Anstieg der Prostitution in Athen um über 1500 Prozent

20. März 2012 / Aktualisiert: 04. Oktober 2013 / Aufrufe: 30.892

Die rasante Zunahme der unkontrollierten Prostitution in Griechenlands Hauptstadt Athen stellt eine brisante Zeitbombe für die öffentliche Gesundheit dar.

Die rund 20.000 illegal prostituierten Frauen in Athen stellen eine vor der Explosion stehende gesundheitliche Bombe mit unvorhersehbaren Folgen für die einheimische und ausländische männliche Bevölkerung der Landeshauptstadt dar. Die meisten dieser Prostituierten verkehren an den zahllosen Plätzen der „käuflichen Liebe“, die sich im Zentrum und den umliegenden Vierteln der Stadt und in sogenannten „Studios“ etabliert haben, die praktisch allesamt über keine Betriebserlaubnis verfügen und keinerlei Kontrolle unterliegen.

Die unkontrollierte Zunahme der Prostitution, die laut dem Bürgermeister von Athen 1.500% überstiegen hat, trug zu einem ungeheuren Anstieg der sexuell übertragenen Krankheiten bei. Seit den Kriegszeiten fast in Vergessenheit geratene Krankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe („Tripper“) und Condylomata acuminata („Feigwarzen“) sind wieder aktuell geworden.

Sexuelle Infektionskrankheiten „mähen“ unter Immigranten

Die Erkrankungen, die hauptsächlich in den Schichten der illegalen Immigranten grassieren, sind AIDS und diverse Geschlechtskrankheiten, bei denen ein Anstieg der (erfassten) Infektionsfälle um 580% verzeichnet wurde, sowie auch die Hepatitis mit einem Anstieg von 360%. Die Zukunftsaussichten präsentieren sich sogar äußerst unheilverkündend, da der Zustrom zahlloser Ausländer nach Griechenland ungebrochen anhält.

Weiter wird in letzter Zeit auch die Zunahme der sogenannten männlichen Prostitution mit der Feilbietung sexueller Dienste von Männern hauptsächlich ausländischer Herkunft an Homosexuelle beobachtet. Schätzungsweise mehr als 2.000 Vertreter des „starken Geschlechts“ prostituieren sich gelegentlich oder auch alltäglich und treffen auf Wunsch ihrer wechselnden Freier häufig keinerlei Schutzmaßnahmen.

Nur ein einziges der 700 Bordelle in Athen hat eine Genehmigung

Bei einer Tageskonferenz, die am 15. März 2012 von der Pantion-Universität zum Thema der Kriminalität durchgeführt wurde, rief der Professor für Verfassungsrecht Georgios Kaminis in seinem Vortrag den ungeheuren Rhythmus der Zunahme der Prostitution in Erinnerung und überraschte alle Anwesenden, als er bekannt gab, dass von den ungefähr 700 Bordellen oder als „Wellness-Zentren“ und „Studios“ titulierten Freudenhäusern nur ein einziges über eine behördliche Genehmigung verfügt!

Gemäß den offiziellen Daten werden von der Gesamtheit aller in den einschlägigen „Rotlicht-Etablissements“ tätigen oder auf der Straße anschaffenden Prostituierten nur 700 Frauen ärztlich auf Ansteckungskrankheiten kontrolliert – und dies trotz der Tatsache, dass Prostituierte laut dem Gesetz obligatorisch alle 15 Tage in einem öffentlichen Krankenhaus für Geschlechtskrankheiten untersucht werden müssen.

Die Straßenstriche im Zentrum von Athen

Tatsache ist jedenfalls, dass jede rassische Gruppe ihren eigenen Strich in dem Bereich des Geschäftszentrums und den Vierteln des 6. Gemeindeteils hat. Die Straße Evripidou beispielsweise wie auch die Patision (ab der Höhe des Amerikanischen Platzes bis Ano Losia) gehört den Nigerianerinnen, die Omonia dagegen den aus dem ehemaligen Ostblock Stammenden, mit Schwerpunkt auf den Rumäninnen. In der Straße Kapodistriou an ihrer Einmündung mit der Straße des 3. Septembers herrschen auf der einen Seite die Afrikanerinnen und auf der gegenüberliegenden Seite die Osteuropäerinnen vor. In der Sokratous sammeln sich junge Drogenabhängige alles Rassen der Welt und im Vorhofbereich der Kirche Agiou Konstatinou ältere Damen aus Russland, der Ukraine und Georgien.

