Milizionäre bilden Bürger in Griechenland aus

17. März 2012 / Aufrufe: 8.819

In Griechenland werden Bürger von Mitgliedern rechtsradikaler Gruppierungen rekrutiert und mit dem Ziel ausgebildet, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen.

Gruppen selbsternannter Milizionäre, deren Funktion und Zweck intensiv an paramilitärische Organisationen erinnern, streben danach, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Organisierte Gruppen mit einem Hang zum Rechtsradikalismus rekrutieren Bürger und bilden sie aus. Diese gefährlichen Phänomene breiten sich aus und rufen ältere Epochen in Erinnerung.

Mit einer rein rechtsradikalen Rhetorik versuchen die Mitglieder dieser Gruppen die Phänomene der Kriminalität auszunutzen und ihre Rolle als „Helfer“ der Sicherheitskräfte und des Militärs aufzuzeigen. Das nationalistische Wort herrscht vor, da die Gefahr aus dem Osten drohe, während diese Gruppen eindeutig auf „Sturmbataillons“ verweisen. Eine Fülle liierter Internetpräsenzen streichen die Bedeutung heraus, welche die Schaffung einer „patriotischen Bürgerwehr“ zu dem – wie sie sagen – Zweck habe, „in der kritischen Stunde bereit zu sein„.

Griechische Bürgerwehr nach dem Vorbild der USA

Laut der Zeitung „Ethnos“ hat eine dieser Gruppierungen schon vor sehr langer Zeit „Trainingsübungen“ in den … Bergen organisiert, damit die „Volontäre“ bereit sind, dem … bewaffneten Aufstand gegenüber zu treten und in das Chaos einzugreifen, welches entstehen wird. Die organisierten Rekrutierungsaktionen erfolgen über Social Media, wo nicht nur alle Informationen über die Rekrutierung von Mitgliedern erteilt werden, sondern auch versucht wird, diese Aktivitäten mit der außerordentlichen Lage des Landes zu rechtfertigen.

Einen unterschiedlichen Modus und Weg wählt das Griechische Zentrum für Waffenkontrolle, da es zur Bildung einer griechischen Bürgerwehr nach dem Modell der amerikanischen Bürgerwehr schreitet und sogar auch Schüler rekrutiert. Mit dem Anstieg der Kriminalität als Begründung schritt das Griechische Zentrum für Waffenkontrolle zur Gründung der „Griechischen Bürgerwehr“ (Hellenic Neighborhood Watch) und betont, dass sie weder eine private Firma zur Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen noch ein Handelsunternehmen darstellt.

Der Bürgerwehr können auch Männer der Sicherheitseinheiten beitreten, und wie unterstrichen wird, „… werden sie die Ränge ihrer Hierarchie beibehalten, mit der Möglichkeit zu Beförderungen innerhalb der Organisation auch für die Jüngeren„. Diese Gruppen werden rund um die Uhr Kontrollgänge ausführen und Straftaten jeder Natur ausmachen, während sie „im Fall von Bränden und jeder Art natürlicher Katastrophen und sozialer Unruhen besonders nützlich sein werden„.

In einer einschlägigen Bekanntmachung im Internet erfolgt ein Aufruf an junge Leute, sich einzubringen, da „die griechische Polizei im Fall einer Erhebung nicht den Anforderungen der Sicherheit der griechischen Bürger entsprechen können wird„. Jedenfalls wird betont, dass die Bürgerwehr sich nicht in die Unterdrückung der Demonstrationen einmischen wird.

Rekrutierung Jugendlicher und militärischer Reservisten

Die Rekrutierungsaktion richtet sich auch an Jugendliche über 16 Jahren und bietet ihnen eine Online-Ausbildung an. Die Schüler werden auf dem Schulhof aggressive Verhaltensweisen aufnehmen und sich auf kontinuierlichen Kontrollgängen befinden. Auf diese Weise „wird sich ihr jugendlicher Elan abreagieren, ohne dass sie gebrandmarkt werden und sich dunklen Gruppierungen unterwerfen„, da die griechische Bürgerwehr „sich nicht in konspirativen Zellen versteckt, keine Vermummungen trägt und auch keine Knüppel und Lanzen mit sich führt, sondern mit allen staatlichen und gesellschaftlichen Trägern kooperieren und öffentlich anerkannt und akzeptiert sein wird„.

Eine spezielle Einladung erfolgt wegen deren harter Ausbildung an die Reserve-Pioniere, da sie diese aufrufen, die Gruppenführer der griechischen Bürgerwehr zu werden, welche auch die übrigen Mitglieder der Griechischen Bürgerwehr ausbilden können. Als Modell für die Gründung der Bürgerwehr folgt sie dem Beispiel der Reservisten des Militärs der USA und hat – wie betont wird – „das Ziel, die lokalen Reservisten-Clubs in eine gemeinnützige Formation nationaler Sicherheit einzugliedern„, damit sie „ aus der Reserve in die aktive Tätigkeit“ wechseln.

