Detailliertes Wahlergebnis Mai 2012 in Griechenland

9. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 3.937

In Griechenland sind nach den Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 insgesamt 7 Parteien in das Parlament eingezogen, von denen jedoch keine eine Regierung bilden kann.

Relevanter Beitrag: Wahlergebnis der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

Das Wahlergebnis der am 06 Mai 2012 durchgeführten Parlamentswahlen in Griechenland brachte insgesamt 7 Parteien ins Parlament und führte praktisch zu einem politischen Patt. Rein rechnerisch könnten Nea Dimokratia (ND) und SYRIZA eine Koalitionsregierung bilden, was jedoch angesichts der politischen Differenzen von vornherein als utopisch galt und in diesem Sinn inzwischen ausgeschlossen werden darf, zumal Antonis Samaras, Parteivorsitzender der ND, bereits am Folgetag der Wahlen (07 Mai 2012) den formal erhaltenen Auftrag zur Bildung einer Regierung umgehend negativ beschied.

Inzwischen wurde Alexis Tsipras, Vorsitzender des aus den Wahlen als zweitstärkste Partei hervorgegangenen SYRIZA-Bündnisses, mit der Bildung einer regierungsfähigen Mehrheit beauftragt und hat dafür maximal 3 Tage – also bis Freitag (11 Mai 2012) – Zeit. Wie aus dem nachstehend detailliert aufgelisteten Wahlergebnis und den bisherigen Erklärungen der übrigen Parteiführer hervorgeht, sind die Aussichten auf die Bildung einer regierungsfähigen Koalition jedoch gering, womit die Möglichkeit erneuter Wahlen (am 10 oder 17 Juni 2012) näher rückt.

Ergänzend sei angemerkt, dass gemäß den seitens des Innenministeriums publizierten Daten von insgesamt 9.949.401 registrierten Wählern 6.476.751 Personen (65,10%) in den insgesamt 20.605 Wahllokalen erschienen und ihre Stimmen abgaben, von denen 6.324.104 (97,64%) gültig, 116.887 (1,80%) ungültig und 35.760 (0,55%) „weiß“ (= Enthaltung) waren. Beeindruckend ist der mit 19% extrem hoch ausgefallene Anteil der Stimmen, welche für Parteien abgegeben wurden, die an der 3%-Hürde scheiterten (siehe auch Ergebnis der Parlamentswahlen 2012 in Griechenland).

Detailliertes Wahlergebnis der griechischen Parlamentswahlen Mai 2012

Partei / Bündnis / Kandidat Anteil Stimmen Mandate
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 18,85% 1.192.054 108
ΣΥΡΙΖΑ-ΕΚΜ SYRIZA-EKM 16,78% 1.061.265 52
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK 13,18% 833.529 41
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 10,60% 670.596 33
Κ.Κ.Ε. KKE (Kommunistische Partei) 8,48% 536.072 26
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi 6,97% 440.894 21
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 6,11% 386.116 19
ΟΙΚΟΛΟΓΟΙ ΠΡΑΣΙΝΟΙ Ökologen – Grüne 2,93% 185.366
ΛΑ.Ο.Σ. LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 2,90% 183.466
ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΚΗ ΣΥΜΑΧΙΑ Demokratische Allianz 2,55% 161.510
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,15% 135.932
Δράση – Φιλελ. Συμμαχία Aktion – Liberale Allianz 1,80% 114.094
ΑΝΤ.ΑΡ.ΣΥ.Α. ANTARSYA 1,19% 75.439
Κοινωνική Συμφωνία Gesellschaftliche Harmonie 0,96% 60.753
ΟΧΙ (ΔΑ-ΕΠΑΜ) NEIN (DA-EPAM) 0,92% 58.459
ΔΕΝ ΠΛΗΡΩΝΩ Ich zahle nicht 0,88% 55.646
Ένωση Κεντρώων Zentrumsbündnis 0,61% 38.439
Σύνδ. Εθνικής Ενότητας Bündnis Nationaler Einheit 0,60% 38.193
Κόμμα Πειρατών Piratenpartei 0,51% 32.487
ΚΟΙΝΩΝΙΑ Gemeinschaft 0,45% 28.502
ΚΚΕ (μ-λ)-Μ-Λ ΚΚΕ KKE ML 0,25% 16.049
ΕΕΚ ΤΡΟΤΣΚΙΣΤΕΣ EEK Trotzkisten 0,10% 6.095
Κόμμα Φιλελευθέρων Partei der Liberalen 0,06% 3.622
Ανεξ. Υποψήφιος Unabhängiger Kandidat 0,05% 3.088
Ο.Α.Κ.Κ.Ε. OAKKE 0,04% 2.616
ΟΚΔΕ OKDE 0,03% 2.002
Αξιοπρέπεια Axioprepia (Würde) 0,01% 775
Κ.Ε.ΑΝ. KEAN 469
ΑΝΕΞ. ΑΝ. ΑΡΙΣΤΕΡΑ … Unabh. Linke der Erneuerung … 307
ΠΑΝΑΘΗΝ. ΚΙΝΗΜΑ Panathinakos-Bewegung 107
Π.Α.Α. PAA (Einzelkandidat) 96
Δημοσθένης Βεργής Demosthenes Vergis 66

