HIV-positive Prostituierte in Griechenland inhaftiert

6. Mai 2012 / Aufrufe: 1.026

In Griechenland wurden weitere 16 mit AIDS infizierte Prostituierte in Untersuchungshaft genommen und trotz aller Proteste mit Foto und Daten in den Medien angeprangert.

Nach der Ende April 2012 gerichtlich verfügten Inhaftierung einer HIV-positiven russischen Prostituierten wurden in Athen während der vergangenen Tage – also bezeichnenderweise kurz vor den anstehenden Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 … – weitere 16 mit AIDS infizierte Prostituierte aufgegriffen und nach ihren Vernehmungen vor verschiedenen Untersuchungsrichtern unter der Anklage der beabsichtigten, versuchten und vollendeten schweren Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen.

Gegen eine andere Prostituierte, die sich nach einer Gesundheitskontrolle ebenfalls als HIV-positiv erwies, wurde ein Schnellgerichtsverfahren wegen beabsichtigter schwerer Körperverletzung zu Lasten einer unbekannten Anzahl von Personen eingeleitet. Von Seite der Polizei wurden wie auch in allen vorherigen Fällen das Foto und die persönlichen Daten der Frau publiziert.

Vor den Gerichtsgebäuden versammelten sich ungefähr einhundert Menschen, die gegen die – im übrigen heftig umstrittene – Veröffentlichung der Fotos und persönlichen Daten der verhafteten Frauen protestierten. Es sei angemerkt, dass die Mehrzahl der inhaftierten HIV-positiven Prostituierten griechischer Staatsangehörigkeit sind.

(Quelle: in.gr)

  1. Ariadne
    8. Mai 2012, 14:38 | #1

    Aber selbstverständlich wird in erster Linie von der/den russischen Frauen gesprochen! Wer als Mann mit einer ihm unbekannten Frau (ob Prostituierte oder nicht) ungeschützten Geschlechtsverkehr hat, ist selber schuld! Nur ein Dummi macht’s ohne Gummi!

  2. Climateatheist
    15. Mai 2012, 18:07 | #2

    Damen, die in der BRD wohlwissend, dass sie HIV-positiv sind, mit Dritten ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, werden sehr wohl auch gerichtlich festgesetzt und der vorsätzlichen Körperverletzung angeklagt. Das ist auch sehr gut und sehr richtig und absolut kongruent mit dem Infektionsschutzgesetz.
    Was nicht so freundlich ist, ist die Veröffentlichung der Photos. Allerdings muss man auch klar betonen, dass alle deren Kunden umgehend einer anti-HIV-Therapie unterzogen werden müssen. Denn nur, wenn’s jetzt sehr schnell geht, hat man noch eine Chance, eine HIV-Infektion mit entsprechender medikamentöser Prophylaxe zu verhindern. Insofern war die Veröffentlichung sinnvoll, sofern diese mit einem entsprechenden Präventionsangebot verbunden gewesen ist. Analoge Fälle hat es in der Bundesrepublik auch schon gegeben und gesundheitsprophylaktisch habe ich gegen so ein Vorgehen gar nichts einzuwenden.

    Was übrigens in Europa seit Jahren grassiert und in den Medien völlig untergeht, ist eine sexuell sehr reisefreudige und HIV-mäßig hochrisikobereite Schwulenszene. Die verbreitet derzeit sehr gefährliche Hepatitis C-Virentypen, die recht schnell zu Leberkrebs/-schäden führen können. Bei einer HIV/HCV-Doppelinfektion stirbt sich’s leider auch schneller an HIV.
    Einer Menge Männer aus dieser Szene ist das leider sehr wohl bewusst, aber es ist ihnen schlicht egal. Man nennt solche Herrschaften im Fachjargon „Bullrider“ und jeder Schwule Mann mit etwas Resthirn sollte solchen Herrschaften gepflegt aus dem Wege gehen oder, was ich jedem paarungsbereiten Bürger rate, in jedem Fall (auch wenn das sehr unsexy ankommt) auf einem gemeinsamen HIV- und HCV-Test beim Arzt bestehen. Dann kann man die Federn ruhig quietschen lassen und dann ist auch ein Kondom unnötig.

  3. Climateatheist
    15. Mai 2012, 18:20 | #3

    @all
    Eine Bemerkung zum Artikel-Titel hätte ich noch. Mit AIDS kann man sich nicht infizieren, sondern mit HIV. Der HI-Virus führt zur AIDS-Erkrankung. Der korrekte Artikel-Untertitel wäre also gewesen „In Griechenland wurden weitere 16 mit HIV infizierte Prostituierte in Untersuchungshaft genommen…“ oder (sofern die Frauen schon klinisch symptomatisch waren und AIDS-Symptome zeigten) „In Griechenland wurden weitere 16 an AIDS leidende Prostituierte in Untersuchungshaft genommen….“

    Das mag alles oberlehrerhaft klingen, aber der Unterschied ist schon wichtig. Man kann nämlich sehr wohl (anständige anti-HIV-Medikation vorausgesetzt) HIV-Antikörper-negativ im Serum sein und trotzdem AIDS-Symptome entwickeln. Ginge man als HIV-freier Mann mit einer solchen Prostituierten in die Federn, wäre die Chance auf eine Infektion vermutlich relativ gering für den Mann. Würde allerdings eine HIV-freie Frau mit einem entsprechend AIDS-Patienten die Federn teilen, hätte sie eine hohe Infektionschance, weil im Sperma des Mannes recht hohe HI-Virenkonzentrationen vorhanden sein können, obwohl im Serum keine Viren mehr nachweisbar sind und das Sperma eine mehrtätige Verweildauer im weibl. Genitaltrakt hat im Vergleich zur Penisinvasionsdauer im unteren Genitalbereich der Frau während des Sexualaktes. Aber mit einem Mythos sollte man übrigens an der Stelle aufräumen, nämlich, dass Kondome einen 100%igen Schutz gegen HIV-Infektionen bieten würden. Das tun sie nämlich nicht…..

Kommentare sind geschlossen