Explosion der Arbeitslosigkeit in Griechenland

13. November 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 2.434

Die explodierende Arbeitslosigkeit in Griechenland übertrifft alle Befürchtungen, da die offizielle Arbeitslosenquote bereits im August 2011 auf über 18 Prozent emporschnellte.

Laut den aktuellen Daten der nationalen griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) explodierte für einen weiteren Monat die Arbeitslosenquote und gestaltete sich im August 2011 auf 18,4%, gegenüber 16,5% im Vormonat. Das Alptraumszenarium der Gewerkschaften bezüglich 1.000.000 Arbeitsloser bis Ende des Jahres 2011 bestätigte sich damit schon jetzt, da die Anzahl der registrierten Arbeitslosen bereits im August 907.963 Personen erreichten. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Gewerkschaften sprechen jedenfalls für das Jahr 2012 von einer realen Arbeitslosigkeit von über 28%!

Speziell erhöhte sich die Anzahl der offiziell erfassten Arbeitslosen innerhalb eines Jahres um ungefähr 295.000 Personen, womit die wirtschaftlich inaktive Bevölkerung die Anzahl der Beschäftigten inzwischen um etwa 400.000 Personen übersteigt, wobei die Jugendarbeitslosigkeit 43,5% erreicht. Die mit der üblichen Verzögerung erst jetzt publizierten Daten der ELSTAT für August 2011 sind um so beunruhigender, als zu berücksichtigen ist, dass während der Sommermonate infolge der saisonbedingten Nachfrage nach Arbeitskräften die Arbeitslosigkeit in Griechenland bisher in der Regel immer rückläufig war.

Fast jeder zweite Jugendliche in Griechenland ist arbeitslos

Konkret belief sich laut der ELSTAT die Arbeitslosigkeitsquote im diesjährigen August auf 18,4%, gegenüber 12,2% im August 2010 und 16,5% im Juli 2011. Die Arbeitslosen zählten 907.953 Personen, während sich die wirtschaftlich inaktive Bevölkerung auf 4.403.503 Personen belief. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg um 294.845 Personen im Verhältnis zum August des vergangenen Jahres 2011 (Anstieg von 48,1%) und um 87.677 Personen im Verhältnis zum diesjährigen Juli (Anstieg vom 10,7%).

Die geschätzte Gesamtzahl der Beschäftigten belief sich im August 2011 auf 4.034.537 Personen. Die Anzahl der Beschäftigten sank somit um 364.353 Personen im Verhältnis zu August 2010 (Rückgang von 8,3%) und um 105.469 Personen im Verhältnis zu Juli 2011 (Rückgang vom 2,5%).

Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen überstieg 20% (konkret 22,3%, von 15,5% im August 2010), während sie bei den Männern 15,5% beträgt (gegenüber 9,9% im August 2010). Altersmäßig geißelt die Arbeitslosigkeit allen voran die jungen Leute im Alter von 15 – 24 Jahren (43,5%, gegenüber 30,8% im August 2010). Es folgen die Altersgruppen 24 – 34 Jahre (24,9%, gegenüber 16,4% im August 2010) und 35 – 44 Jahre (15,6%, gegenüber 10,2% im August 2010).

Auf Ebene der Verwaltungsbezirke des Landes werden Arbeitslosigkeitsraten von über 20% in Westmakedonien (23,1%, von 13,9% im August vergangenen Jahres), in Zentralmakedonien (20,7%, von 13,5%), in Westgriechenland (20,6%, von 12%) und in Ostmakedonien – Thrakien (20,4%, von 13,5%) verzeichnet.

Auf der Gegenseite werden Arbeitslosigkeitsraten von unter 15% nur in den Bezirken Ionische Inseln (12,8% von 5,6%) und Epirus (13%, von 10,5%) verzeichnet. In Attika, wo ungefähr 2/3 der Landesbevölkerung leben, erreichte die Arbeitslosigkeit 18,5% im diesjährigen August, von 12,9% vor einem Jahr.