(Quelle: in.gr)

  1. Babbelnett
    9. Mai 2012, 00:27 | #1

    Dieses Wahlergebnis erlaubt keine Regierungsbildung. Es wird Neuwahlen geben müssen.

  2. IchDochNicht
    9. Mai 2012, 11:49 | #2

    Gibt es sowas wie Briefwahlen, oder muss jeder Auslandsgrieche erst in die Heimat zurück um zu wählen?

  3. admin
    9. Mai 2012, 14:42 | #3

    @IchDochNicht
    Nein, „sowas wie Briefwahlen“ gibt es nicht, speziell bei den Parlamentswahlen muss jeder Wähler dort wählen, wo er offiziell als Wähler registriert ist.

  4. Michael
    9. Mai 2012, 21:23 | #4

    Was soll es ? Neo Demokratia und PASOK waren indiskutabel. Das ist ein erwiesen korrupter Selbstbedienungsladen. Es war Zeit für einen Neuanfang. Das sollte „€uropa“ aus eigenem Interesse fördern und selbst auch anstreben. €uropa funktioniert NUR mit MEHR Demokratie und WENIGER Staat. Da ist NICHTS VERWERFLICHES. Wir müssen alle UNSEREN GEMEINSAMEN Weg finden.

  5. Babbelnett
    10. Mai 2012, 00:05 | #5

    Ich sehe für Griechenland fünf wichtige Auswege aus der Krise:

    1. Radikale Vermögensbesteuerung griechischer Superreicher (auch von Vermögen im Ausland)
    2. Radikale Reduktion des ohnehin ineffektiven und sehr teuren Beamtenapparates
    3. Reduktion der griechischen Militärausgaben
    4. Konsequente Besteuerung aller Bürger nach sozialen Gesichtspunkten
    5. Investionen von den Steuergeldern (vornehmlich) der Reichen in Arbeitsprogramme für Arme
    6. Austritt aus der Eurozone zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit für einige Jahre

    Hat man diese sechs Punkte konsequent umgesetzt, wird man nach einigen Jahren wieder eine Perspektive von Griechen für Griechen in ihrer Heimat haben.

  6. Climateatheist
    10. Mai 2012, 13:23 | #6

    Ich möchte darauf hinweisen, dass die Partei NEO DEMOKRATIA (bzw. die jeweils stimmenstärkste Partei) nach der Wahl einen 50-Sitze-Mandatsbonus erhält. Das Wahlergebnis der ND mit 108 Sitzen ergibt sich nur durch diesen undemokratischen Mandatsvorteil. Wäre ich Grieche, würde ich meinen Landsleuten diesen pseudodemokratischen Betrug klar machen und sie auffordern, beim nächsten Mal aus dem Lager der „Sonstigen Wähler“ in das Lager der Nicht-ND- und Nicht-Pasok-Parteien zu wechseln, um neuerlich die korrupten beiden alten Parteien unter die 50%-Marke zu drücken als auch zu versuchen, eine parlamentarische Mehrheit herzustellen, die diese 50-Bonus-Mandats-Regelung aus dem Wahlrecht entfernt. Ich verstehe übrigens nicht, dass keine Partei gegen diesen Passus geklagt hat. Spätestens auf der EuGH-Ebene müsste dieser Passus als eindeutig undemokratisch zu kippen sein.

