Hälfte der Hotels in Griechenland zu Ostern geschlossen

15. April 2012 / Aufrufe: 661

Zum orthodoxen Osterfest 2012 meldeten die Hotels in Griechenland Auslastungen von bestenfalls 50 Prozent, während auf den Inseln 30000 Stornierungen verzeichnet wurden.

Die meisten griechischen Inseln empfingen in diesem Jahr zu Ostern keine Griechen. Die Schiffe zu den Kykladen, nach Kreta und zu den Dodekanes-Inseln legten am vergangenen Donnerstag Und Freitag (12/13 April 2012) zwar voll ausgelastet ab, jedoch haben fast 30.000 Personen ursprünglich geplante Reisen zu Zielen auf den Inseln storniert.

Zu dem diesjährigen Osterfest öffnete nur die Hälfte der (Saison-) Hotels, und selbst in diesen erreichten die Auslastungen bestenfalls 50%, wie beispielsweise auf Kreta, während traditionelle Osterziele wie Korfu oder Patmos Buchungsrückgänge von bis zu über 60% verzeichneten.

Wie die Zeitung „Ethnos“ berichtete, blieben auf Santorin infolge der geringen Nachfrage 80% der Hotels geschlossen. Auf dem Festland wurden dagegen sogar erhöhte Besucherzahlen beobachtet, jedoch verbringen die meisten Oster-Urlauber ihren Aufenthalt in den Häusern ihrer Eltern oder bei Freunden und Verwandten anstatt in Hotels.

(Quelle: Newsbeast.gr)

  1. Kostas
    15. April 2012, 20:59 | #1

    Es ist für die griechische Wirtschaft sehr tragisch, wenn auch noch die Tourismus-Branche einbricht. Warum sehen wir nicht mehr gut organisierte Pauschalangebote, z.B. über die deutschen Lebensmittel-Discounter? Santorini, wie auch viele andere Orte – Fehlanzeige.
    Warum nicht auch mehr Angebote für spezielle Zielgruppen (an Kultur Interessierte).
    Die Strände gehören bald ganz den Urlaubern aus Osteuropa. Schade!

  2. Heinz
    16. April 2012, 14:32 | #2

    @Kostas

    Die Frage könnte vielleicht damit beantworten, dass ich meine Kunden nicht beschimpfen sollte, bevor sie überhaupt da sind und nicht die, die überhaupt noch kommen, denn sonst kommen die auch nicht mehr.

    Und das Phänomen mit den Gästen aus „Osteuropa“ erleben auch andere Länder. Grund: Es wird nur noch auf das Geld geschielt. Das kann fatale Folgen haben.

  3. Ariadne
    16. April 2012, 14:57 | #3

    @Kostas
    Warum es nicht mehr Pauschalangebote gibt? Weil GR es versäumt hat, in die touristische Infrastruktur zu investieren. GR ist einfach unattraktiv geworden. Sonne allein genügt eben nicht. Schmutz, Korruption, Unfreundlichkeit, billige und alte Infrastruktur – damit lässt sich niemand mehr hinter dem Ofen hervor locken. Besonders dann nicht, wenn es in der Türkei doppelt so gute Angebote zum halben Preis gibt. Und die Leute dort sind auch noch freundlich! Was für ein Affront für die Griechen.

  4. Lina
    16. April 2012, 16:36 | #4

    In dieser Angelegenheit ist die Türkische Hotellerie den Griechen weit voraus,ich verbringe meinen Urlaub immer im Winter in der Südtürkei zum Schnäppchenpreis und ich Buche bei Aldi tours,das könnten doch die Griechischen Hoteliers auch machen,,im Winter die Hotels auf den Inseln geöffnet haben das bringt am Schluss auch Arbeit für die Angestellten und natürlich auch Geld

  5. Juls
    16. April 2012, 19:47 | #5

    @ Lina und Stavros

    Wartet mal ein noch ein wenig…wenn es weiter geht, dann sind wir hier in Griechenland mit den Gehaeltern, so weit unten wie z.B. in der Tuerkei….geht nun nicht nicht von heute auf morgen..braucht noch ein paar Tage….dann kann man natuerlich auch nur Einheimische nehmen…..

    die bekommen das noch hin, Troika und IWF, und dann kann man bei Aldi und Co..Griechenland zum Spottpreis buchen( da habe ich keine Sorge)……und wer dann nicht freundlich genug ist zu den Touristen wird, wird halt gegen neue Mitarbeiter ausgetauscht…….bei der Arbeitslosenzahl bekommen wir das alles noch hin……. der Kunde ist doch Koenig, gelle! :-))

    Galgenhumor ist auch eine Art von Humor!!