Gewerkschaftsverband GSEE prangert neoliberale Politiken an

Laut der GSEE „rufen die Daten der nationalen Statistikbehörde, die von einer Arbeitslosigkeitsrate von 18,4% bzw. einem Anstieg um ungefähr 295.000 Personen im Verhältnis zum entsprechenden Monat des Jahres 2010 sprechen, alles andere als Überraschung hervor„.

Es wird angemerkt, dass die GSEE bereits vor geraumer Zeit die Alarmglocke bezüglich der neoliberalen Politiken geschlagen hat, die das Land in die Explosion der Arbeitslosigkeit, die Ausweitung der Rezession und in gesellschaftliche und wirtschaftliche Sackgassen führen. Der neue Sprung der Arbeitslosigkeit bestätigt für die Gewerkschaften das Selbstverständliche: nämlich dass die einzige Lösung zur Stärkung der Beschäftigung und der realen Wirtschaft die Entwicklung und die Verstärkung der Einkommen ist.

Die Arbeitnehmer haben schon lange die Grenze ihrer Belastbarkeit überschritten und bezahlen ständig die Kosten von Politiken, welche die Rezession, die Armut und die Verelendung noch mehr vertiefen. Außer Regierungswechseln sind laut der GSEE auch Wechsel von Politikern erforderlich, welche Wechsel umgehend vorzunehmen auferlegt sind, damit nicht ständig die Arbeitnehmer die Resultate der Krise und der „Moratorien“ bezahlen.

(Quelle: Vradyni)

  1. Andreas
    13. November 2011, 09:29 | #1

    Es ist schon beeindruckend wie diese ‚Revolverpostille‘ Vradiny es jedesmal schafft aus echten und leider sehr traurigen Fakten Schluesse zu ziehen die an Dummheit kaum zu uebertreffen sind.

    Es ist also „Selbstverständlich“, das „die einzige Lösung zur Stärkung der Beschäftigung und der realen Wirtschaft,“ die Erhoehung „der Einkommen ist.“ (Deshalb geht es offensichtlich China so gut.) Woher zaubern die denn ploetzlich das ganze Geld? ,und gilt dies auch fuer die ueber 20% der Arbeitslosen, fuer die ja die Gewerkschaften wie immer ‚Leider‘ gar nicht zustaendig sind?
    Diese Krise ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, nicht nur ein Problem der Arbeitnehmer, das sich durch die Abloesung einiger Politiker abschaffen laest.
    Es ist genau diese unverantlicher Dummheit der Gewerkschaften, die immer noch so argumentieren als ob Griechenland eine unabhaengige Insel waere, voll mit unerschoepflichen Resurcen, die nur anders verteilt werden muessten, die mit fuer die gegenwaertige Misere verantwortlich ist.

    Noch erstaunlicher jedoch ist, das diese verquirlte Propaganda der Vradiny wieder und wieder hier im „Griechenland-blog“ als Representation der Griechischen Presse zu lesen ist.
    Leute, wirklich! Get real!

  2. admin
    13. November 2011, 12:11 | #2

    Andreas :

    Noch erstaunlicher jedoch ist, das diese verquirlte Propaganda der Vradiny wieder und wieder hier im “Griechenland-blog” als Representation der Griechischen Presse zu lesen ist.