    Ich würde übrigens jedem Griechen raten, sich mit den diversen reichen Bodenschätzen Griechenlands (Öl und Gas im Golf von Kavala / http://www.energean.com; 10.000 Tonnen Uran, hunderte Tonnen Gold, tausende Tonnen Silber, zigtausende Tonnen seltene Erden, 3,9 Bio. Tonnen Steinkohle, Zement, riesige Mengen Bauxit/Aluminium) zu befassen. Hier liegt die finanzielle Zukunft der Griechen. Steigt aus Kyoto aus, verzichtet auf idiotisch-ineffiziente Windmühlen und Photovoltaik-Anlagen, sondern hebt eure eigenen Schätze und verscheppert nicht Eure letzten Reserven an fragwürdige (türk.) Großinvestoren.
    Ihr Griechen seid nur insolvent, ihr seid aber nicht arm. Arm macht ihr Euch selbst, weil ihr den Lügen Eurer Politiker glaubt. Informiert Euch im Netz (energytribune.com usw.). Ihr strotzt vor Reichtum, der unter Euren Füßen liegt. Steigt aus der EUROZONE und der EU aus und lasst Euch nicht länger für dumm verkaufen! Führt die Drachme ein, holt Euch Explorationskredite und hebt Eure Bodenschätze und werdet wieder reich!

    Ihr Griechen wart schon zu Zeiten der Vorsokratiker die Metalllieferanten im Mittelmeer. Ihr seid es immer noch!

  7. CYR
    10. Mai 2012, 13:46 | #7

    @Babbelnett
    Das hört sich zwar alles Bestechend einfach an, aber es wird richtig kompliziert wenn man in die Details geht:

    1. Radikale Vermögensbesteuerung griechischer Superreicher (auch von Vermögen im Ausland)
    Die Superreichen Griechen sind alle nicht in Griechenland angemeldet. Teilweise haben die mehrere Staatsagehörigkeiten. Ihr Ständiger Wohnsitz ist im Ausland . Versteuert wird ihr Vermögen woanders. Die Reichen Griechen haben Ihr Vermögen schon längst in Sicherheit gebracht und da die Verwandtschaft groß und die Steueroasen vielfältig wird man an deren Vermögen nie rankommen. Abgesehen davon müsste wahrscheinlich die Komplette Riege der ND und Pasok ins Gefängnis wegen Steuerhinterziehung/missbrauch. Tja nur wer macht das? Wer hjat Interesse daran und wer nicht?

    2. Radikale Reduktion des ohnehin ineffektiven und sehr teuren Beamtenapparates
    Eine Reduktion des Beamtenapparats hat nur Sinn wenn man flankierende Massnahmen zusätzlich ergreifen kann. A) Arbeitsplätze neu schaffen, B) Überarbeitung der Prozesse in den Behörden c) Regelung wer entlassen werden soll. Solche Arbeiten macht man nicht für EUR 1,50. So was kostet in dieser Grössenordnung Milliarden. Denn bestimmte Arbeiten müssen erledigt werden Stichwort (Lehrer, Polizei, Steuerbehörden, Verwaltung allgemein, usw.)

    3. Reduktion der griechischen Militärausgaben
    Hier hat der militärische industrielle Komplex der EU auch ein Wörtchen mitzureden. Man ist nicht interessiert daran, dass der Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei zur Ruhe kommt. Ein Anruf von der Nato und der ganze Spuck wäre vorbei. Aber D, USA und FR wollen ja ihre neuesten Waffen verkaufen, darum wird über der Aegais eine nette Flugschau inszeniert bei den Piloten aus beiden Ländern immer wieder zu Tode kommen. Währenddessen sprudelt der Sekt bei den diversen Waffenfirmen wenn die wieder einen Milliardendeal eingefädelt haben. Ich möchte dich daran erinnern das Griechenland nur die Tranchen erhalten darf, wenn die Waffendeals weiter bedient werden!

    4. Konsequente Besteuerung aller Bürger nach sozialen Gesichtspunkten
    der einfachste Punkt: wird nur nicht umgesetzt, denn es gibt eine Regel die überall gilt. Der Reichste zahlt am wenigsten Steuer, weil die Steuergesetzgebung für ihn gemacht worden ist.