All dies trägt dazu bei, dass die Änderungen im Gesetz N. 2734/1999, welche sich auf die „sich gegen Entlohnung feilbietenden Personen“ beziehen, notwendiger als je sind, anderenfalls wird es einen epidemischen Ausbruch sexuell übertragener Infektionskrankheiten geben.

Kontrollen zur Auffindung von Opfern des Menschenhandels in Bordellen im Zentrum von Athen führte am Nachmittag des 15. März 2012 das Dezernat zur Bekämpfung des Menschenhandels der Unterdirektion zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens der Kriminaldirektion Attika durch. Laut der Polizei wurden Kontrollen in zwölf Freudenhäusern im Athener Zentrum durchgeführt und insgesamt dreiundzwanzig Personen, darunter zwanzig Frauen und drei Männer, mit den Beschuldigen verhaftet, welche sie fallweise wegen der Vergehen der Brechung behördlich angebrachter Siegel, der Erleichterung der Ausschweifungen Anderer und der Verletzung der Gesetze über den Schutz der Person vor der Verwertung von Daten persönlichen Charakters und sich gegen Entlohnung anbietende Personen belasten.

Zusätzlich wurden zwei behördliche Berichte aufgenommen und an den öffentlichen Ankläger zu Athen geschickt. Die Festgenommenen wurden mit dem zu ihren Lasten eingeleiteten Verfahren an den Strafrichter Athen überstellt.

(Quelle: Adesmevtos Typos)

  1. Rattenkönig
    20. März 2012, 15:16 | #1

    Ich hatte gestern gelesen, dass Griechenland auch wieder mit Malaria zu kämpfen hätte, weil das Gesundheitssystem so ruiniert worden sei:

    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2012/mar/15/greece-breadline-hiv-malaria

    Und im Zusammenhang mit der Prostitution und den HIV-Fällen vielleicht den folgenden Artikel (auch wenn mir das etwas Spanisch vorkommt, ehrlich gesagt – aber ausschließen würde ich die Möglichkeit dann doch nicht):

    http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Verzweiflungstat-Viele-Griechen-stecken-sich-mit-HIV-an-id17712921.html

  2. Ottfried Storz
    20. März 2012, 16:09 | #2

    Auch dies ein Beispiel für die miserable Funktionsfähigkeit öffentlicher Dienste in Griechenland, hier der Polizei und der Steuerfahndung.
    Wenn von rd. 700 Bordellen nur eines eine Betriebserlaubnis hat, dann halten sicherlich mehrere tausend Polizisten die Hände auf, damit sie bei den 699 illlegalen „wegschauen“.
    Neben den erheblichen Gesundheitsschäden für zehntausende Menschen – und damit Kosten für die Krankenkassen – entgehen hier dem Staat Milliardeneinnahmen.

  3. Lucy Sky
    20. März 2012, 17:01 | #3

    Zitat: „Die rund 20.000 illegal prostituierten Frauen in Athen stellen eine vor der Explosion stehende gesundheitliche Bombe mit unvorhersehbaren Folgen für die einheimische und ausländische männliche Bevölkerung der Landeshauptstadt dar.“
    Soll ich jetzt lachen oder weinen ueber so eine unglueckliche Formulierung?! Ich habs schon nachgeschaut, es liegt nicht an der Uebersetzung. Ist das bisher noch niemandem aufgefallen? Oh, die armen Maenner! Ich lass das jetzt mal so stehen, sonst explodiere ich noch.

  4. Ferguson
    20. März 2012, 18:23 | #4

    Überlegen Sie bitte, welche Not dahinter steht, wenn Menschen sich in dieser Menge feilbieten. In Athen gehen zusätzlich zum ständigen Personal vermutlich biedere Hausfrauen auf den Strich um ihre Familien ernähren zu können.

  5. P. Zwegat
    20. März 2012, 19:02 | #5

    Denn müssnse wieda zua altn Tradition zujrück:
    Athen war auf dem griechischen Festland auch dahingehend etwas Besonderes, weil es in der Stadt poliseigene Bordelle gab, in denen staatseigene Sklavinnen arbeiteten.(Wikipedia)
    Und de Kasse is wieda voll! Oda wenijer poppen jehn!

