Griechenland droht humanitäre Krise

23. Mai 2012 / Aktualisiert: 23. Juni 2015 / Aufrufe: 3.227

Griechenland droht eine humanitäre Krise, äußert Alexis Tsipras in einem Interview mit dem Guardian, während Bloomberg ihn als gefährlich bezeichnet und heftig attackiert.

Anlässlich seiner Reise nach Paris und Berlin gab Alexis Tsipras, Vorsitzender der Allianz der Radikalen Linken (SYRIZA) in Griechenland, der britischen Zeitung „The Guardian“ ein Interview (Greece is in danger of a humanitarian crisis). Der Leiter der SYRIZA-Fraktion vertritt, Griechenland begegne der Gefahr einer humanitären Krise und führt aus, dass trotz der beiden von schmerzhaften Sparmaßnahmen begleiteten Pakete zur Rettung der griechischen Wirtschaft die Rezession auf einem historischen Niveau liege, die Arbeitslosenquote in die Höhe geschossen und der gesellschaftliche Zusammenhalt zusammengebrochen sei.

Wir schlagen die Alarmglocke und appellieren an die Völker Europas, uns in unserer Bemühung zu unterstützen, den Kurs des Landes in das zu stoppen, was als gesellschaftliche Hölle bezeichnet wird„, sagt Herr Tsipras und betont und anderem, dass die Unterzeichnung des Memorandums ein politischer Beschluss gewesen sei, der in Abwesenheit des griechischen Volkes gefasst wurde und sich als katastrophal erwies.

Die selbe Zeitung publiziert auch das Ergebnis einer Meinungsumfrage, laut dem 72% der Befragten erachten, Griechenland werde die Eurozone verlassen. 52% meinen ebenfalls, dass sich auch andere Länder außerhalb der Eurozone wiederfinden werden, während 26% die völlige Auflösung der Eurozone voraussehen.

Bloomberg: „Tsipras lügt und ist gefährlich

Zur selben Zeit attackiert Bloomberg auf heftigste die SYRIZA-Partei und Herrn Tsipras persönlich, charakterisiert ihn als „gefährlich“ und merkt an, die Griechen müssen hinter deren gefährliche Lügen schauen. Laut Bloomberg betrügen Alexis Tsipras und die SYRIZA-Partei das griechische Volk indem sie behaupten, die Bedingungen des Memorandums annullieren zu können, ohne dass die Finanzierung des Landes eingestellt werde.

Wenn die Wähler ihnen glauben und er den Stimmanteil zusammenbringt, der ihm die Umsetzung seiner Drohungen gestatten wird, werden sein Land, Europa und die Weltwirtschaft für viele Jahre die Folgen dieses Entschlusses durchleben„, lautet es in dem Artikel Greek Voters Need to Look Beyond Syriza’s Dangerous Lies. Die Positionen der SYRIZA bezüglich der Bedingungen des Memorandums kommentierend führt die Agentur an:

Alexis Tsipras erachtet, die Gläubiger Griechenlands würden bluffen, wenn sie mit der Einstellung der Hilfe drohen. Laut Herrn Tsipras ist ihnen bekannt, dass ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone die gesamte europäische Wirtschaft mitreißen wird und sie es somit nicht riskieren werden. Vielleicht, aber berücksichtigen Sie dies: wenn Tsipras tatsächlich glaubt was er sagt, dann ist er bereit, bei einer Pokerpartie mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel um die Zukunft Griechenlands und des ganzen Kontinents zu zocken. Wenn er nicht glaubt was er sagt und weiß, dass Griechenland höchstwahrscheinlich fallengelassen werden wird, dann bringt er sein Land einzig und allein in Gefahr, um Macht zu gewinnen. Im ersten Fall ist er gefährlich, im zweiten zynisch.

Die Griechen müssen sich überlegen, was sie am 17 Juni wählen. Und sie müssen wissen, dass das, was SYRIZA und ihr Vorsitzender sagen, gelogen ist„, schließt der Artikel.