    Strömungen lassen sich nicht durch Bücherverbrennungen eliminieren. Ob nun „verquirlt“ oder nicht reflektieren die Positionen der GSEE die Stimmung eines erheblichen Teils der Bevölkerung.
    Was die Vradyni betrifft, werden in dem Artikel nüchtern und kommentarlos a) die offiziellen Daten der ELSTAT und b) die entsprechende Stellungsnahme der GSEE zitiert, also definitiv keine „Schlüsse“ gezogen: letzteres bleibt den – zum Teil möglicherweise intellektuell überforderten – Lesern überlassen. Deswegen pauschal die Vradyni (die immerhin zu den ältesten Zeitungen in Griechenland überhaupt zählt) als „Revolverpostille“ abzutun und den Redakteuren „unübertreffliche Dummheit“ anzulasten, lässt eher auf blinde Voreingenommenheit als die Bereitschaft und Fähigkeit schließen, sich auch mit oppositären Positionen nüchtern auseinandersetzen zu können.
    Im übrigen wird sich kaum jemand vorzustellen wagen, was in Deutschland geschehen könnte, wenn die reale Arbeitslosigkeit plötzlich auf 30% zusteuern würde – zumal die braune Suppe eh schon kräftig brodelt.

  3. Ottfried Storz
    13. November 2011, 13:41 | #3

    Zitat:
    „Der neue Sprung der Arbeitslosigkeit bestätigt für die Gewerkschaften das Selbstverständliche: nämlich dass die einzige Lösung zur Stärkung der Beschäftigung und der realen Wirtschaft die Entwicklung und die Verstärkung der Einkommen ist.“

    Journalismus bedeutet nicht, nur Gewerkschaftspressemitteilungen unkommentiert abzudrucken. Ganz besonders, wenn so ein volkswirtschaftlicher Unsinn behauptet wird. Eine „einzige Lösung“ gibt es nicht. Und schon gar nicht die Verstärkung der Einkommen losgelöst von der Kreditproblematik und der miserablen Arbeitsproduktivität. Lohnstückkostensenkung ist das Thema, was in Deutschland Gewerkschaften gerne diskutieren. In GRiechenland sind die Gewerkschaft jedoch scheinbar noch im 70er Jahre Klassenkampfdenken.
    Fehlende Sachkunde scheinbar auch hier.

  4. Ausgenz
    13. November 2011, 17:46 | #4

    Welcher Grieche wagt es, seinen Landsleuten den Spiegel vors Gesicht zu
    halten ? Die Journalisten sind es schon lange nicht mehr. Zu groß ist die
    Angst, dass auch ihre Zeitung Auflagenverluste hinnehmen muß, das Erscheinen
    der Zeitung eingestellt wird und der Arbeitsplatz verloren geht.
    Nur so kann ich mir den Spagat erklären, den die rechtsgerichtete Vradini-
    Zeitung nun mit populistischen- aber unrealistischen Äußerungen der Linken
    versucht.
    Kein kritisches Wort, dass die vielen Generalstreiks und Streiks der griechischen Volkswirtschaft enorm geschadet haben und damit mitschuldig an der steigenden Arbeitslosigkeit sind. Kein kritisches Wort, dass Staatsbetriebe wie die Bahn OSE
    täglich dem Staat ca 1 Mill. Euro Verluste einfahren und auch gegen den Widerstand
    der Gewerkschaften privatisiert werden müssen, wenn man die Steuerbelastung für den
    ehrlichen Steuerzahler noch erschwinglich halten will. Stattdessen werden hier Parolen
    aus einer gescheiterten Epoche weiter verbreitet , siehe meine Vorredner oben.
    So hat doch der Krimiautor Petros Markaris recht: Griechenland ist der letzte Euro-
    päische Staat mit einem sozialistischem Fundament.
    Dieser nachfolgende Youtube-Beitrag ist schon 1,5 Jahre alt, aber so aktuell, als wäre
    er gestern gemacht worden.Ich kann nur hoffen, dass auch die anderen von Makaris
    geäußerten Prognosen eintreten werden und die beiden großen politischen Parteien
    aus der griechischen Poltik verschwindet werden und Griechenland wieder dem Volk
    ähnlicher wird, welches wir vor gerade mal 30 Jahren so in unsere Herzen
    eingeschlossen hatten.
    Petros Makaris

  5. Andreas
    14. November 2011, 07:56 | #5

    @Admin Ich glaube die Komentaren von Ottfried Storz und Ausgrenz sprechen fuer sich.

