Elektronische Einkommensteuererklärung in Griechenland

9. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 867

In Griechenland müssen 2012 unter anderem auch Arbeitnehmer mit Jahreseinkommen ab 12000 Euro ihre Einkommensteuererklärung obligatorisch elektronisch einreichen

Ab diesem Jahr müssen die Einkommensteuererklärungen der Arbeitnehmer und aller Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Immobilien, landwirtschaftlichen Aktivitäten oder Auslandseinkommen erzielen, obligatorisch elektronisch per TAXISnet eingereicht werden, sofern ihr Jahreseinkommen 12.000 Euro übersteigt. Diese Regelung ist in einem Beschluss des stellvertretenden Finanzministers Pantelis Ikonomou im Rahmen der Politik zur Vereinfachung der Steuerverfahren und der Erleichterung der Steuerpflichtigen vorgesehen.

Von dieser Verpflichtung sind Steuerpflichtige ausgenommen, welche Einkommen aus Renten haben, außer wenn sie auch Einkommen aus einem Personenunternehmen oder einem freien / selbständigen Beruf erwerben oder an einer Kommanditgesellschaft oder Offenen Handelsgesellschaft beteiligt sind.

Die Regelung betrifft alle Erklärungen, welche entweder von den Steuerpflichtigen selbst mit ihren persönlichen Zugangsdaten oder von einem bevollmächtigten Buchhalter – Steuerberater mit dessen persönlichen Zugangsdaten eingereicht werden, wobei es im letzteren fall keine Rolle spielt, ob die Steuerpflichtigen selbst bei den elektronischen Diensten des TAXISnet registriert sind oder.

Zugangsdaten für TAXISnet werden ggf. per Einschreiben zugeschickt

Weiter wird in dem Beschluss klargestellt, dass in Fällen, in welchen keine Möglichkeit zur elektronischen Einreichung besteht, oder sofern von dem zuständigen Finanzamtsleiter in Ausnahmefällen befunden wird, dass ein reales Unvermögen zur Abgabe der Erklärung auf elektronischem Weg besteht (z. B. Steuerpflichtige, die in abgelegenen Gebieten ansässig oder in einem hohen Alter oder nicht mit der Nutzung des Internets vertraut sind), die Möglichkeit zur Einreichung in schriftlicher Form bei den zuständigen DOY gewährt wird.

Den Steuerpflichtigen wiederum, welchen dieses Jahr wegen ihrer Verpflichtung zur elektronischen Abgabe der Steuererklärung keine Formulare zugeschickt werden wird, und die nicht bereits verifizierte Nutzer des TAXISnet sind, wird die Datenverarbeitungszentrale (GGPS) die erforderlichen (vorläufigen) Zugangsdaten per Einschreiben zuschicken, damit sie ihre diesjährige Steuererklärung gegebenenfalls auch ohne vorherige Abwicklung des regulären Registrierungsverfahrens für das griechische Steuerportal TAXISnet elektronisch per Internet einreichen können.

Ebenfalls wird die ursprünglich am 30. Juni 2012 auslaufende Gültigkeitsdauer der Zugangsdaten bereits vor der Inbetriebnahme des neuen TAXISnet registrierter Benutzer der elektronischen Dienste bis einschließlich 31. Dezember 2012 verlängert. Die Zugangsdaten der TAXISnet-User, die derzeit die bestehenden elektronischen Dienste nutzen, bleiben folglich bis Ende des Jahres für die Abgabe jeder Art von Erklärung gültig.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die elektronische Abgabe der Einkommensteuererklärung bereits seit vergangenem Jahr für alle Freiberufler, Gewerbetreibenden, Selbständigen und an juristischen Personen Beteiligte obligatorisch ist. Kommanditgesellschaften und Offene Handelsgesellschaften können dagegen weiterhin ihre Steuererklärungen wahlweise auf konventionelle Weise (in Papierform) oder elektronisch per Internet einreichen.

(Quelle: Newsbeast.gr)

  1. Babbelnett
    9. April 2012, 03:57 | #1

    Ich verstehe nicht, warum man in Griechenland erst ab einem Jahreseinkommen von 12.000 Euro Steuern zahlen muss?
    In Deutschland zahlt man bereits Steuern ab einem Einkommen von 8.000 Euro!

  2. admin
    9. April 2012, 06:02 | #2

    @Babbelnett
    Das ist mal wieder hirnverbrannter Schwachsinn: Der persönliche (Einkommen-) Steuerfreibetrag beläuft sich in Griechenland derzeit auf 5.000 € und soll ab diesem Jahr auf Druck der Troika möglicherweise völlig gestrichen werden, außerdem wird jedem Steuerpflichtigen schon allein nur aufgrund der Tatsache, dass er lebt, ein fiktives Jahreseinkommen in Höhe von minimal 3.000 € (Ehepare 5.000 €) unterstellt. Für Deutschland würde dies bedeuten, dass selbst Empfänger von Harz IV bzw. ALG 2 auf jeden Fall kräftig zur Einkommensteuer zur Kasse gebeten würden – was eventuell sogar früher als erwartet eintreten wird.

    Im übrigen verschonen Sie uns bitte zukünftig mit Ihren stupiden Kommentaren (im Vorliegenden wurde das Pamphlet auf obiges Statement reduziert) und Hasstiraden (die eh unbesehen gelöscht werden), es gibt genug einschlägige Plattformen, auf denen Sie sich unbehelligt mit Gleichgesinnten austauschen und um den niedrigsten IQ wetteifern können.

  3. Monalisa
    9. April 2012, 11:17 | #3

    @admin
    Ihr Ton im Blog wird rauer. Warum? Selbst wenn jemand etwas Falsches schreibt, brauchen Sie ihn nicht mit Äußerungen wie „hirnverbrannter Schwachsinn“ herunter zu machen. Ein schlichtes und sachliches: „Ihre Darstellung ist falsch.“ hätte genügt. Das Niveau hier war doch bisher nicht schlecht. Warum geben Sie das auf? Warum lassen Sie sich herunter ziehen?

  4. Juls
    9. April 2012, 13:26 | #4

    @Monalisa

    wer weiss was der Admin evtl. so alles lesen „muss“ was sehr wahrscheinlich schon garnicht freigeschaltet wird…..der Admin ist auch nur ein Mensch…..

    so denke ich mal…..

  5. admin
    9. April 2012, 13:16 | #5

    @Monalisa
    Der vollständige Kommentar durfte schon allein unter strafrechtlichen Aspekten nicht freigeschaltet werden, was wohl den Ton wenn nicht unbedingt rechtfertigt, so doch zumindest erklärt.

  6. Griechin62
    9. April 2012, 15:31 | #6

    @admin

    Danke!

  7. Nanu
    9. April 2012, 16:37 | #7

    @Babbelnett
    Im Artikel steht eindeutig, dass die elektronische Steuererklärung ab dem Jahreseinkommen ab 12.000 euro gilt und nicht der Hinweis, dass eine Steuerpflicht ab 12.000 EUR gilt. Alles was darunter ist muss lediglich nicht in elektronischer Form abgegeben werden, aber trotzdem gemacht werden.

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