  6. Yoss
    21. März 2012, 02:20 | #6

    na, wenn das an einem nachmittag rauskommt, was würde dann wohl alles aufkommen, wenn mal eine 20-stunden-woche lang die einhaltung der gesetze forciert wird? nur so zum üben, bevor die aus dem ministerium wieder alles abblasen…

  7. Uri
    29. März 2012, 10:54 | #7

    Es gehört schon zu einigen Meinungen ein gehöriges Stück Zynismus. Aber dies muss jeder ja selber wissen. . Nichts desdo trotz ist die Situation durch den Sparzwang von EZB, EU , IWF als dramatisch anzusehen. Abgesehen von den desaströsen Zuständen im Gesundheitsbereich, fehlen auch durch den Sparzwang ausreichend Kräfte bei Polizei und Justiz sowie dessen Ausrüstung zur Bekämpfung der Kriminalität. Auch die Überfälle auf alte Menschen haben ein erschreckendes Mass angenommen. Raub, Plünderung sind an der Tagesordnung. Abgesegnet durch eine Sparpolitik die immer groteskere Züge annimmt.
    Und die Ausbeutung und Aushöhlung des Volksvermögens auf Kosten der Bevölkerung geht weiter. Siehe ESM Vertrag, Aufstockung auf 700 Mrd. Euro. Die Zustände in Griechenland sind nur ein Abbild dessen, was uns in der EUSSR auch noch blühen kann.

  8. wolfgang
    10. April 2012, 13:46 | #8

    @Lucy Sky

    Wieso arme Männer ???? bei sonem Überangebot müßten doch die Preise purzeln. 😉

  9. wolfgang
    10. April 2012, 13:50 | #9

    @Uri

    Richtig Uri, aber weiterso im Sinne der Internationalsozialisten. Grenzen auf, es ist ohne Arbeit genügend für alle da, und Platz ist in der kleinsten Hütte.

  10. condorotto
    7. Mai 2012, 11:22 | #10

    Zitat: Die rund 20.000 illegal prostituierten Frauen in Athen stellen eine vor der Explosion stehende gesundheitliche Bombe mit unvorhersehbaren Folgen für die einheimische und ausländische männliche Bevölkerung der Landeshauptstadt dar.

    Mir platzt ob der Moral des Verfassers wirklich der Kragen: Sind wir Männer schwanzgesteuerte Idioten, die zwangsläufig jedem sexuellen Reiz hinterherlaufen MÜSSEN?

    Wer ist denn in erster Linie gefährdet? Doch wohl die Frauen, die auf Grund wirtschaftlicher Not keine Alternative wissen, als anschaffen zu gehen! die waren vorher nämlich gesund!

    Bei einer Ausgabe von 20,- € sollte auch noch 1,- € für ein Kondom ‚drin sein…

  11. naja
    15. Mai 2012, 16:41 | #11

    „Wer ist denn in erster Linie gefährdet? Doch wohl die Frauen, die auf Grund wirtschaftlicher Not keine Alternative wissen, als anschaffen zu gehen!“

    So ganz moralfrei sind sie aber auch nicht. Niemand MUSS sich prostituieren. Männer schaffen es schliesslich auch irgendwie. Ihrer Logik nach, sind die Heroinabhängigen (Männer) besser dran als die Dealer (Frauen).

    Prostitution und Drogenhandel. Beides ist eine Umverteilung von Geld. Eine hohe Prostitutionsrate zeigt neben großer Armut auch großen Reichtum an. Ich würde die Nutten ordentlich versteuern.

  12. Climateatheist
    15. Mai 2012, 17:59 | #12

    Rattenkönig :
    Ich hatte gestern gelesen, dass Griechenland auch wieder mit Malaria zu kämpfen hätte, weil das Gesundheitssystem so ruiniert worden sei:
    http://www.guardian.co.uk/world/blog/2012/mar/15/greece-breadline-hiv-malaria
    Und im Zusammenhang mit der Prostitution und den HIV-Fällen vielleicht den folgenden Artikel (auch wenn mir das etwas Spanisch vorkommt, ehrlich gesagt – aber ausschließen würde ich die Möglichkeit dann doch nicht):
    http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Verzweiflungstat-Viele-Griechen-stecken-sich-mit-HIV-an-id17712921.html

