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Explosiver Bodenschatz unter Epanomi in Griechenland

Explosiver Bodenschatz unter Epanomi in Griechenland

4. November 2011 / Aktualisiert: 05. Februar 2014 / Aufrufe: 2.070

Von den vor über 20 Jahren bei Epanomi auf Chalkidiki in Griechenland gefundenen, jedoch ungenutzten Erdgasvorkommen soll eine latente Explosionsgefahr ausgehen.

Gleich in mehrfacher Hinsicht „heiße“ Informationen über die Erdgas- und Erdölvorkommen in Griechenland brachte am vergangenen Montag (31.10.2011) die Fernsehsendung „Gelbe Presse“ von Makis Triandaffylopoulos an das Licht der Öffentlichkeit.

Demnach existieren unter dem griechischen Boden und Meer und speziell unter Epanomi bei Thessaloniki ungeheure ungenutzte Kohlenwasserstoffvorkommen, die mehr als 300 Mrd. Euro abwerfen könnten. Abgesehen von der charakteristischen Obstruktion bezüglich der Nutzung des mineralischen Reichtums demonstrieren die Verantwortlichen jedoch auch kriminelle Nachlässigkeit, da die beiden Mündungen der Erdgasvorkommen in dem Gebiet bei Epanomi mit Ventilen versiegelt worden sind, die von der Zeit und den meteorologischen Verhältnissen zerfressen worden sind und eine „Zeitbombe“ darstellen.

Ehemaliger EXXON-Funktionär prangert skandalöse Verhältnisse an

Wer sind die Verantwortlichen, die seit so vielen Jahren nichts unternommen haben? Warum basieren die öffentlichen Ausschreibungen – Interessenaufrufe für die Förderung auf Messungen und Untersuchungen vergangener Jahre, die sehr viel kleinere Vorkommen als heute berechnet dokumentieren?

Auf Basis einer lokalen Untersuchung und der Unterstreichungen des Herrn Pantelis Papazis, ehemaliger Funktionär der EXXON mit großer Erfahrung, verbleiben die Vorkommen seit mehr als 20 Jahren ungenutzt und unbewacht, obwohl das Land zum selben Zeitpunkt mit großen Problemen konfrontiert ist.

Wie der auf die Auffindung und Förderung von Erdöl spezialisierte Forscher Pantelis Papazis betont, begannen die Untersuchungen 1985 unter der Regierung Andreas Papandreou und die Bohrungen wurden 1989 realisiert, als auch zwei Vorkommen von 19 und 9 Mio. Kubikmetern gefunden wurden. Da jedoch damals in Griechenland das Know-how und die Infrastruktur zur Nutzung von Gas nicht existierte, erfolgte die Anweisung, die Nutzung der Vorkommen auf die „Warteliste“ zu setzen. Es wurden also spezielle Ventile platziert, damit die Anlage jederzeit bereit ist, in den folgenden Jahren das Erdgas freizugeben.

Wenn ein Vorkommen in den sogenannten „Wartestatus“ gesetzt wird, gilt dies für drei bis fünf Jahre. In diesem Zeitraum beschließt man, ob es schließlich genutzt oder endgültig „geschlossen“ werden wird„, unterstreicht Herr Papazis. Jedoch wurden aus den Monaten Jahre und aus den Jahren dann Jahrzehnte, ohne dass weder irgendeine substantielle Handlung erfolgt noch irgendein konkreter Beschluss gefasst wird. Ergebnis ist, dass die beiden Anlagen Anzeichen der Aufgabe zeigen.

Erdgasvorkommen bei Epanomi bergen Explosionsgefahr

Die beiden Bohrungen bei Epanomi sind mit Zementplatten abgedeckt worden, während sich ihre Kopfstücke zur gleichen Zeit in einem Wasserbecken befinden. Der zeitliche Spielraum, der einem in den „Wartezustand“ versetzten Vorkommen gegeben wird, ist jedoch verstrichen, und die fehlende Überwachung in Kombination mit der Korrosion durch die Wetterverhältnisse erhöhen die Möglichkeit einer Explosion.

Es besteht die ständige Gefahr, dass diese Bohrung explodiert. Es muss etwas geschehen, und es muss schnell geschehen. Leider gibt es jedoch – wie in vielen Dingen in Griechenland – auch in diesem Fall eine Unzuverlässigkeit. In Griechenland ist schwer herauszufinden, wer für etwas verantwortlich ist, und mit dem Gefühl der existierenden Angst vor Verantwortung weiß ich nicht, wo man Verantwortung suchen kann. Das Kopfstück scheint sich einem guten Zustand zu befinden, jedoch wissen wir nicht, welche Schäden das Kohlendioxid darunter verursacht haben kann.

