitträchtige eisenbahn?
    das land ist ruiniert, die töpfe leer, ausser vernünftig und erfolgreich wirtschaften gibt es keine rettung. da hilft auch pathetisches protestieren und das lächerliche politische weltbild eines tsipras nichts…

  2. Babbelnett
    19. Mai 2012, 10:58 | #2

    Griechenland hat hunderte Milliarden Euro von der EU geschenkt und erlassen bekommen.

    Die SYRIZA ist nicht bereit, die Bedingungen für die europäischen Hilfszahlungen einzuhalten und deshalb allein dafür verantwortlich, wenn zukünftig keine Hilfsgelder aus der EU mehr nach Griechenland fließen werden.

    Europa wird sich sehr rasch davon erholen, wenn Griechenland aus der Eurozone und der EU ausscheiden wird.

    Der verschwenderische und korrupte Staat Griechenland ist das Kernproblem und die wesentliche Ursache der Eurokrise.

    Alexis Tsipras möchte die europäische Kuh nur melken, ohne sie zu füttern. Dies funktioniert nicht (mehr).

  3. Andreas
    19. Mai 2012, 11:37 | #3

    Wieviel Demagogie vertraegt eigentlich ein aufgeklaertes Volk?

    Zitat; >>“aber wenn sie von ihrer Seite zu einer einseitigen Aktion schreiten, indem sie die Finanzierung stoppen, werden wir gezwungen sein, die Zahlungen an unsere Gläubiger einzustellen“<< also Uebersetzt – "Ihr" die Boesen, – "Wir" die armen Opfer die nur reagieren.

    Zwar hat er offenbar begriffen, das man nur ausgeben kann, was man auch hat, aber es gehoert schon eine irre Portion Ignoranz dazu, zu behaupten, das Griechenland noch (aus eigener Kraft) irgendwelche Zahlungen an die Gläubiger leiste.

    Es ist diese Faehigkeit den Spies immerwieder umzudrehen, die mich in den fuenfzehn Jahren die ich hier lebe immerwieder fasziniert.
    Zum Beispiel, wenn ein Statiker in meinem Job die vereinbarte Leistung nicht bringt, schreit die Baustelle den Architekten an, denn der habe einfach nicht oft genug telefoniert.

    Griechenland ist das einzige Land (das ich kenne) in dem die Parabel von "Des Keisers neuen Kleidern" nicht funktioniert. Nicht etwa sehen ploetzlich alle "Der hat ja garnichts an" und lachen, hier wird der Junge der die Warheit sagt auch noch zum Arsch, also zur Schnecke gemacht.

  4. Michael
    19. Mai 2012, 16:45 | #4

    Erpressern entledigt man sich üblicherweise, indem man sie in Betonpfeiler von Brücken eingießt. Die Italiener, Franzosen und Türken machen das sinngemäß dann schon, seid unbesorgt. Ihr werdet entweder Troika – Sklaven, bis ihr euch freigekauft habt, oder Freie Griechen, dann mit Drachme. Das ist nicht mehr verhandelbar. Ihr habt den Euro lange genug be- und geschädigt. Zieht eures Weges, es ist nicht der unsrige.

  5. Musenrössle
    19. Mai 2012, 16:48 | #5

    „Wenn die Verschuldung nicht bedient wird, wird es Geld für Löhne und Renten geben, erklärte er.“

    Entweder der Mann leidet an Wahnvorstellungen oder er lügt wie gedruckt.

    Geld für Löhne und Renten? Bei DEM griechischen Ausenhandelsdefizit?

    Wo soll das her kommen?

    Griechenland lebt seit Ewigkeiten auf Pump und wer soll da dann noch neue Kredite geben, wenn sie ihre alten Kredite nicht mehr bezahlen wollen?

  6. iaourti iaourtaki
    19. Mai 2012, 23:10 | #6

    @yoss
    37 MRD wollten Chinesen investieren und das wurde genauso von der EU abgelehnt wie die 10 Milliarden, die aus Quatar kommen wollten. Angeblich steht dazu auch etwas im ersten Memorandum und zwar die Bevorzugung europäischer Investoren. Investitionen braucht eh keiner, das geht auch alles ohne Kapitalismus und ohne kapitalistische Parteien wie SYRIZA, die angebliche radikale Linke. Die radikale Linke ist außerparlamentarisch als Nicht- und Ungültigwähler eh die stärkste Kraft, auch wenn sich die meisten Anarchisten nicht als „Linke“ verstehen, weil sie auf parlamentarische Sitzordnung scheissen. Die Wahlen sind eh unwichtig, wichtig sind die Kämpfe der Artbeitslosen und die in den Betrieben.