(Quelle: in.gr)

  1. Sundance
    23. Mai 2012, 02:43 | #1

    Tsipras kann den Russen ja einen Marinebasisstützpunkt anbieten. Das bringt Geld und sichere Erdgas Versorgung. ggf sichert es das Überleben Griechenlands.
    Ausserdem wird Gasprom die Mittel haben, die Griechischen Bohrungen zu finanzieren.
    Wird Zeit für Russische Westerweiterung, nachdem die Nato-NWO-usw, immer weiter an die russischen Grenzen mit der Osterweiterung gerückt ist.

    Wer weis wie sich dann Ex Jugoslawien verhält oder die Türkey… wäre ein echtes As für Griechenland. Diplomatie ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mittel.
    Es gibt keine Feinde, nur Interessensgemeinschaften !

    Bin zwar Deutscher, und ich hoffe das der Rest der Welt nicht wieder das Deutsche Volk, für die Ganster die es regieren, pauschal verantwortlich machen wird.

  2. Mark
    23. Mai 2012, 09:34 | #2

    @Sundance
    – Gazprom ist Hochverschuldet und hat kein Knowhow um irgendetwas zu machen.

    – Russland verschenkt sein Erdgas nicht. Die wollen harte Devisen dafür haben.

    – Die Türkei würde sicherlich ihre aggressive Politik gegen Griechenland/Zypern weiter betreiben und wahrscheinlich intensivieren.

    – Nun, Hitler wurde vom Deutschen Volk gewählt. Wobei anzumerken ist das das Deutsche Volk 1933 in großer Mehrheit Antidemokratische Parteien gewählt hat (links sowie Rechts.) Von daher war die pauschale Verurteilung schon richtig. Wobei ich nicht sehen kann das die Deutsche Regierung sich unfair gegenüber Griechenland verhällt. Es ist die totalle Verweigerung der griechischen PASOK/ND die das Land in diese Lage gebracht haben. Und jetzt zeigt sich das hinter dieser Verweigerung wohl das ganz Volk steht. Es ist also Volkes wille die Realität des Veränderungszwanges zu verneinen und zu meinen das es so weitergehen kann wie bisher.
    Aber anscheindend wollen viele Griechen diese ausbeutung durch ihre Beamtenschaft weiterhin hinnehmen weil man sich ja selber wünscht zu diesen Schmarotzern zu gehören.

  3. Ottfried Storz
    23. Mai 2012, 13:10 | #3

    Griechenlands Wirtschaft und Verwaltung ist nach allen Studien extrem ineffektiv.
    Eine OECD-Studie vom Ende 2011 zur Reformfähigkeit des griechischen Staates ergab:
    „Griechenland braucht eine Revolution“.
    Der griechische Staat hat laut dieser Studie extrem ineffiziente Strukturen, schlechte Informationsmechanismen und fehlende Koordination. Die Zentralverwaltung ist unfähig ihre Kontrollfunktionen wahrzunehmen. Das ausgerechnet Tsipras dies schneller verändert, als ND und Pasok, erwartet jedoch kaum jemand.

  4. Andreas
    23. Mai 2012, 13:29 | #4

    #Sundance Das fand ich schon immer das Beste an Pluralitaet und freier Meinungsausserung erg. Demokratie.
    >Wenn eine Parei, Lobby oder wer auch sonst Deine Meinung nicht teilt, findet sich mit Sicherheit immer eine alternative Organisation, Institution oder sonst wer, der dies tut. Auf diese Weise findet man immer seine Lobby.<

    Aber Tzipras ist doch eingefleischter Kommunist! Vielleicht sind ja Kuba und NordKorea bessere Partner. Da sieht es dann mit dem Zuckerbrot fuer Alle doch gleich ganz anders aus.

    Du redest hier entweder ueber 'Oportunismus' (ne super Charaktereigenschaft…), oder ein Superschlauer beutet einfach den naechsten Idioten aus? Bis es kracht! Mischra ist manchmal ein ziemlich boeser Baer!