    Nur noch so viel, Griechenland ist seit 1997 meine Heimat in der ich Lebe, Arbeite und meine Steuern bezahle. Ich bin nicht irgendein Faschodeutscher der boese Briefbomben aus dem Ausland schmeisst.

    Es bleibt seltsam mit welch plumpen Anwuerfen von „Buecherverbrennung“ und „Intelektueller Ueberforderung“ hier auf meine Kritik reagiert wird, denn seit wann ist denn das Alter einer Zeitung gleichbedeutend zur Qualitaet seiner Inhalte? und warum reagiert Admin nicht auf eine einzige der Fragen die ich gestellt habe, anstatt mich nur wuest zu beschimpfen?

  6. 14. November 2011, 10:26 | #6

    Leider weiß ich als deutscher Bürger der seit über 10 Jahren in Griechenland lebt, auch keine Patentlösung für die Krise, denn auch mir drängt sich auf, das eher die Reichen und die Einflussreichen immer wieder gerettet werden.
    Allerdings, die Lösungen die ich hätte, wage ich nicht öffentlich zu äußern, da der Grieche an sich an der Krise ja grundsätzlich völlig unschuldig ist. Es ist wohl so wie in Deutschland in der Nachkriegszeit: Niemand war es gewesen, niemand war Schuld, außer vielleicht doch die Juden.
    Insofern unterscheiden sich Griechen wohl nicht von Deutschen, wahrscheinlich ist das Prinzip der Schuldabweisung ein eher allzu menschliches in allen Völkern.

    Auch hier in diesem Forum stelle ich fest, dass der admin mit seiner Verteidigung der Vradiny die gleiche Denke hat, und mittlerweile auch noch agressiv reagiert, wenn jemand anders denkt.
    Selbst bei meinen Freunden stelle ich fest, dass einerseits über den korrupten Staat geschimpft wird und andererseits problemlos Steuern hinterzogen werden, und laufend gegen Gesetze verstoßen wird.
    Doch so ist Griechenland bestimmt nicht zu retten. Das Interview mit Petros Makaris geht in die richtige Richtung. Vielen Dank an Ausgenz für den Link.
    Nur wie will man ein ganzes Volk dazu bringen, seine Gewohnheiten zu ändern?
    Ich weiß es nicht. Das Ganze macht mich nur noch traurig.

  7. Roman
    14. November 2011, 11:56 | #7

    Nun ja. Krise hin, Krise her…

    Selbst wenn man den breiten griechischen Massen fehlende „Steuerdisziplin“ vorwerfen könnte, wäre dies kein Grund für derartige Eingriffe in den volkswirtschaftlichen Korpus.

    Diese Eingriffe der Troika sind ja erwiesener Maßen absolut schädlich und führen letztlich zum Kollaps am Binnenmarkt.

    Sie sind durch nichts zu rechtfertigen, denn sie erzeugen genau eine umgekehrte Wirkung als die, die uns in den Medien propagiert wurde.

    Ich wünsche den Griechen einen kühlen Kopf und verkauft NICHT eure Infrastruktur.

    Diesen Mitschnitt finde ich auch sehr interessant:

    http://www.youtube.com/watch?v=omdnGAruSd4

    Ab min. 5:55

    Wie sieht es denn mit dem griechischen Militär aus?

  8. admin
    14. November 2011, 15:12 | #8

    Wer sich grundlos persönlich angegeriffen gefühlt haben sollte, sei hiermit um Entschuldigung gebeten.

    Bezüglich an die GSEE gerichteter Fragen sei auf deren Hompeage und / oder Pressestelle verwiesen.