  7. iaourti iaourtaki
    19. Mai 2012, 23:14 | #7

    @Babbelnett
    Na, dann liefert doch bitte schön mal die Korumpierer von Siemens, Ferrostal und wie sie alle heissen aus; immerhin 2 MRD an Schmiergelder zahlen und dann straffrei ausgehen ist ein Witz. Noch nie davon gehört, daß es keine Geschenke gab, sondern daß alleine Deutschland in den letzten beiden Jahren zig MRD an Zinsen an Griechenland verdient hat?

  8. Peppina
    19. Mai 2012, 23:31 | #8

    @Babbelnett Griechenland wird nicht aus der Eurozone sein und hoffentlich gewinnt Syriza die Wahl. Griechenland wurde gemolken.

  9. Peppina
    19. Mai 2012, 23:37 | #9

    @Musenrössle
    Wenn die Verschuldung nicht bedient wird gibt es Geld fuer Loehne und Bevoelkerung. Ist doch sonnenklar. Hier kommen doch Steuern rein. Griechenland wurde ausgebeutet, Syriza hat vollkommen recht. Es geht nicht mehr darum, Gläubiger zu bedienen. Es geht darum, die Bevoelkerung zu retten.

  10. Peppina
    19. Mai 2012, 23:56 | #10

    @Michael
    Die Frage ist hier doch wer Europa beschaedigt hat. Raten wir doch mal. Vielleicht die Banken? Ich weiss gar nicht, warum ich mir diesen Schrott hier noch reinziehe. Bildzeitungsniveau. Klasse

  11. Peppina
    19. Mai 2012, 23:58 | #11

    @iaourti iaourtaki
    Bravo……..!!!!!

  12. Catalina
    20. Mai 2012, 00:07 | #12

    Ich hoffe, Syriza bekommt mindestens 37 % am 17. Juni!!
    Wir haben doch gar nichts mehr zu verlieren, also warum sollten wir nicht wählen, was wir wollen? Wenn man nichts mehr hat, ist man frei 😉

  13. iaourti iaourtaki
    20. Mai 2012, 00:26 | #13

    @iaourti iaourtaki
    Ich wollte eigentlich 380 Millionen schreiben. Ich zieh mir jetzt erst mal einen Frappè Metaxa und fahre in die Taverne, mir die neuesten rassistischen Frechheiten gegen Griechen berichten lassen. Es reicht! SCASE

  14. admin
    20. Mai 2012, 00:43 | #14

    @iaourti iaourtaki
    Wir haben das mal einfach als Tippfehler eingeordnet.
    Was den zweiten Punkt betrifft, bietet das Telefonat Merkel – Papoulias wohl ausreichenden Gepsrächs- bzw Zündstoff für eine angeregte Tavernendiskussion 😆

  15. Roditisa
    20. Mai 2012, 09:40 | #15

    Fassen wir zusammen: Die Geberlaender wollen die Zahlungen sofort stoppen, falls Griechenland die Sparmassnahmen nicht genau nach Vereinbarung umsetzt. Das ist natuerlich keine Drohung und auch kein Versuch, Einfluss auf den Ausgang der Wahlen zu nehmen. Auch Schaeubles Aussagen ueber moegliche Austritte aus dem Euro oder die Idee, gleichzeitig zur Wahl ein Referendum zum Verbleib im Euro abzuhalten ist natuerlich kein Versuch, die Bevoelkerung in eine Richtung zu draengen.
    Die Aussage, dass Griechenland seine Schulden nicht mehr begleichen wird, wenn die Hilfszahlungen ausbleiben (die ja praktisch nur gegeben werden, damit die Schulden damit bezahlt werden koenne, weil das Land selbst gar kein Geld mehr hat, um zu zahlen) ist Erpressung.

    Sehr interessante Wahrnehmung.

    Ich bin wahrlich nie ein Fan von Tsipras gewesen, aber ich gebe ihm in 2 Punkten Recht: 1.Die Vereinbarungen hinsichtlich der Sparziele wurden unter falschen Grundannahmen getroffen. Man ging von Wachstum in diesem und im naechsten Jahr aus, was schon mal total unrealistisch war. Hier frisst die Rezession gerade alles weg (und das war vorauszusehen): Sparguthaben der einfachen Leute, gut ausgebildete Fachkraefte, oeffentliche Einnahmen, Arbeitsplaetze, Gesundheitsversorgung und vor Allem die Hoffnung. Diese Sparziele sind nicht erreichbar und muessen neu verhandelt werden.
    2. Die grossen Grundprobleme Griechenlands sind Korruption und Ausbeutung des Staates durch die Reichen. Ohne die Beseitigung dieser beiden Probleme kommt das Land langfristig nicht auf die Beine.