  5. Holger Lippert
    23. Mai 2012, 13:30 | #5

    …es geht hier nicht ums Rechthaben – es geht nicht ums Prinzip…es geht um die armen Menschen auf der einen – und um die “Konsequenten“ auf der andern Seite. Die Armen wissen, was ihnen blüht – die “Bloombergs“ scheinen es zu ahnen…denn gierig UND feige, das geht auf Dauer nicht …

  6. Peter Adam
    23. Mai 2012, 14:01 | #6

    @Sundance
    Das wär´s…Ich kenne da Leute die richtig kotzen würden, würde Tzipras, nicht unbedingt die Russen, sondern die Chinesen an Bord holen und die Vorkommen abbauen….Türken, Amis, EU und andere würden Bauklötze staunen.

  7. Moe
    23. Mai 2012, 14:33 | #7

    Auch meine meinung @Sundance die griechen haben weniger zu verlieren wenn sie aus dem euro austreten

  8. Schwurbelstein
    23. Mai 2012, 14:51 | #8

    Griechenland steckt in einer Zwangsjacke! Diese wurde hergestellt von der „Firma EURO“. Beim hineinschlüpfen half unser Helmut K. kräftig nach. Richtig festgezurrt wurden die Riemen aber von der damaligen griech. Regierung selbst, durch allzu leicht ermöglichte Kreditaufnahmen, ohne an die Rückzahlung zu denken.

    Wer aber in einer Zwangsjacke gefesselt ist, kann nicht mehr frei atmen u. agieren. Deshalb gibt es für GR nur eines, alternativlos: Zwangsjacke (EURO) mit Gewalt abstreifen u. eigene Währung einführen !

  9. Karola
    23. Mai 2012, 19:51 | #9

    Ich wünsche den Linken in Griechenland Glück und stimme Alexis Tsipras zu. Es geht einfach nicht an, dass Deutschland unter Leitung von Angela Merkel, den ganzen Süden der Eurozone in die Vernichtung stößt.
    Merkel muss von ihrer engstirnigen, ja fast militanten Politik abgebracht werden um Schaden von Deutschland und den betroffenen Ländern abzuwenden.

    Bloomberg, Milliardär und Bürgermeister von New York, nennt sich Philantrop, scheint aber nur dort menschliche Gefühle zu entwickeln, wenn diese Menschen nach seiner neoliberalen Pfeife tanzen. Kein Wunder also, dass er, weil er auch das Geld hat, um zu puplizieren, die Griechen gegen die Linke aufhetzt.

    Bloomberg hätte besser dran getan, Merkel in die Schranken zu weisen, statt den linken Politiker Tsipras der Lügen zu bezichtigen. Denn bisher wissen wir, wer diesen ganzen Schlammassel in Griechenland und der Welt angerichtet haben: Es waren die rechten konservativ-neoliberalen und NICHT die LINKEN.

  10. Karola
    23. Mai 2012, 20:03 | #10

    @Schwurbelstein
    Sie tun gerade so, als hätte Griechenland durch die Kreditaufnahme selbst das Desaster herbei geführt. Das war und ist nicht so.

    GR hätte alle Kredite gut bedienen können, obwohl auch Knebelverträge mit Firmen wie Siemens dabei waren, wenn die finanzielle Rettung der griechischen Banken nicht angestanden hätte. Erst durch diesen finanziellen Einsatz und die drakonische Lohnsenkungspolitik in Deutschland, gerieten nicht nur Griechenland, sondern alle anderen südlichen Länder ins Hintertreffen, weil diese in keiner Weise an eine neoliberale Wende der EU gedacht hatten.

    Griechenland, Spanien, Italien, Portugal waren Länder, die ihr Personal in allen Bereichen ordentlich an den Gewinnen haben teilhaben lassen, wie im Maastricht-Vertrag vereinbart wurde.
    Nur Deutschland hat mit Schröder allen eine lange Nase gezeigt und die ganz und gar neoliberale Agenda 2010 eingeführt, welche der Anfang vom Ende des Sozialstaats Deutschlands war und jetzt das Ende, mit Merkels Hilfe, für die europäischen Südländer bedeutet.

    Das ist nicht hinnehmbar.