  9. Ottfried Storz
    14. November 2011, 17:36 | #9

    Zu „Diese Eingriffe der Troika sind ja erwiesener Maßen absolut schädlich und führen letztlich zum Kollaps am Binnenmarkt.“
    Irgendwie wird in griechischen Medien und von Griechen kaum wahr genommen, das Griechenland längst pleite wäre (und u.a. ihre Banken und die Sparguthaben der Griechen), wenn es die Troika nicht gäbe.
    Aktuell hält alleine die EZB griechische Staatsanleihen über 60 Mrd. Euro, aufgekauft fast ausschließlich in den letzten zwei Jahren, siehe
    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Finanzkrise
    Und neue Kredite in den letzten zwei Jahren bekam Griechenland zu über 95 Prozent nur von der Troika.
    Die „Eingriffe der Troika“ waren also einerseits Anleihenaufkauf und zweitens Neukreditgewährung.
    Im Gegenzug forderte die Troika Einnahmesteigerung (u.a. durch Privatisierungen) und Ausgabenverringerung. Zudem zur x-Maßnahmen zur Steigerung der bislang katastrophalen niedrigen Wettbewerbsfähigkeit. Die Umsetzungsgeschwindigkeit war bislang gering, der Personal- und Kostenabbau im öffentlichen Dienst und Privatisierungsgeschwindigkeit katastrophal.
    Schuld daran ist nicht die Troika, sondern ausschließlich die von Griechen gewählten Politiker und ihre sonstigen Meinungsbildungsgruppen.

  10. Maria
    14. November 2011, 19:10 | #10

    Langsam reicht es! Gegessen und getrunken, haben ALLE! Nicht nur die Politiker, auch die Bewölkerung. Alle die ihre Steuer nicht bezahlt haben. Alle die, nie eine Quittung verlangt haben um die Mwst. nicht zahlen zu müssen, alle die unrechtmäßig Rente für ihre verstorbenen, kassiert hat, alle die 300€ für’s hände waschen bekommen haben, und und, und……die reiche Länder die Jahrelang die Misere gesehen und ausgenutzt haben!

  11. Roman
    14. November 2011, 20:20 | #11

    Ich habe nicht die zeit, mir das gesamte Blog durchzulesen.

    Wäre es den Betreibern des Blogs möglich, eine Aufstellung der griechischen Staatsschulden vorzunehmen?

    Gibt es eine Möglichkeit, die realen Zahlen zu veröffentlichen? Wie viel von dem Geld, das dort geschuldet wird, ist zu Händen der Bevölkerung Griechenlands gekommen? Wer hat maßgeblich von den Geldern profitiert? Wie hat sich das Einkommen der Masse der griechischen Bürger vor und nach Einführung des Euro verhalten? Sind diese Zahlen denn zugänglich?

    Wie hat sich die Einkommensverteilung nach Einführung des Euro entwickelt?
    Es muss doch möglich sein, die Summen, die da kursieren irgendwie zu verifizieren.

    Besten Dank

  12. admin
    14. November 2011, 22:25 | #12

    @Roman
    In Griechenland waren wiederholt offizielle Stimmen laut geworden, die Staatsverschuldung von international akkreditierten und – im Rahmen des Möglichen – über Zweifel erhabenen Wirtschaftsexperten inventieren und nicht zuletzt auch speziell bezüglich „unsittlicher Forderungen“ analysieren zu lassen. Selbstverständlich wurden diese Stimmen nachhaltig abgewürgt, erstaunlicherweise sogar ohne, dass sich – wie beispielsweise in dem nach wie vor „ungeklärten“ Abhörskandal – wieder mal jemand „selbst“ erhängen (lassen) musste!
    Die konkreten Fragen sind damit zwar nicht beantwortet, jedoch zumindest in eine relevante Richtung geleitet … .