    Hier sind viele Leute gewillt, ihren Lebensstandard extrem zu senken, aber sie wollen dafuer die Hoffung haben, dass ihre Kinder in 10, 20 Jahren in einem Land leben, das nicht nur denen ein Chance gibt, die Beziehungen und Geld haben. Tsipras kuendigt an, dafuer sorgen zu wollen. Ob er luegt, kann man nicht wisssen, aber ihm glaube sogar ich ehe, als Samaras oder venizelos, die in den letzen Jahren die moeglichkeit hatten, etwas zu aendern, aber die politischen Kosten scheuten.

  16. Roditisa
    20. Mai 2012, 09:52 | #16

    @Catalina

    Ich bin da nicht so sicher. haben wir wirklich nichts mehr zu verlieren?

    Sehen wir mal nach Weissrussland, Kuba, Kolumbien, Lybien, Mexico oder Thailand und ueberlegen dann nochmal, ob wir nicht doch einiges zu verlieren haben.

  17. Climateatheist
    20. Mai 2012, 10:09 | #17

    @babbelnett#2 und @andreas#2

    Griechenland leidet nicht an den Folgen eigener „Faulheit“, sondern der Inflations-Disparität im für Griechenland viel zu starken Euro. Seit Einführung des Euro betrug die Inflation bis heute in Griech. etwa 40%, in der BRD nur 15%. Allein schon deshalb sind dt. Waren billiger und griech. Waren teurer – selbst wenn sie in beiden Ländern gleich effizient hergestellt würden. Ursache für die explodierende Inflation in Gr. war die Notwendigkeit, die bei Euro-Einführung viel zu niedrigen Löhne zu erhöhen, da die Verbraucherpreise in Gr. bei Euro-Einführung drastisch anstiegen. Hinter der Lohnzunahme stand aber keine Produktions- und auch keine Produktivitätszunahme, weshalb die (i.d.R. im ausufernden Staatsbereich über Kredite finanzierte) Lohn/Gehaltserhöhung direkt inflationsfördernd gewirkt hat. Dieses Problem wird, solange Gr. im Euro bleibt, IMMER SCHLIMMER!

    Deshalb MUSS Griechenland aus dem Euro raus – und Deutschland MUSS auch raus, denn wir müssten längst aufwerten, anstatt die Werkbank Europas zu werden und dabei unsere Konjunktur zu überhitzen, während sie um uns herum einzufrieren droht.

    Wer diese volkswirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen will, muss sich bei Youtube die Wirtschaftsprofessoren Flassberg, Sinn und Hankel anhören. Die erklären die Probleme ausführlich und vollumfänglich.

    Der EURO ist TOT. Er war eine TOTGEBURT von Beginn an und es waren nicht mal die Griechen, die sich in den Euro hineinlogen. Es war Deutschland unter Schröder, das bereits auf die Euroschein-Entwürfe das griech. Wort „Euro“ eintragen ließ, obwohl zu dem Zeitpunkt Griechenland sich noch gar nicht in den Euro-Raum hineinbegeben hatte. Wer also die Schuld für das Euro-Desaster jemandem zuschieben will, muss sich Ex-Kanzler Gerhard Schröder von der SPD zur Brust nehmen. Der ist aber bereits zu seinem Busenfreund von der Unterdrückter-GAZPROM nach Moskau geflüchtet.

  18. Juls
    20. Mai 2012, 15:09 | #18

    @ Catalina

    die Griechen/innen sollen auch das waehlen, was immer sie moechten!! Ist doch Demokratie oder?? Aber die ganze hetze der letzten tage, ist ja nicht mehr mit anzuhoeren und der Schulz bei seinem Besuch hier in Griechenland ist spitzenmaessig, als ob er (oder bekommt er vielleicht etwas dafuer??) dafuer bezahlt, Griechenlands Zukunft in schwaerzester Vision vorzufuehren.

    Die griechische Presse und besonders das TV haelt da inzwischen kraeftig mit…..hier wird der Waehler aber total eingeschuechtert.

    Trotz allem, wer an die Wahlurne geht, soll nach seinem persoenlichen Gewissen waehlen….richtig, wer nichts mehr hat, ist frei!!

  19. Ottfried Storz
    20. Mai 2012, 16:01 | #19

    @iaourti iaourtaki
    zu deiner Behauptung: „37 MRD wollten Chinesen investieren und das wurde genauso von der EU abgelehnt wie die 10 Milliarden, die aus Quatar kommen wollten“

    Ich finde nirgendwo einen Beleg für deine Behauptung von angeblichen riesigen Investitionsangeboten, die angeblich „von der EU abgelehnt wurden“.