Es wird sogar angemerkt, dass es schwierig sein wird, dass die Reservisten-Clubs von der griechischen Gesellschaft als „Sicherheitskräfte“ akzeptiert werden, und deswegen eine gemeinnützige Organisation wie das Griechische Zentrum für Waffenkontrolle benötigt wird, welche die erforderliche Dimension geben wird.

Diese Gruppen werden auf den Straßen patrouillieren und während der Dauer ihrer Kontrollgänge „neben ihren üblichen Tarnanzügen die Abzeichen der griechischen Bürgerwehr tragen„. Weiter werden sie auch einen Geschäftsführer bestimmen und Hefte mit Beitragscoupons haben. Die gesammelten Beiträge werden zu 70% auf ein Konto der lokalen Organisation für Ausgaben wie für Ausrüstung und Übungen eingezahlt und der restliche Betrag wird auf das zentrale Konto für die Betriebskosten überwiesen werden.

(Quelle: Newsbeast.gr)

  1. Holger Lippert
    17. März 2012, 10:20 | #1

    …. so – was Wunder, wenn von den reichlich 170 Milliarden “Hilfe“ knapp 50 an“Hilfe“ für die Banken gehen und rund 30 (oder mehr) für die Absicherung eben dieser Kredite verwendet werden. Fuer den eigentlichen Zweck – das ausgepowerte Volk – verbleiben 60 Milliarden- das ist ein bisschen viel “Tara vom Brutto“ – um eine griffige Wendung abzuwandeln … die Diktatur der 70-er Jahre als Glanzstück unserer Sanierungskuenste ….

  2. Ekki
    17. März 2012, 12:17 | #2

    Interessant. Diese Segmentierung eines Landes erinnert irgendwie an ähnliche Szenarien in Iraq, Libyen, Ukraine, Syrien, Thailand etc. etc.? Es wäre erhellend die Vergangenheit der Organisatoren dieser „Bürgerwehren“ zu erfahren und wer hinter ihnen steht.

  3. Roman
    17. März 2012, 13:23 | #3

    De facto Faschismus im Anfangsstadium.

    Es werden also Bürgerwehren gegründet, die eventuelle Aufstände unterdrücken sollen.
    Man macht sich die jugendliche Naivität zunutze und installiert nebenher eine irreguläre Armee.

    Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gelder für eine derartige Aktion von „Ganz Oben“ kommen. Auch kann davon ausgegangen werden, dass sich auf diesem Wege eine Verschärfung des Konfliktes anbahnen wird. Es gilt als sicher, dass Schusswaffen zum Einsatz kommen. Dies ist der Beginn eines faschistischen Staates.

    Herzlichen Glückwunsch Griechenland.

    Resultat wird eine Militärjunta sein.

  4. 17. März 2012, 17:00 | #4

    Also man soll ja sowas nicht verharmlosen,

    aber richtig ernst, kann ich es auch nicht nehmen.

    Habe noch nichts derartiges in meinem Umfeld gehoert, werde aber mal rumhorchen…..

  5. marco
    17. März 2012, 17:37 | #5

    Gibt es in Italien schon lange-selbst Ausländer machen dort mit!

  6. ivan
    17. März 2012, 18:53 | #6

    Ja,wer sind denn die grössten Idioten und Erfüllungsgehielfen der Globalisierung?
    Der LINKE Gutmensch.
    Mal über die Weltherrschaftsansprüche der sogenannten Finanzelite nachdenken.

  7. Metaxa
    17. März 2012, 20:55 | #7

    Die ELAS und ELAN lassen Grüßen, und der Onkel Mikis hat Spass in den roten Backen!

  8. Uzi Uggs
    17. März 2012, 21:20 | #8

    Uiih, sogleich wird die Faschismuskeule ausgepackt, wenn besorgte Patrioten ueber die Sicherheitslage im zugespitzen Krisenstadium nicht nur in Cafe-Bars palavern, sondern Buergerinitiative zeigen. Viel Spass im Ernstfall den Gutmenschen beim vergeblichen Notruf bei der voellig ueberlasteten Polizei oder Feuerwehr!

    Uebrigens finde ich es ausgesprochen erholsam, wenn der „Griechenlandfeind“ mal nicht im Norden verortet wird. Verdaechtig! Ich schaetze, in ein paar Wochen erfahren wir aus der griechischen Presse, dass hinter Neighbourhood-Watch auf der ganzen Welt eigentlich Frau Merkel und die deutsche Waffenindustrie stecken.