  6. Stavros
    16. April 2012, 19:00 | #6

    @Lina
    Sehr , sehr gute ANREGUNG von Lina!!!!
    Umdenken müssen die Griechen und – wo es möglich ist – auch den Rentner-Tourismus fördern! Da liegt ein grosses Kapital drin, denn diese Altersklasse hat doch Geld im Strumpf (auf der Bank), da sie weise voraus gedacht haben.
    Da müssen eben auch einige Hallenbäder gebaut werden für die kühleren Monate. Aber das ist eine grosse Chance um Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen: aber BITTE NUR FÜR EINHEIMISCHE und nicht für Billigarbeiter aus dem Orient!
    Altersresidenzen sind auch eine Geldquelle, aber in Griechenland kennt man das fast NICHT!
    Kopf hoch, meine Freunde, und die Hemdärmel aufkrempeln,dann gehts bergauf!
    Liebe Grüsse an alle von Stavros aus der Schweiz.

  7. Xeinz
    16. April 2012, 20:08 | #7

    Aber du brauchst Menschen die anpacken, Menschen die mit Freude eine Dienstleistung erbringen wollen. In manchen Regionen in Griechenland ist das Serviceangebot eine absolute Katastrophe. Ich habe seit 25 Jahren mit Griechenland Erfahrungen gesammelt, daher meine Skepsis. Die jungen Leute müssen sich lösen von den alten Vorbildern und Denkstrukturen. Ich habe in Griechenland immer und immer wieder erlebt, dass einige (nicht alle) Griechen immer wieder das schnelle Geschäft bevorzugen, ob der Kunde noch einmal wiederkommt ist oft völlig egal.
    Übrigens: Ich erhole mich immer in Spanien, da ist der Service um „Klassen“ besser und die haben eine klare Kundenorientierung. Warum ich immer noch in Griechenland bin? Weil ich ein Haus habe, dass ich aktuell nicht verkaufen kann und weil ich immer noch hoffe, dass die Griechen, gerade jetzt, ihre Chance erkennen und etwas auf die Beine stellen. Ich würde mich wirklich freuen. Aber inzwischen merke ich, wie meine Zweifel nicht kleiner werden. Habe ich auf das falsche Pferd gesetzt habe, denn Sonne allein reicht mir nicht mehr….

  8. Lucy Sky
    16. April 2012, 20:23 | #8

    Also um mit den Tuerkischen Angeboten mithalten zu koennen, muesste GR zur Drachme zurueck. Oder andersherum: Haette die Tuerkei den Euro, waere dort auch nicht mehr lange der Billigtourismus moeglich. Wir leben vom Tourismus, wie sollen wir bei den Kosten bitteschoen mit den Preisen runtergehen? Es ist so schon schwierig genug!

  9. iaourti iaourtaki
    17. April 2012, 11:06 | #9

    @Stavros
    Die müssen dann aber noch ihre Ärzte mitbringen, weil die nämlich zu doof sind, Sprachen zu lernen. Diese Ärzte sollten sie dann auf Schritt und Tritt begleiten, damit die nicht beim Wandern Richtung Loutro verdursten oder auf einem Leihfahrrad westlich von Leonidio einen Herzinfarkt bekommen. Außerdem sollten sie Meerwasserentsalzungsanlagen mitbringen, damit genug Trinkwasser zum täglich dreimaligen Duschen oder die Hallenbäder vorhanden ist, die Energie gewinnt sich dann im gesunden Workout mit den ganzen Rentner auf Heimtrainern und ich hab endlich einen Job und kann dann die Peitsche schwingen.
    Wenn man schon so unüberlegt abknallt, dann doch bitte richtig. Fragen wir doch mal das Anschütz Imperium, ob sie nicht ein paar Eisstadien bauen wollen und Eishockey in Griechenland einführen.

