Investitionen von bis zu 20 Milliarden Euro in Photovoltaik in Griechenland

8. September 2011 / Aktualisiert: 10. Dezember 2013 / Aufrufe: 641

Das Programm HELIOS sieht Investitionen von bis zu 20 Milliarden Euro auf dem Sektor der Stromerzeugung aus Photovoltaik in Griechenland vor.

Auf der 26. Europäischen Photovoltaik-Konferenz in Hamburg (26th EU PVSEC, 05. – 09. September 2011) präsentierte vorgestern (05.09.2011) der griechische Minister für Umwelt, Energie und Klimawandel Jorgos Papakonstatinou das Konzept für das Programm „HELIOS“ (griechisch: ΗΛΙΟΣ) und die Aussichten bezüglich der Nutzung der Sonnenenergie. Der Plan sieht Investitionen von bis zu 20 Mrd. Euro für die Installation photovoltaischer Anlagen auf Landstücken mit einer Gesamtfläche von 20.000 Hektar vor, die mittels langfristiger Pachtverträge (25 Jahre) an die interessierten Investoren verpachtet werden soll.

Ziel des Programms ist die Installation photovoltaischer Anlagen mit einer Leistungen von 3.000 bis 10.000 Megawatt mittels der Entwicklung von Kooperationsmechanismen mit anderen EU-Ländern im Rahmen der europäischen Direktive über die erneuerbaren Energiequellen. Bei durchschnittlichen Investitionskosten von 2 Mio. Euro pro Megawatt bringt die Installation von 10.000 Megawatt ein Investitionsvolumen von 20 Mrd. Euro mit sich.

Investition in PV-Anlagen ohne bürokratische Hindernisse

Wie Minister Jorgos Papakonstantinou erklärte, werden die Investitionen durch spezielle Zweckgesellschaften auf konkreten staatlichen Flächen erfolgen, für welche die erforderlichen Genehmigungen in ihrer Gesamtheit sichergestellt wurden und fertige Vereinbarungen über den Netzanschluss vorliegen. Die potentiellen Investoren werden ihre Aktivität folglich ohne verwaltungstechnische und bürokratische Hindernisse unmittelbar aufnehmen können.

Was die Attraktivität für Investoren betrifft, bietet Griechenland eine Reihe von Vorteilen, wie:

a) die hohe Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, die im Verhältnis zu der selben in einem Land des Nordens erfolgenden Investition eine höhere Energieausbeute gewährleistet. Konkret erzeugt in Griechenland ein Quadratmeter Photovoltaik etwa 1.800 Kilowattstunden im Jahr, wogegen die Ausbeute in Deutschland bei nur 1.285 Kilowattstunden im Jahr liegt.

b) die Tatsache, dass laut der Agentur Ernst & Young hinsichtlich der Bewertung des Grades der Attraktivität von Investitionen in PV-Projekte Griechenland unter 35 Ländern an sechster Stelle liegt.

Bezüglich der erforderlichen internationalen Vernetzungen zum Transport der erzeugten Energie zu den nordeuropäischen Ländern wird geschätzt, dass derzeit der Transport von 2.000 – 2.500 Megawatt technisch möglich ist, mit wahrscheinlichen „Flaschenhälsen“ an den Grenzen Italiens – Sloweniens – Ungarns. Für die vollständige Entwicklung des Konzepts wird also die Verstärkung der Vernetzungen zwischen Griechenland und den Nachbarländern sowie ebenfalls auch die Anbindung der Inseln an das Verbundnetz des Festlands notwendig sein.

(Quelle: Naftemporiki)

Weitere Quellen zum Thema Photovoltaik in Griechenland:

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