  13. Rico Coracao
    15. November 2011, 02:26 | #13

    Man sollte sich jetzt nicht gegenseitig ausspielen, gerade die Kleinen (also 99% egal wo 🙂
    Griechenland geht sehr schweren Zeiten entgegen aber das wäre immer noch besser als gefährliche Situationen wie Anarchie, dann sieht sich das Militär wirklich dazu genötigt um Ruhe im Land herzustellen (auch egal wo in der EU) ..wenn Italien fällt und Italien ist schon am taumeln, dann sagen wir Alle Gute Nacht, auch in den USA und in China haben sich riesige Blasen gebildet…alles vernetzt..das wird dann richtig schlimm aber nach 2 Jahren gehts dann für Alle auch wieder bergauf, warscheinlich mit sehr viel weniger Schulden/Geld überall.. warum man Griechenland so kaputtspart ist mir auch ein Rätsel, 2 Motive vielleicht: Exemple statuieren damit wenigstens Spanien,Italien, Portugal weitermachen? Oder weil man das Land „abgrasen“ möchte, sprich: Billig Land/Inseln etc kaufen und wenn`s so ist dann ist Goldman Sachs/IWF/FED etc.. dahinter ..die wahren Strippenzieher.. sollte es so sein werden wir Alle unseren gestohlenen Landbesitz zurückerobern und wir sind 99%, auch egal wo 🙂 Also: Durchhalten, abwarten, dann Kopf einziehen beim Systemcrash und wir fangen wieder von vorne an.. kein fremdes Geld der Welt kann ein Stück Nation kaufen, nirgendwo

  14. Lina
    18. November 2011, 15:25 | #14

    Die billigste Lösung für alle Beteiligten im Euroraum wäre die Anwendung von WTO Regeln.
    Demnach muss kein Land ein Aussenhandelsdefizit hinnehmen.

    Lest Flassbeck!
    http://www.tageswoche.ch/@agfme

    Das Spiel, das die deutsche Regierung im Moment spielt ist mehr als gefährlich.

    Leider wird die deutsche Bevölkerung nur von zwei Familien „informiert“: Springer und Bertelsmann. (Wer googelt wird staunen)

    Wer nicht nur oberflächlich rumplappern möchte, könnte sich zum Beispiel auch zusätzlich einmal anschauen WER diese „nervösen Märkte“ sind. WER genau steckt hinter staatlichen Anleihenkäufen? Dieses Geschäft ist unter 3 Playern aufgeteilt ist: Deutsche Bank, Goldmann Sachs, J.P. Morgan. Sie machen 75% des Geschäfts. Die Deutsche Bank hat einen Anteil von ca. 20%. Der Rest geht an Versicherungen. Welche Versicherungen sind die größten in z.B. Europa? Auf welcher Veranstaltung hat gestern Herr Schäuble referiert?

    Was sind Staatsschulden?
    „As the government draws its income from much of the population, government debt is an indirect debt of the taxpayers.“
    http://en.wikipedia.org/wiki/Government_debt

    Und jetzt schauen wir uns einmal an, wie es dazu kommen kann, dass das deutsche Parlament zusätzliche Steuererhöhungen in Irland genehmigt, BEVOR es jemand vom irischen Parlament überhaupt zu Gesicht bekommen hat.

    http://www.irishtimes.com/newspaper/frontpage/2011/1118/1224307767242.html

    Wenn wir das gelelsen haben, wundern wir uns, über das, was die Springer Presse nach England rüberschreit:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article13723368/Schaeuble-sagt-das-Ende-des-britischen-Pfunds-voraus.html

    Liebe Leute, erkennt die Zeichen der Zeit, denn sonst werdet Ihr wieder einmal sagen: „DAS haben wir nicht gewußt!“

    Kalinichta.

  15. Piratenpartei-ler
    30. November 2011, 15:06 | #15

    Die Wirtschaft geht sowieso vor die Hunde, und zwar in der ganzen EU. Mit radikalen Neoliberalen Sparprogrammen wird Armut und Arbeitslosigkeit befeuert was dann die Realwirtschaft abwürgt. Ewig weiter schulden machen geht auch nicht.

    Wenn sich die Schulden nicht durch Sparen abbezahlen lassen dann nur durch Geld Drucken oder Staatsbankrott. Von daher, das was hier im Moment abläuft ist erst Anfang. Der richtig häßliche Teil kommt erst noch und der wird auch vor Deutschland nicht halt machen.

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