  11. Monalisa
    23. Mai 2012, 20:18 | #11

    @Schwurbelst
    Es stimmt, Griechenland steckt in einer Zwangsjacke. Falsch ist aber, dass Helmut Kohl beim Hineinschlüpfen half; das machten die Griechen schon freiwillig. Helmut Kohl war nur der falschen Überzeugung, der Euro würde eine gemeinsame europäische Regierung vorantreiben.
    Die Kredite kamen ja nicht von der deutschen Regierung, sondern von anderen „Investoren“. Diese gaben den Kreditjunkies immer neue Drogen, weil sie richtig spekulierten, die Staaten würden in die Haftung gehen.
    Ich gebe Gerhard Schröder die größte Schuld an der Misere, weil er auf die Maastricht-Kriterien gesch… und damit die Verschuldungswelle angeschoben hat.
    Dafür gehört er verknackt! Aber leider haften Politiker nicht persönlich für solche Rechtsbrüche.
    Jahrelang wählte ich die SPD, aber Schröder brachte mich zum Kotzen mit seiner Sozialabbauagenda und dieser üblen Arroganz gegenüber den europäischen Richtlinien.

  12. Michael
    23. Mai 2012, 21:27 | #12

    „Tsipras lügt und ist gefährlich“, nö, er ist ungefährlich und gehirnamputiert. Wir haben von 2005 bis 2010 „Agenda 2010“-Kost und Ökoterror bekommen. Die soziale Katastrophe wird mit Merkels „Sparen“ bitter und unter Tsipras fürchterlich. Wer glaubt, ewig auf Kosten anderer leben zu können, liegt schief. Unter Tsipras gibt es die Drachme oder den G€uro. Das sind für jeden sofort Griechen -50%, netto. Es entspricht ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und ist deshalb auch keineswegs ungerechter, als das Leben auf Kosten €uropäischer sozial abhängig Beschäftigter. Es gab und gibt und wird auch kein €uropa geben. Aber es gibt in hinreichend bekannten Verträgen No-bailout-Klauseln. Wenn Griechenland aus dem €uro austreten möchte, werden gerade die Deutschen dem niemals im Wege stehen. Nur zu, die Drachme wird bestimmt eine ganz tolle Währung, in der Tat ist der Euro auch nur Dreck, aber niemals eine Währung.

  13. nikos
    24. Mai 2012, 08:42 | #13

    tsipras ist ein clown ,und ich hoffe daß er die wahlen verliert!

  14. Sundance
    24. Mai 2012, 16:20 | #14

    @Andreas
    Hast Du richtig erkannt–Bin reiner Oportunist mit etwas Satiere gemischt, und einer Prise „schwarzem Humor“!
    Immer versuchend mögliche Dinge aufzuzeigen, die nicht in die Kalkulationstabelle passen.

  15. HJM
    24. Mai 2012, 19:45 | #15

    Ich lese die Kommentare mit Interesse. Erstaunlich, wieviel schlichter Unsinn, der aber immer mit Anspruch daherkommt, dabei ist. Verwunderlich darüber hinaus, dass sich niemand mit der tatsächlichen Situation der gepeinigten griechischen Wähler/innen befasst. Abgesehen davon, dass niemand freiwillig den Weg in die Austerität wählt, eine deutliche Mehrheit will die ND und die Pasok nicht mehr. Diese Mehrheit will die alten Böcke mit ihrer Klientelwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität so gern und einmal für immer in den Hades schicken. Aber w e r oder w a s steht denn zur Wahl?? Ist doch eine ideale Ausgangssituation für einen Rattenfänger wie Tsipras. Er wird deshalb aller Voraussicht nach die Wahlen (leider) gewinnen, es sei denn, die (oft wirklich verzweifelte) Wählerschaft würde sich in der unsicheren Hoffnung auf ein Genesungswunder letztlich doch dafür entscheiden, die Cholera noch länger zu erdulden statt in der Pest zu verscheiden.