„Das Grundproblem Griechenlands ist die Angst vor Verantwortung“

Herr P. Papazis versuchte vor sieben Jahren, eine einschlägige Genehmigung zur Verwaltung der Vorkommen zu erhalten, jedoch fielen – wie er betonte – alle Bemühungen ins Leere.

Was auch immer wir sagen, Erdöl ist kein griechisches Thema, es ist ein weltweites Thema, und die Regeln, mit denen gearbeitet wird, die heranwachsen und sich entwickeln, sind weltweit anerkannte und akzeptierte internationale Regeln. Wer das Erdöl kontrolliert, hat militärische Macht. Wenn wir eine ordentliche Gesellschaft für unabhängige Vorkommen hätten und diese einen weltweiten Ruf hätte, würden wir eine andere Außenpolitik haben„, unterstrich er eingangs.

Wir mussten jedes Mal auf den Regulierungsträger warten„, ergänzte er und führt als Beispiel die Situation an, der er begegnete, als er in den 80er Jahren die ersten Forschungen in Epanomi realisierte. Genauer führt er an, dass es ihn sehr beeindruckte, wie es möglich war, dass die Öffentliche Erdölgesellschaft (D.E.P.) ein so viele Personen zählendes Personal für eine „Handvoll Griechenland“ hat, und er zu dem Punkt kam sich zu fragen, „was machen wir mit all Denen?“.

Wie er erklärt, unterbreitete er damals sogar diverse Vorschläge zur Umstrukturierung der D.E.P., damit sie flexibler wird, ohne dass jedoch irgendein substantieller Zug in diese Richtung erfolgte. „Die Situation erinnerte an alles andere als ein organisiertes Team, das die Erdölforschung und Erdölförderung zum Ziel hatte.

Möglichkeit zur Stromversorgung Zentralmakedoniens für 30 Jahre

Die Kohlenwasserstoffvorkommen unter dem griechischen Boden und Meer übersteigen für einen zeitlichen Horizont von 25 Jahren 300 Mrd. Euro. Dieser Betrag reicht zur Tilgung der Verschuldung des Landes aus, während Auffindung, Förderung und Nutzung der Vorkommen Arbeitsplätze bieten und spezialisiertes Personal, aber auch ein breites Forschungsfeld in Universitätszentren schaffen wird, ohne den Impuls auf dem technischen Sektor zu vergessen.

Wie ungenutzt diese Vorkommen bleiben und wie kriminell die Gleichgültigkeit der zuständigen Behörden bleibt, zeigt sich an dem Beispiel von Epanomi. Sogar jetzt können die beiden Bohrungen trotz der erhöhten Kosten für die erneute Platzierung neuer Ventile und Rohrleitungen genutzt werden und für die nächsten 20 – 30 Jahre elektrischen Strom für ein Gebiet in der Größe von Zentralmakedonien bieten.

Abschließend drückte Herr Papazis seine Überzeugung aus, dass die Nutzung der Vorkommen die von der griechischen Regierung aufgenommenen Kredite tilgen könnte und fügte an: „Griechenland hat eine Perspektive bei Erdöl, und das, was wir zu tun haben, ist, es in den richtigen Rahmen zu bringen. Die Vorkommen können die Kosten der Verschuldung tilgen.

Der Vollständigkeit halber sei ein bereits länger zurückliegendes Interview des Herrn Papazis bei „zougla radio“ und Makis Triantaffylopoulos erwähnt. In dem Bestreben, die Stärke einer solchen Explosion zu beschreiben. verglich der Spezialforscher sie sogar mit der Explosion einer Atombombe, welche Tatsache mit sich bringt, dass Epanomi jederzeit vollständig in die Luft fliegen könnte!

(Quelle: Zougla)

  1. Monalisa
    5. November 2011, 10:14 | #1

    Die geschätzte Menge „aller“ griechischen Vorräte an Kohlenwasserstoffen beträgt 70 Megatonnen gleich 70.000.000 Tonnen.
    http://www.geology.cz/geocapacity/publications/D22%20WP3%20Report%20economic%20uses%20of%20CO2-red.pdf
    Das macht bei einem Gasverkaufspreis von 950 Dollar/688Euro = 48.160.000.000 Euro gleich 48,16 Milliarden Euro.
    Jetzt muss man nur noch die Kosten für Förderung, Aufbereitung, Transport etc. abziehen und schon hat man den Gewinn.
    Wo die 300 Milliarden herkommen sollen, ist mir ein Rätsel.

  2. Ralf
    5. November 2011, 11:41 | #2

    Es ist schon eine Schande, wie hier die Mächtigen der Welt mit diesem Land und seinen Bürgern umgehen! Das Land könnte auf die nächsten 50 Jahre energietechnisch- und finanztechnisch von allen unabhängig sein, aber wird von seinen europäischen Partnern ohne Skrupel ausgequetscht.