  9. V99 %
    17. März 2012, 21:38 | #9

    Hat sich mal jemand die Videos von dem „Griechischen Zentrum für Waffenkontrolle“ angesehen?
    Wenn so was umgesetzt werden soll, muessen sich Pizzaboten bald mit kugelsicheren Westen ausstatten. Bleibt zu hoffen, dass als Bewaffnung wirklich „keine Knüppel und Lanzen“ mit sich gefuehrt werden, aber auch keine Schusswaffen. Minderjaehrige haben in solch einem Programm nichts zu suchen.

  10. Mäki
    19. März 2012, 09:35 | #10

    Das klingt danach, daß die griechische Gladio-Armee aktiviert wurde, denn diese Geheimarmee rekrutiert hauptsächlich rechtsradikale. Nun scheint der Ernstfall eingetreten zu sein, und die Gladiozellen beginnen mit der Rekrutierung von Kämpfern. (Literatur dazu: Daniele Ganser NATO-Geheimarmeen in Europa)

    Grundsätzlich garantiert eine bewaffnete Bevölkerung Demokratie. Denn nur eine bewaffnete Bevölkerung kann eine Tyrannei verhindern. Hingegen ist Tyrannei vorprogrammiert, wenn nur eine kleine Gruppe (z.B. Militär, Polizei) über Waffen verfügt, die Bürger jedoch nicht.
    (Caroll Quigley, Tragedy & Hope)

    Das ist der Grund, warum der 2. Verfassungszusatz in die US-Verfassung gekommen ist und heute verteufelt wird. Der Feind einer Tyrannei ist immer die eigene Bevölkerung

  11. Meister von Rechts
    20. März 2012, 18:33 | #11

    Es ist wirklich und endlich an der Zeit, dass in ganz Europa rechte an die Macht kommen. Was das linksgrüne vermeintliche „Gutmenschtum“ bereits angerichtet hat, ist allerorten unübersehbar!
    Als Fernfahrer komme ich überall hin. Selbst im kleinsten bayerischen Dorf kommen dir Afrikaner entgegen, genauso wie im schwedischen Lappland, wie ich mit eigenen Augen sah!
    Am Schluss aber wirds lustig. Dann können wir Eingeborenen uns nämlich eine neue Heimat suchen!

  12. Griechin62
    20. März 2012, 22:49 | #12

    @ Meister von Rechts

    Also die „Gutmenschen“ werden wohl nix dagegen haben, wenn alle „Meister von Rechts“ sich eine andere Heimat suchen! Wie wäre es mit dem Mond!?
    Wenn das ein Vorschlag für die Lösung des Problems sein soll, na dann, hat wohl die Menschheit aus dem 2 Weltkrieg nichts gelernt und begriffen!!
    Jeder Mensch hat das Recht, dort zu sein wo er Atmen darf und sein will, Hauptsache er hält sich an das Gesetz und an das zwischenmenschliche Miteinander.

  13. RechtsvonderMitte
    21. März 2012, 21:44 | #13

    @Griechin62

    Bitte denken Sie mal kurz nach:
    Wer von unseren „Regierenden“ hält sich an DAS GESETZ ???
    Na……., wieviele???

  14. 21. März 2012, 23:02 | #14

    @Rechtsvonde

    da kann man sich noch so den Kopf zerbrechen

    es faellt einem keiner ein……:-))

  15. Griechin62
    22. März 2012, 03:03 | #15

    @Rechtsvonde

    Weil Regierende sich nicht an Gesetze halten, rechtfertigt das meiner Meinung nach, keine rechtsradikale Gedanken und Taten!!

    Und das Mitglieder rechtsradikaler Gruppierungen das Gesetz in die Hände nehmen wollen, um angeblich für Ordnung zu sorgen, wird bestimmt keine Krise beenden, sondern für mehr Krise sorgen!!

    Ich mag genauso wenig Menschen die verbrechen ausüben und welche Nationalität diese Menschen haben ist mir egal! Ich wünsche mir mehr Ordnung durch eine vernünftige demokratische Regierung, die solche Verbrecher dort hineinstecken wo sie hingehören oder Ausweisen! Eine Bürgerwehr oder Rechtsradikale, die speziell auf gesetzwidrige Ausländer einschlagen, ist keine menschliche und demokratische Lösung.

    Und wenn ich wählen müsste zwischen “Gutmenschtum” und „Bösmenschtum“, kommt für mich nur das “Gutmenschtum” in Frage und wenn es bedeutet, dass ich dafür auch eine nicht ganz so funktionieren Demokratie im Kauf nehmen müsste! Alles besser, als mordende Rechtsradikale, die der Meinung sind, dass alles was fremd, anders gläubig, behindert und Homosexuell ist, hat nicht das Recht zu leben oder in ein freies Land zu sein!!

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