    5. Investitionen von den Steuergeldern (vornehmlich) der Reichen in Arbeitsprogramme für Arme:
    Vorausgesetzt man könnte die obigen Punkte lösen, wäre nur die Frage was für Arbeitsprogramme? Erhöhung des Beamtenapparates wie in der Vergangenheit geschehen

    6. Austritt aus der Eurozone zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit für einige Jahre
    Das ist ein Juristischer Alptraum. Nur ein paar Stichworte die bedacht und vor allem auch geregelt werden müssen zwischen Griechenland und der ganzen! EU
    -Vermögenstrennung ( nach welchen Stand was passiert mit gr. vermögen was passiert mit EU Vermögen.)
    -Schuldenregelung (Neu und Altschulden )
    -Neue Währung (Welche Wechselkurse, Konvertierbarkeit Isländische Kronen lassen grüßen die darf man zb. nicht konvertieren.
    -Gesetze die u.U. geändert werden müssen. Gelten die EU Gesetze noch, ist das Sinnvoll und möglich.
    -Vermögensstatus ausl. Firmen (VW wird garantiert nicht glücklich sein wenn die Ihr Vermögen in Griechenland in Neue Drachmen konvertieren und Morgen nur noch ein Zehntel wert ist.

    Wenn all diese Kleinigkeiten geregelt sind, könnte es klappen

  8. Climateatheist
    10. Mai 2012, 13:49 | #8

    @babbelnett
    Ein nicht-korruptes Steuersystem bedarf zunächst der Etablierung einer nicht-korrupten Regierung. Die griech. Militärausgaben müssen derzeit wegen der türk. Aggressionspolitik gegenüber Griechenland direkt sowie gegenüber West-Zypern und Israel hoch bleiben, zumal die Türkei bekanntlich kürzlich eine Zusammenarbeit zwischen der NATO und Israel blockiert hat. Die Türkei führt ständig Grenzverletzungen mit Schiffen und Militärjets gegenüber West-Zypern u.v.a. Griechenland durch. Wir verkaufen deshalb nicht umsonst den Griechen U31-Tarn-U-Boote. Die Türkei hat unter Außenminister Ahmet Davutoglu ganz offen die Politik des „Neo-Osmanentums“ (engl. Strategic Depth, Neo-Osmanism) ab 2009 verkündet und mit einer aggressiven Interventionspolitik in den ölreichen Nord-Irak flankiert. Man kann als Deutscher nicht so tun, als würde von der Türkei keine militärische Gefahr u.a. für die NATO selbst ausgehen, denn das ist schlicht nicht wahr.

    >5. Investionen von den Steuergeldern (vornehmlich) der Reichen in Arbeitsprogramme
    >für Arme

    das ist lediglich eine Umverteilungspolitik mit Steuergeldern, die Griechenland einfach nicht besitzt. Die Griechen haben 24 Mrd. Euro Defizit im Staatshaushalt und nehmen knapp 98 Mrd. Euro/Jahr ein. Es muss also neues Geld her. Und dieses Geld muss generiert und nicht geliehen werden. Man muss einfach aus dem Kyoto-Protokoll aussteigen (wie es Kanada auch tat), dann kann man mit Hilfe dt. Investitionen wunderhübsche, saubere Kohlekraftwerke bauen und die 3,9 Bio. Tonnen Kohle in Griechenland verstromen und den Strom u.a. an die energiehungrige Türkei verkaufen. Die muss dann kein Terror-Gas aus dem Iran via der noch zu bauenden Nabucco-Pipeline importieren und auch nicht die nordirakischen Kurden um deren Öl berauben.
    Die Griechen könnten auch über West-Zypern eine Gaspipeline in das vor Israel bis West-Zypern liegende Leviathan-Offshore-Gasfeld legen. Bekanntlich bedroht die Türkei West-Zypern militärisch, um in dessen eigenem Seegebiet illegal nach diesem Gas für die eigenen Zwecke zu bohren. Gelänge dieser Gasimport, könnte man Russlands South-Stream-Pipeline, die kürzlich in Griechenland an das EU-Gasnetz angeschlossen wurde, abklemmen, denn Israel wird sein Gas billiger als Russland anbieten.
    Zudem verfügt Griechenland nachweislich über reiche Uran-, Gold-, Silber- und seltene Erden-Vorkommen im Zig-Milliarden-Maßstab sowie zu Hauf über kleinere Öl- und Gas-Blasen direkt an der Steilküste. Die Offshore-Drilling-Firma Energean Oil&Gas ist derzeit die einzige Firma, die dort bohrt und exploriert. Griechenland selbst ist bezüglich seiner Metallvorkommen nachweislich das einzige Mittelmeerland, was noch nicht durchexploriert wurde. Es liegen dort vermutlich noch erhebliche Metall-Ressourcen. Damit wäre auch das aktuelle Problem mit China, welches den Export seltener Erden eingeschränkt hat, für Europa gelöst. Wir müssten nach diesen Metallen nicht länger in der diktatorisch regierten Mongolei betteln, sondern könnten es bei den demokratischen Griechen einkaufen.