    Als Mann vom Fach kenne ich die Situation bezüglich der Ölvorkommen in dieser Region in kleinem Umfang und kann nur sagen, dass die Griechen mit diesen Vorkommen alle ihre Schlulden einfach zurück zahlen könnten und auf viele Jahre wirtschaftlich gesunden würden, wenn sie nicht von den Mächtigen der Welt und einigen verräterischen Politikern darum betrogen würden.

    Sicherlich hat das Land lange über seine Verhältnisse gelebt, aber mit den vorhandenen Bodenschätzen, die fast alles das übertreffen, was es in Europa gibt, könnte das alles hinfällig werden.
    Bitte auch diesen Artikel beachten:

    http://unzensiertinformiert.de/2011/06/griechenland-besitzt-unmengen-an-erdgas-und-erdol-darf-es-aber-nicht-fordern/

    Man könnte auch den Eindruck bekommen, dass die Mächtigen in Westeuropa das Land jetzt aufzukaufen und dann plötzlich kann das Öl gefördert werden, wenn die Gewinne auch nach Westeuropa und in die USA fließen können!

    Europa sollte sich was schämen!

  3. Ottfried Storz
    5. November 2011, 20:19 | #3

    Die angeblichen grossen Gasvorkommen scheinen eine neue Spielwiese der in Griechenland so grossen Verschwörungskommune zu sein.
    Das Mittelmeer hat über 20 Anrainerstaaten. In keinen werden bislang nennenswerte Mengen an Erdöl/Erdgas aus dem Mittelmeer gefördert. Ausser vor einigen Jahrzehnten in Griechenland ? Reichlich unglaubwürdig.

    Wie hätte es den „Mächtigen in Westeuropa“ gelingen können, über Jahrzehnte angeblich existierende Großvorkommen vor den Pasok und ND-Regierungen geheim zu halten ?
    Noch unglaubwürdiger …..

    Das Griechenland angeblich von „europäischen Partnern ohne Skrupel ausgequetscht“ wird, ist faktisch ebenfalls populistischer Schwachsinn.
    Ausgequetscht wurde Griechenland über Jahrzehnte ganz überwiegend von machtgeilen Politikern und Vermögenden, deren das Gemeinwohl vergleichsweise unglaublich wenig interessiert.
    Die angeblich so bösen Partner finanzieren hingegen seit Jahrzehnten mit EU-Subventionen und aktuell zusätzlich mit Aufkauf von Staatsanleihen und weiterer Kredite das aufgrund von Ineffizienz seit Ewigkeiten hoch defizitäre Griechenland.

  4. Apateonas
    6. November 2011, 01:54 | #4

    @ Ralf
    Lassen sie mal „könnte“ weg, dann ist ihr Kommentar nur noch warme Luft!
    Besonders der Satz „mit den vorhandenen Bodenschätzen, die fast alles das übertreffen, was es in Europa gibt“ hört sich an, als wäre er aus Homers Märchenbuch entnommen!
    Warum fördern denn die „könnte“-Griechen dieses mysteriöse Vorkommen nicht selber?
    Weil sie es nicht können, oder weil es gar nicht existiert…..!?

    @ Ottfried Storz
    Immer wieder muss ich mit erstaunen feststellen, wie naiv und realitätsverlustig viele Menschen in GR die Lage einschätzen. In einem anderen Blog wird behauptet, dass die Nazis das Öl als erste entdeckt hätten (lol) ! Wenn das stimmt, dann hätte ja D ein Anrecht auf einen Anteil davon…was´n Schwachsinn!

  5. Xristos
    6. November 2011, 02:02 | #5

    @ Monalisa
    Hallo ML, über 20-30 Jahre verteilt könnte es bei den steigenden Rohstoffkosten sogar passen. Da hat irgendwer SOFORT mit IRGENDWANN verwechselt; und über das DANACH wollen wir lieber gar nicht nachdenken.

  6. Hans Kolpak
    17. Januar 2012, 13:17 | #6

    Es war und ist zum finanziellen Nachteil der korrumpierten Eliten, wenn die griechischen Bodenschätze auf den Markt kommen.

    Es geht nicht um Schuldenfreiheit, sondern um Sklaverei und Unterwerfung durch Überschuldung. Und siehe da, es funktioniert.

  7. Ottfried Storz
    17. Januar 2012, 20:46 | #7

    @Hans:
    Das mit dem angeblichen Bodenschatz ist völlig unbewiesener Quatsch.

    Wenn es wirklich große wertvolle Bodenschätze in Griechenland gäbe, wären die längst gefördert und 2/3 der Einnahmen unversteuert auf Schweizer Nummernkonten ……

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