  10. iaourti iaourtaki
    17. April 2012, 11:29 | #10

    @Heinz
    Ging’s nicht um den Tourismus zu Ostern? Meiner billigen Meinung nach sind doch wohl die meisten Hotelgäste zu Ostern Einheimische und außerdem hatten bereits 2010 ein Drittel der Hotels und vor allem kleinen Pensionen zu Ostern gar nicht erst auf gemacht. Von welchen Beschimpfungen ist denn eigentlich die Rede? Irgendwelches Pressefuzzigeschmiere und eine leicht angekokelte deutsche Plastikfahne? Also bitte, als wenn der Michel wirklich so doof wäre und den ganzen Mist für voll nimmt und vor allem der Michel, der dann gar nicht mehr Michel heisst, Griechenlandfan ist und zusammen beim Unterm-Tisch-Saufen mit lecker „schwarz“-gebranntem Tsipouro zu Barbunia über die dicke FDJ-Anscheisser-Milchkuh im historischen Kostüm mit buddhistischen Sonnenrädern oder Hopisymbolen ablacht und sich aber dann doch mal kräftig aufregen muß, wenn der liebe Hr. Markwart vom Fokus völlig genial feststellt, daß der Trojanervirus den völlig falschen Namen hat, weil ja im Pferd Griechen drinne saßen.
    Niemals vergessen: Hera und Zeus sehen alles, sowohl die Hetze seit mehreren Jahren, als auch die antihellenistische Hetze vom Rollstuhlkommandanten, in der Hoffnung, daß die NPD verboten werden muß, weil die Zusammenarbeit von Verfassungsschmutz und NSU-Isetta zu offensichtlich werden könnte, und in der Hoffnung dann 7-8% Potential Stimmen von Rechtsaußen abzugreifen.
    Der Oberhammer war ja eh, daß der vom NSU exekutierte Grieche ja angeblich ein Türke aus Thrazien war, nur warum hatte der bloß einen griechischen Namen? Neben „Neger“, „Zigeuner“ und „Kanake“ gibt’s jetzt was brandheiß Neues. Schade, daß ich keine nationale Identität habe, ansonsten würde ich mal richtig ausrasten.

  11. iaourti iaourtaki
    17. April 2012, 11:56 | #11

    Für fast alle: Irgendwie kriege ich den Bogen nicht so ganz mit, aber seit wann hat denn Griechenland großartig etwas von Pauschalreisen, am besten noch All Inclusive? Die Konzerne kaufen dann ja noch nicht mal die Lebensmittel im Land, der ganze Profit geht an TUI und Konsorten, die ihren Kunden verschwiegen haben, daß die letzten zwei Jahre zur Saison die Flughafengebühren gestrichen wurden.
    Und seit wann gibt es bitteschön Souvlaki oder Giro Pita in der Türkei und wer fährt überhaupt da mit gutem Gewissen hin, schliesslich ist das eine Diktatur und die sind nur solange freundlich, bis du nichts gegen ihren großen Massakerhelden Atatürk sagst.
    Außerdem, warum soll man die Kopie nehmen, wenn’s das Original gibt? Die sind ja noch nicht mal in der Lage ihren Küsten eigene Namen zu verpassen: Von wegen „türkische Reviera“…

    Außerdem ist es ein frappierender Irrtum zu glauben, Tourismus wäre die Rettung. Im Gegenteil, er macht das Land kaputt und zu einem Disneyland. Anstatt auf Devisen zu schielen, macht es mehr Sinn Industrien und Wirtschaft aufzubauen. Vor allem, weil es doch auch so lecker ist, wenn dann in ein paar Jahren die meisten Hotels leer stehen, weil die lieben Billigtouris dann alle – dank „arabischem“ Frühling – in Nordafrika Verwöhnprogramm bekommen.

  12. Ariadne
    17. April 2012, 16:16 | #12

    @Xeinz
    Wir sitzen im gleichen Boot!

  13. Ariadne
    17. April 2012, 16:22 | #13

    @Xeinz
    …oder sollte ich lieber sagen „auf dem gleichen Pferd“?

  14. Heinz
    17. April 2012, 18:16 | #14

    @iaourti iaourtaki

    Muss man das jetzt irgendwie verstehen???

  15. Ariadne
    18. April 2012, 09:50 | #15

    @Heinz
    DAS frage ich mich schon länger bei den Beiträgen von iaourti iaourtaki.

Kommentare sind geschlossen