    >6. Austritt aus der Eurozone zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit für einige Jahre

    Nein, Griechenland (wie auch Deutschland) muss KOMPLETT RAUS aus der EUdSSR. Wir müssen zurück zu einer EU-weiten Freihandelszone, ohne dass wir unsere demokratischen Bürgerrechte an eine nachweislich (http://www.youtube.com/watch?v=JhMAKgbvS6w) hochkorrupte EU-Komissarsebene in Brüssel, Luxemburg und Straßburg verlieren.
    Wir brauchen freien Waren-/Dienstleistungsaustausch innerhalb der heutigen EU, auch liebend gerne ein freies Niederlassungs-/Reiserecht a la Schengen und auch gerne billige EU-Überweisungen und Handy-Kosten. Aber wir brauchen keine bankrotte gemeinsame Währung und keine direkte Wahlmanipulation der EUdSSR-Ebene in Griechenland oder Italien, wo man sofort sehen konnte, dass widerspenstige Politiker wie Papandreou binnen drei Tagen gefeuert wurden. Wir brauchen mehr eigene Demokratie im Land und das zügig. Dann können wir mit den Griechen fair und auf Augenhöhe handeln. Wir liefern Ihnen Autos und nötigenfallsauch Rüstungsgüter gegen die türkisch-expansive Machtpolitik, die Griechen hingegen liefern uns Öl, Gas und seltene Erden. So wäscht die deutsche die griechische Hand und wir beide sind zufrieden.

    Es kann nicht angehen, dass wir den Griechen einfach 22 Mrd. Euro in den Rachen werfen und dies bei einem Außenhandelsvolumen von 7 Mrd. Euro/Jahr bzw. einem dt. Überschuss von lächerlichen 5 Mrd. Euro/J. Davon haben die Griechen nichts (weil sie sich immer weiter verschulden) und wir auch nicht, weil wir unsere exportierten Güter nie mit anderen Gütern zurückfinanziert erhalten. Denn Geld kann man bekanntlich nicht essen.

    Wir wirkliche Problematik der Unterschiede der Wirtschaftskraft liegen in einem extremen Ungleichgewicht der Target-Kredit-Verteilung -> http://www.youtube.com/watch?v=1NHVmOT2IwQ und einer extrem ungleich verteilten Inflationsrate -> http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac .

    Die Griechen haben immer mehr Inflation als wir, ergo sind unsere Produkte IMMER ein Stück günstiger als jene der Griechen und zwar selbst dann, wenn die Griechen exakt so produktiv wären, wie wir es sind. Ergo müssen die Griechen ihre Ressourcen heben, dadurch sinkt die Inflation (weil Güter produziert werden) und sie können zu uns aufschließen. Aber exakt das Gegenteil wird politisch getan. Und zwar sowohl in Berlin als auch in Luxemburg/Brüssel als auch durch die Neo Demokratia/Pasok-Inkompetenz in Griechenland. Und genau das muss endlich beendet werden.

    Griechenland und deren Ressourcen gehören den Griechen. Wir kaufen jene den Griechen liebend gerne zu fairen Preisen ab! Niemand muss akzeptieren, dass im Namen der Bundesrepublik Deutschland ein „Finanzfaschismus“ a la Merkel die Griechen ausplündert. Das macht nur Ärger und Probleme. Ich will wieder gerne als Deutscher nach Griechenland fahren können, weil wir faire Geschäftspartner sind. Ich will nicht, dass mich ein Grieche mit der Inkompetenz der Ex-FDJ-Sekretärin Merkel gleichsetzt. Ich will griechischen Wein, Gyros UND griechische Metalle, Öl und Gas!

    Hat man diese sechs Punkte konsequent umgesetzt, wird man nach einigen Jahren wieder eine Perspektive von Griechen für Griechen in ihrer Heimat haben.

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