Über 220 Millionen Schwarzgeld in Griechenland sichergestellt

25. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 641

In Griechenland wurden 2011 aus rechtswidrigen Aktivitäten herrührende Gelder in Höhe von insgesamt mehr als 220 Millionen Euro sichergestellt.

Insgesamt 223,6 Millionen Euro hat innerhalb eines Jahres – sprich seit 2011 bis heute – der Ausschuss zur Bekämpfung der Legalisierung von Einkünften aus kriminellen Aktivitäten gebunden, wie in dem parlamentarischen Ausschuss für Institutionen und Transparenz der Präsident der Behörde Herr Panagiotis Nikoloudis erklärte. Gemäß den von ihm präsentierten Daten rühren davon 53 Mio. Euro aus kriminellen Vereinigungen, 1 Mio. Euro aus terroristischen Handlungen, 20 Mio. Euro aus Drogensachen, 73,3 Mio. Euro aus Steuerflucht und 76,6 Mio. Euro aus anderen Straftaten her.

Herr Nikoloudis führte an, dass – während Griechenland 2007 in 13 der 16 Bewertungspunkte der OECD durchgefallen war – 2011 laut der entsprechenden Bewertung „Griechenland in der Lage war zu zeigen, dass es sowohl den Willen hat, vernünftige Gesetze zu erlassen, als auch die Fähigkeit, effektive Mechanismen zu bemannen„. Wie er in diesem Zusammenhang erklärte, „fühlen wir uns stolz, weil wir in diesem Jahr und nur im Interesse des Staates agierend alles uns Mögliche getan haben um das Signal zu senden, dass niemand über dem Gesetz steht und alle, welche sich an öffentlichen Geldern bereichern, keinen ruhigen Schlaf haben werden„.

Es gibt noch viel zu tun …

Allerdings gestand Panagiotis Nikoloudis auch ein, dass „noch viel Arbeit zu leisten ist, da das System noch viele Löcher aufweist, welche verschiedene Kreise speziell im Bereich des NSRP auszunutzen versuchen„. Als Beispiel führte er sogar den Fall eines Unternehmers an, der auf das Konto eines Bekannten 1,2 Mio. Euro einzahlte, um die selben Einnahmen zu präsentieren und mit dem einschlägigen Beleg die Förderung aus dem NSRP zu erhalten. „Ich sehe, dass für diesen Part Löffel, Gabeln, Teller und Messer vorbereitet werden„, meinte Herr Nikoloudis bezeichnend.

In Zusammenhang mit den Angelegenheiten des Jahres 2011, welche den Ausschuss beschäftigten, wurden die Untersuchungen in 3.115 Fällen abgeschlossen, während in weiteren 392 Fällen noch ermittelt wird. 162 Fälle wurden an die Staatsanwaltschaft überwiesen. Die Anzahl der Sicherstellungsbeschlüsse beläuft sich auf 187 und der Gesamtbetrag der Gelder, die als Produkt krimineller Aktivitäten blockiert bzw. sichergestellt wurden, schlüsselt sich folgendermaßen auf:

Zugrunde liegender Strafbestand Betrag (in €)
Kriminelle Organisation 53.000
Terroristische Aktionen 1.000.000
Drogengesetzverstöße 20.061.040
Steuerhinterziehung 73.324.918
Sonstige Straftaten 76.596.188
Summe 223.596.188

(Quelle: To Vima)

  1. 25. Februar 2012, 00:32 | #1

    Wie jetzt mit einiger Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, wird der konkrete Auslöser für den endgültigen Zusammenbruch der Weltwirtschaft (globale Liquiditätsfalle) der Staatsbankrott Griechenlands sein, wobei Schuldzuweisungen jeglicher Art fehl am Platz sind. Alle heute „Verantwortlichen“ befinden sich tief in religiöser Verblendung, sind sich ihrer Handlungen nicht im Geringsten bewusst und haben keinerlei Vorstellung, was konkret unternommen werden muss, um die Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) zu befreien. Zur Verdeutlichung könnte man sagen, dass für die derzeitigen „Machthaber“ nicht einmal eine „verminderte Schuldfähigkeit“ im Sinne eines „Jungendstrafgesetzes“ in Frage kommt. Aus bewusster Sicht sind sie eher wie Kleinkinder zu behandeln, die sich einbilden, sie wüssten schon was. Denn nichts trübt das Bewusstsein so sehr, wie in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) eine Machtposition anzustreben und diese dadurch zu erreichen, indem man (oder Frau) sich von einer religiös verblendeten Masse in diese Position wählen lässt:

    „Gegen die Überzeugungen der Masse streitet man ebensowenig wie gegen Zyklone … Mit einem kleinen Vorrat an Redewendungen und Gemeinplätzen, die wir in der Jugend erlernten, besitzen wir alles Nötige, um ohne die ermüdende Notwendigkeit, denken zu müssen, durchs Leben zu gehen.
    … Meistens sind die Führer keine Denker, sondern Männer der Tat. Sie haben wenig Scharfblick und könnten auch nicht anders sein, da der Scharfblick im allgemeinen zu Zweifel und Untätigkeit führt. Man findet sie namentlich unter den Nervösen, Reizbaren, Halbverrückten, die sich an der Grenze des Irrsinns befinden.“

    Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)

    Unter diesem Gesichtspunkt sind alle Maßnahmen zu betrachten, die bisher von der hohen Politik gegen die „Finanzkrise“ im Allgemeinen und zur „Rettung Griechenlands“ im Besonderen unternommen wurden. Ich muss es mir hier versagen, die Maßnahmen im Einzelnen zu analysieren und ihre Sinnlosigkeit nachzuweisen. Letztlich dient alles, was die hohe Politik unternimmt, nur dazu, das Elend des Kapitalismus zu verlängern und die eigene, tatsächlich sinnfreie Existenz zu rechtfertigen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

  2. NIKOLAOS
    26. Februar 2012, 16:02 | #2

    Wir wollen kein aus wucher.Das griechishe volk wissen das deutche volk von 1941.Am besten zu essen steine nicht ihr geld.Ein grieche von Athen.

  3. Lina Boubou
    26. Februar 2012, 18:24 | #3

    Nikolaos, geh raus aus dem verkommenen Athen, da ist es gesuender, und man kann lernen, wie die Steine ins Obst kommen, und dass man sie ausspucken kann.

  4. Athen
    28. Februar 2012, 19:53 | #4

    nikolaus bleibe in athen und gestalte es so wie es dir gefällt. es gehört dir und allen anderen griechen. überlasst es nicht den merkwürdigen hilfsbereiten. ich für meine teil werde diesen blog verlassen.

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