  16. Peppina
    24. Mai 2012, 23:51 | #16

    @HJM
    Ich weiss ja nicht, wo sie leben. Hier in Griechenland, oder Griechenlandfan oder Haus hier und in Deutschland? Viele Griechen leben mittlerweile im Existenzminimum und darunter. Hier auf dem Lande ist es ertraeglich und keiner wird verhungern. Ob die Haeuser gehalten werden koennen, wegen den Steuern etc. steht noch in Frage. Die Restaurants sind leer und die Lebensmittel in den Supermaerkten sehr viel teurer als in Deutschland. Es geht den Menschen hier sehr an den Kragen. Ich denke, dass viele Griechen so muede sind von der Politik, wie sie bisher betrieben wurde und schoepfen neue Hoffnung in Syriza. Tsipras ist kein Rattenfaenger. Ich hoffe, dass er gewinnt. Mit dem alten Clan gibt es keine Hoffnung. So gibt es Hoffnung fuer einen Neuanfang. Neues Blut und neue Ideen. Griechenland wir nicht untergehen, es wird nur verkauft, wenn Merkel und Co. und ND oder Pasok mitwirken. Ups. da kenne ich ein Lied, von Demos in Deutschland. Es hiess… Neue Maenner braucht das Land, ich schreibs an jede Wand…. von Angie Domday. Naja, ich wuerde sagen, neue Frauen braucht das Land. Jaja, nun wird wieder von wenigem Wissen geredet etc….. nicht informiert sein. Aber Mensch braucht nicht immer so viele Worte. Wenn ich von Hunger in den sogenannten 3. Welt Laender lese und die Kinder sehen, so weine ich unendliche Traenen. Hat unsere Erde nicht genug Geld um alle satt zu machen? Genug Nahrung? Alle haben Angst, ihr Geld zu verlieren, weil Angst ein schlechter Partner ist. Ich finde es gut, dass es eine Bewegung gibt, die gegen diese ganzen Banken protestieren. Geld ist eine Macht, die es gilt zu bekaempfen. Menschen muessten der Mittelpunkt sein.

  17. Lucy Sky
    25. Mai 2012, 09:38 | #17

    @Peppina
    Hallo Peppina!
    Ich hoffe, dass du Recht hast, aber fuerchte auf der anderen Seite, dass Tsipras nicht die Loesung ist. Er verspricht den Glaeubigern auf seinen Reisen, dass GR ALLES zurueckzahlen wird. Uns verspricht er ein Ende der Ausbeutung. Das hoert sich fuer mich gefaehrlich an. Wen wird er nach den Wahlen enttaeuschen? Die Glaeubiger (die ja nebenbei auch ziemlich maechtig sind) oder uns einfaches Volk? Man darf sich von seinem Aeusseren nicht blenden lassen. Lass uns hoffen, dass ich falsch liege.
    1998 hatte ich Hoffnung in Sachen Umweltpolitik und Atomkraft, als die Gruenen in DE mitregierten. Meine Hoffnung erlosch aber sehr schnell, als die, die sich vorher an die Schienen gekettet hatten, ploetzlich die Castor-Transporte begleiteten. Kurz drauf zogen sie dann noch mit in den Kosovo-Krieg. Dann gab es ja nicht mal mehr ’ne Opposition, was das Ganze noch schlimmer macht.

  18. Roditisa
    25. Mai 2012, 10:16 | #18

    Natuerlich luegt Tsipras. So wie jeder Politiker vor den Wahlen. Das ist auf der ganzen Welt so und heisst Wahlkampf.

    HJM hat ganz Recht, man hat als Waehler nur die Wahl zwischen Pest und Cholera und weiss schon, dass es keinen Weg gibt, um eine weitere Verelendung des Landes zu verhindern. Dazu muessten die Beziehungsgeflechte, die sich vom Parlament bis in die kleinen Komunen ziehen und die Buerger zu Klienten degradiert haben aufgeloest werden. So etwas geht nur durch eine Revolution oder ein kollektives Umdenken, das eine neue Bewegung von unten hervorbringt, die sich dann durch die Institutionen an die Macht hocharbeitet.
    Syriza verkoepert keines von beidem. Die wollen auch nur wieder ihre Klientel bedienen.

  19. Babbelnett
    26. Mai 2012, 12:18 | #19

    Griechenland muss sich eben selbst helfen, wenn eine humanitäre Krise droht.

    Die EU schröpfen und betrügen wird zum Glück nicht mehr funktionieren.

    Griechenland muss die reichen Staatsbürger in die Pflicht nehmen und hart enteignen, ihre ausländischen Konten aufspüren, sperren lassen und plündern – schon geht es der Gesamtbevölkerung besser und die humanitäre Katastrophe ist rasch abgewendet.

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