Steuerverfahren gegen Ärzte in Thessaloniki in Griechenland

9. Oktober 2011 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 556

In Griechenland wurden Verfahren gegen neun Arztpraxen in Thessaloniki eingeleitet, nachdem bei Kontrollen der Wirtschaftspolizei diverse Steuervergehen festgestellt wurden.

Aufgrund telefonischer Anzeigen von Bürgern ging die griechische Wirtschaftspolizei während der vergangenen drei Tage in Thessaloniki auf „Safari“ in Arztpraxen, um Steuervergehen festzustellen. Wie seitens der Führung der griechischen Polizei (ELAS) bekannt wurde, begab sich nach telefonischen Anzeigen, die über die Rufnummer landesweite 11012 der Wirtschaftspolizei erfolgten, ein Stab der Abteilung für Sozial- und Versicherungsschutz nach Thessaloniki und führte in 20 Arztpraxen verschiedener Fachgebiete Überprüfungen durch.

Aus den Kontrollen bestätigte sich, dass neun Ärzte fallweise keine Quittungen ausstellten oder die Patientenlisten oder ihre Kassenbücher sowie die vorgesehenen Geschäftsunterlagen nicht korrekt führten. Im Fall eines Psychiaters – Psychologen wurden überhaupt keine Bücher geführt, während in einem anderen Fall eines Zahnarztes festgestellt wurde, dass in seiner Praxis auch andere Ärzte arbeiteten, die entweder keine Bücher führten oder Rentner waren.

Zu Lasten der neun Arztpraxen werden Verfahren eingeleitet und bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Thessaloniki eingereicht werden, während parallel auch die Informierung der zuständigen zuständigen Finanzämter (DOY) erfolgen wird, damit letztere die einschlägigen Verwaltungsverfahren einleiten.

Seitens der Führung der griechischen Polizei wird betont, dass „das Dezernat für Sozial- und Versicherungsschutz der Wirtschaftspolizei und des Dezernats für elektronische Kriminalität die Verfolgung der Vergehen zu Lasten von Sozialversicherungsträgern, Fürsorgeträgern und Trägern der Gesundheitsversorgung der Bürger zum Ziel und speziell die Nichtentrichtung von Versicherungsbeiträgen, rechtswidrige Rezeptausstellungen, unwahre ärztliche Gutachten, überhöhte Rechnungsstellungen für Medikamente und ärztliche Ausrüstung sowie auch die Nichtausstellung von Quittungen über ärztliche oder Behandlungsleistungen zum Ziel haben„.

(Quelle: Kathimerini)

  1. Apateonas
    9. Oktober 2011, 15:08 | #1

    Endlich mal eine gute Nachricht hier!
    So stelle ich mir das neue Griechenland vor, wo endlich gegen die Feinde im eigenen Land vorgegangen wird. Die modernen griechischen „Götter in Weiss“ sollten sich schämen, wenn sie sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichern, insbesondere in Anbetracht des Eides, den sie geleistet haben (sollten).

  2. NoBody
    10. Oktober 2011, 08:40 | #2

    @ Apateonas
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Die Arroganz und Gier des Großteils der Gr. Ärzte ist schon einzigartig. Ich wünsche JEDEM Gr. Mediziner eine Steuerprüfung (3-jahre rückwirkend) und genaue Prüfung/Offenlegung der Vermögensverhältnisse. Die Erlöse aus daraus resultierenden Strafzahlungen wären ein wesentlicher Beitrag zur finanz. Konsolidierung.

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