    Lasst Euch nicht von fachinkompetenten Journalisten ins Bockshorn jagen. Die Wahrheit findet man in solchen Themengebieten grundsätzlich nicht in der Laien-, sondern der med. Fachpresse und die ist bei PUBMED/Medline für jeden zu finden, der ein wenig medizinisches Englisch versteht http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/ (Suchschlagwort: Greece Infection Rate HIV). Sofort findet man die Quelle von Eurosurveillance, DER Fachzeitschrift für Epidemiologie und Infektionskrankheiten und zwar im Volltext.
    http://www.eurosurveillance.org/images/dynamic/EE/V16N48/art20032.pdf
    Man lese bitte Seite 1 links unten. Dort wird die Epidemiologische Entwicklung von HIV in Griechenland beschrieben. Der 25%ige Anstieg der Infektionsrate ist eine Fehlinterpretation von Journalisten. Im Jahr 2010 steckten sich eine Handvoll i.v.-Drogen-abhängiger Griechen mit HIV neu an (16 Fälle) und 2011 steckten sich 190 Drogenabhängige neu an – das waren dann bereits 25% aller insgesamt sich neu ansteckenden HIV-Personen in Griechenland, während im Vorjahr diese Drogenabhängigen nur wenige Prozent der Neuinfizierten ausmachten. Das ist das ganze „Chaos“. Es sind Drogenverwender, die (wie immer schon) zu zugedröhnt und arm sind, um sterile Spritzen zu verwenden. Deshalb tauschen und mehrfach verwenden sie nicht anständig sterilisierbare Plastikspritzen und schon fangen sie sich eine HIV-Infektion ein. Man kann sich vor derartigen HIV-Infizierten ganz leicht schützen – einfach keine Nutten aus dem Drogenmilieu besuchen.
    Da sich in Athen zu Hauf zuströmende Migranten in gewissen Stadtvierteln stapeln, steigt dort auch der Drogenkonsum und damit die Chance, sich mit HIV zu infizieren. De fakto rächt sich jetzt die schlechte Einwanderungspolitik der Europäischen Union gegenüber den „Arab. Spring“-Flüchtlingen, mit denen man u.a. Griechenland alleine gelassen hat. Das führt dann natürlich zur verstärkten Wahl von Rechtsradikalen in den entsprechenden Stadtvierteln durch die dortige Einwohnerschaft.

    Die Griechen müssen also mehr Razien veranstalten, die Illegalen internieren und verstärkt zurück nach Arabien abschieben. Den christlichen Arabern, die derzeit u.a. aus dem Irak über die Türkei nach Griechenland gekommen sind, würde ich jedoch, wenn ich Grieche wäre, eine Duldung verabfolgen und sie Richtung Brüssel/Berlin in Marsch setzen. Das hat Berlusconi auch schon gemacht und dann hat auch Merkel langsam etwas unternommen, um die Probleme zu lösen. Wenn die Dame nämlich nicht massiv politisch getreten wird, macht die Merkel als stramme Ex-FDJ-Sekräterin bekanntlich so gut wie nichts. Deswegen ist Merkel ja auch die mit Abstand schlechteste Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung 1949 und nicht umsonst wurde ihr hochnäsig-widerlicher Umwelt-E10-Röttgen bei der NRW-Landtagswahl zurecht vom Wähler politisch derb verprügelt.

  13. Xristos
    28. August 2012, 01:25 | #13

    Dass es in Athen wie überall auf der Welt Prostituierte gibt, ist doch bekannt. Wer sich auf diese Personen einlässt, ist doch selbst schuld. Gezwungen wird ja keine(r), sofern mir bekannt ist. Damit ist doch alles gesagt. Wer will, kann. Wer nicht will, geht auch das Risiko nicht ein. Da können doch die Bordsteinschwalben nichts dafür!

  14. ayi
    3. Januar 2013, 04:11 | #14

    @xristos „gezwungen wird ja keine(r), sofern mir bekannt ist“

    Von Zwangsprostitution hast du noch nichts gehört oder?

  15. Götterbote2012
    4. Januar 2013, 14:35 | #15

    @ayi
    Es ging darum, dass kein FREIER gezwungen wird, zu einer Prostituierten zu gehen und nicht um den Zwang der Prostitution.

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