IKA in Griechenland vermisst 32000 Rentner

8. November 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 672
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Bei dem Sozialversicherungsträger IKA in Griechenland haben sich nach wie vor etwa 32.000 Rentner nicht dem obligatorischen Identifizierungsverfahren unterzogen.

Obwohl die Frist für die am 01. Juli 2011 begonnene obligatorische persönliche Identifizierung der Empfänger von Renten des griechischen Versicherungsträgers IKA bereits am 30. September 2011 auslief, haben sich selbst jetzt im November 2011 rund 32.000 Rentner nach wie vor nicht dem Identifizierungsverfahren unterzogen und erhalten folglich schon seit zwei Monaten keine Rente mehr (siehe auch Rentner der IKA in Griechenland müssen sich identifizieren lassen)

Anfänglich hatten aus dem einen oder anderen Grund zunächst etwa 80.000 Rentner die obige Frist nicht eingehalten, woraufhin ihre Renten wie von den einschlägigen Regelungen vorgesehen “eingefroren” wurden. Im Oktober 2011 unterzogen sich knapp 50.000 Nachzügler dem fortan nur noch bei den Geschäftsstellen der IKA möglichen Identifizierung, womit ihre Rentenbezüge wieder freigegeben bzw. auch nachgezahlt wurden.

Obwohl inzwischen die Renten für November 2011 ausgezahlt wurden, bleiben etwa 32.000 Rentner nach wie vor “verschollen” bzw. haben sich immer noch nicht dem obligatorischen Identifizierungsverfahren unterzogen. Die Dienststellen des Versicherungsträgers suchen deswegen inzwischen nach diesen Rentnern, und das Interesse fokussiert nun sich auf die Ergebnisse der jährlichen Überprüfung der Rentenzahlungen, die von den Dienststellen der IKA durchgeführt wird.

Gemäß den bisherigen Ergebnissen der Kotrollen wurden während der letzten fünf Monate des Jahres 2011, die zeitlich mit der Erfassung der Rentner mittels der Banken zusammenfallen, 34.000 Todesfälle mehr als in den letzten fünf Monaten des Jahres 2010 gemeldet. Amtsträger der IKA glauben, dass sich die Situation bis Ende November vollständig geklärt haben wird, während die Geschäftsleitung des Trägers wiederholt erklärt hat, dass sie die Justiz einschalten wird, um eventuelle von unberechtigten Dritten in Empfang genommene Rentenzahlungen gerichtlich einzuklagen.

(Quelle: in.gr)

  1. Ottfried Storz
    8. November 2011, 12:17 | #1

    32.000 nicht gemeldete Rentner x 12 Monate x 750 Euro Rente zuzüglich 10 Prozent Verwaltungskosten = 320 Mio Euro p.a.
    Das sind jedoch nur diejenigen Fälle, bei denen die Erben vor Ende des Abgabeschlusses keine Sterbeurkunde beigebracht haben.
    Nicht zufällig gab es in den ersten fünf Monaten 2011 “34.000 mehr Todesfälle”, was sich bis 30.09. sicherlich fortsetzte.

    Insgesamt wird es nur bei IKA ca. 80.000-100.000 “tote” Rentner geben, deren Kinder unverändert Rente bezogen. Macht ca. 0,8-1 Mrd. jährlich an Mehrkosten, bzw. der entsprechende Betrag bei 15 bzw. 25 Jahren, weil das ja seit vielen Jahrzehnten so funktionierte.

    Das es hier einmal zu Verurteilungen kommt, schließe ich angesichts der Ineffizienz der griechischen Justiz und der fast 100.000 Fälle nur bei IKA aus. Denn es kommen ja vergleichbar hohe Betrugszahlen von den anderen Rentenkassen hinzu. Und die griechische Justiz ist atemberaubend ineffizient.

  2. Monalisa
    8. November 2011, 13:21 | #2

    2011 herrschte wohl Hochkonjunktur in Griechenland für Totenscheinfälscher?

  3. Veronika Wiedemann
    11. November 2011, 11:16 | #3

    Und in Deutschland oder anderswo – da läuft alles wie “geschmiert”, stimmt´s?
    Da gibts “bestimmt” keinen Betrug von Sozialleistungen oder was es sonst noch alles gibt, was hier die armen Menschen gar nicht in Anspruch nehmen können…..
    Ich möchte nichts beschönigen oder für guthalten, was nicht sein sollte –
    nur, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen…..

  4. Ottfried Storz
    12. November 2011, 12:46 | #4

    Ihnen ist scheinbar das Ausmaß der Korruption in Griechenland nicht bewußt.
    Deutschland hat weltweit im Korruptionsindex Position 15, Griechenland die Position 78, siehe
    http://www.transparency.de/Tabellarisches-Ranking.1745.0.html
    Position 78 klingt gut, ist jedoch katastrophal, nämlich die schlechteste Position innerhalb der 21 EU-Staaten. Griechenland schneidet sogar schlechter ab, als die viel ärmeren “korrupten” Länder Rumänien oder Bulgarien.

    Das Ärzte in Deutschland einen um Jahre verspäteten Totenschein ausstellen, geschieht sicherlich weniger als 5 Mal jährlich. Das ist ein Straftatbestand, der dem Arzt in den Knast bringen kann.

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