    Auch betragen die nach Verurteilungen bekannt gewordenen Bestechungssummen von Ferrostaal und Siemens von 1995 bis 2005 nur einige Prozent deiner behaupteten „2 MRD an Schmiergelder“.

    Rechnest du noch oder schon wieder in Drachme ?

  20. iaourti iaourtaki
    21. Mai 2012, 11:08 | #20

    @Ottfried Storz
    WIESO DRACHMA? Ich rechne immer in Dollar.

    Klar finden Leute, wie offensichtlich die meisten Kommentarschreiberlinge hier, die schon immer – also bereits lange vor der „Krise“ – gegen den Euro waren, solche Belege nicht.
    Ich würde mal Kathimereni, GRReporter (aus Bulgarien), Griechenlandzeitung oder Protothema durch kauen, eventuell findet sich auch was dazu im Standard aus Wien.
    Das sind Geschichten, die einfach untergingen, genau wie zwei Jahre lang verschwiegen wurde, daß es in Hellas keine Sozialhilfe gibt (von wegen „Sozialschmarotzern“ und „faulen Griechen“) oder, daß Papandreou dafür gesorgt hat, daß Fluggesellschaften in den letzten zwei Jahren – außer in Athen – auf keinem Flughafen während der Saison mehr Flughafengebühren zahlen mußten; natürlich wurde das von den meisten deutschen Reiseunternehmen verschwiegen und nicht an die Kunden weiter gegeben.
    Aus China sollten auf 5 Jahre verteilt insgesamt 37 MRD kommen und zwar in Folge des Kaufs von Werft durch COSCO und aus Quatar wollten Leute Teile des alten Athener Flughafens
    mit Marina ausbauen und 5 MRD investieren, zudem wollten sie einen Containerhafen für weitere 5-6 MRD auf Westpeleponnes errichten. Noch nicht mal Trieste, was dann direkter Konkurrent wäre, hatte daran was zu maulen, aber den Troikaner_innen hat das überhaupt nicht gefallen.
    Der Grund ist einfach der – und das scheint ja offensichtlich keiner zu raffen – daß es einzig und allein darum geht, Griechenland zu schleifen und aus dem Euro zu zwingen, damit dann anschliessend richtig Asche gemacht werden kann. Dann kommt nämlich das gebunkerte Geld zurück und es gibt ganz plötzlich ein tolles Wirtschaftswunder mit Billigarbeiter_innen, die z.z. zunehmend in Lagern geparkt werden. Man wartet solange, bis alle, die es können aus Griechenland abgehauen sind, um Arbeit zu finden und hat dann auch noch prima Rassismus.

    Achtung: Euroaustritt heisst noch lange nicht Drachma, es könnten auch Rubel, türkische Lira oder amerikanische Dollar werden.

    NO PASARAN

  21. Hans Telmo
    23. Mai 2012, 06:43 | #21

    Solange die Europäer (und damit ist leider vorab Deutschland gemeint) so un-intelligent sind, die Schuldenmacherei weiter voranzutreiben, ist es auch angemessen, dass man die negativen Auswirkungen (Zinslast) des Schuldners übernimmt. Deutschland ist, verglichen mit armen Staaten Europas unermesslich reich, hat ein Schuldgefühl und neuerdings selbst kein Geld und kann sich somit beliebig verschulden, um die Probleme laufend zu vergrössern. Solange in Deutschland keine Partei Kritik am Euro oder am europäischen Grössenwahn hegt, solange ist auch die Politik einstimmig fürs Weitermachen. Der Bürger könnte zwar sein eigenes Gehirn benötigt, aber ich denke, das ist vielen zu anstrengend, man klatscht lieber den Politikern Beifall in der Hoffnung auf biblische Wunder. Leider gab es die nicht, weder 1870, noch 1914 und auch nicht 1943. So kommt es eben erneut nicht so GUT, in naher Zukunft. Vor wenigen Jahren wurden die Repartitionszahlungen aus dem ersten Weltkrieg abbezahlt, für den Ostaufbau zahlt man bis 2019 und der aktuelle Verstoss gegen die Maastricher Verträge, dass nämlich keine Land für ein anderes Zahlen soll, das wird auch salopp toleriert. Nun ja, dann kommt es leider erneut UNGUT.

  22. Hans Telmo
    23. Mai 2012, 06:53 | #22

    Alles Geld der Welt wird Europa nicht retten, aber das merken die edlen Spender vielleicht nie.

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