Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland plant Point-System für faule Kunden

6. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 577

Angesichts der rapiden Zunahme der unbezahlten Stromrechnungen in Griechenland will die öffentliche Elektrizitätsgesellschaft ein Point-System für faule Kunden einführen.

Die öffentliche Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland (DEI / ΔΕΗ) plant ein neues Verfahren zur Regelung der Zahlungsvereinbarungen für überfällige Stromrechnungen. Nach einer Art „Point-System“ sollen die Kunden, die sich mit der Bezahlung ihrer Stromrechnungen schwer tun, analog zu ihrer während der letzten zwölf Monate dokumentierten Zahlungsmoral sechs Kategorien zugewiesen werden.

Für jede Kategorie sollen exakt die seitens der DEI gewährten Zahlungserleichterungen (Ratenzahlung), aber auch die Konsequenzen vorgesehen werden, falls eine vereinbarte Zahlungsregelung nicht eingehalten wird. Die Kategorien, denen die Verbraucher zugewiesen werden sollen, stellen sich folgendermaßen dar:

  1. Pünktliche Zahlungen, keinerlei Zahlungsvereinbarungen für geschuldete Beträge.
  2. Getroffene Zahlungsvereinbarungen werden eingehalten.
  3. Mehr als eine Umlage offener Rechnungen auf zukünftige Rechnungen oder auch eine einmalige Nichteinhaltung einer Ratenzahlungsvereinbarung.
  4. Mehrfache Nichteinhaltung von Zahlungsvereinbarungen.
  5. Manipulation des Stromzählers nach Stromabschaltung wegen Schulden.
  6. Wiederholte Zählermanipulation nach Stromanschaltung oder auch Stromdiebstahl.

Für Haushaltsverbraucher der ersten Kategorie, die also während der vorherigen zwölf Monate immer pünktlich ihre Rechnungen beglichen, ist die Möglichkeit vorgesehen, für eine überfällige Rechnung eine Vereinbarung über die Abzahlung in bis zu vier zweimonatlichen Raten zu treffen, während für die übrigen Kategorien entsprechende Skalierungen vorgesehen sind.

Soziale Kriterien für Ratenvereinbarung und Stromabschaltung

Eine spezielle Kategorie stellen die Kunden mit dem sogenannten „sozialen Haushaltstarif“ dar (also Personen mit niedrigen Einkommen, alte Leute, „empfindliche“ Gruppen usw.). In diesen Fällen werden mehr Raten und niedrigere Anzahlungen eingeräumt, wobei wiederum spezielle Sonderregelungen für Personen vorgesehen sind, die auf maschinelle Unterstützung angewiesen sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Zahlungsvereinbarungen für die übrigen Kundenkategorien der DEI (Unternehmen, öffentlicher Sektor, aus dem Hochspannungsnetzt versorgte große Industriebetriebe usw.) vorgesehen.

Parallel wird für die „empfindlichen“ Verbrauchergruppen Vorsorge getroffen, indem unter anderem vorgesehen ist, dass ihnen der Strom im Winter und im Sommer nicht abgeschaltet wird, um sie vor den Folgen von Frost und Hitzewellen zu schützen.

(Quelle: in.gr)

Ergänzend sei angemerkt, dass im Rahmen des einschlägigen Dialogs bezüglich der Reduzierung der Außenstände der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft DEI von Seite der griechischen Energie-Regulierungsbehörde (RAE) eingebrachte Vorschläge eine Erhöhung der Kautionen, den Kauf / Verbrauch elektrischen Stroms auf Basis von Prepaid-Karten (was allerdings die Installation neuer Stromzähler voraussetzt), die Option zur Verweigerung der Versorgung bereits bei anderen Versorgern zahlungsrückständigen Verbrauchern und sogar auch die Schaffung einer „Energie-Schufa“ umfassen; letzteres könnte allerdings nur mit der Zustimmung der Datenschutzbehörde realisiert werden.

(Quelle: in.gr)

Relevanter Beitrag: 30.000 Haushalte in Griechenland ohne elektrischen Strom.

  1. E.
    6. August 2011, 17:32 | #1

    statt eines point-system, sollen die lieber dafuer sorgen das die menschen ihre rechnungen bezahlen KOENNEN !!!!!!!!!!!!!!!! z.B. mit arbeitsplaetzen und menschenwuerdigen loehnen ? immer mehr menschen werden bald ihre rechnungen nicht bezahlen koennen ….und da nutzt auch kein tolles point-system !

  2. nomas
    7. August 2011, 10:52 | #2

    E. :statt eines point-system, sollen die lieber dafuer sorgen das die menschen ihre rechnungen bezahlen KOENNEN !!!!!!!!!!!!!!!! z.B. mit arbeitsplaetzen und menschenwuerdigen loehnen ? immer mehr menschen werden bald ihre rechnungen nicht bezahlen koennen ….und da nutzt auch kein tolles point-system !

    in jedem land gibt es solche und solche. also hast du recht, was die einen betrifft, die zuwenig einkünfte haben.
    und gleichzeitig hast du unrecht, was die anderen betrifft, die sehr wohl einkünfte in hinreichender höhe haben, um ihre fällligen rechnungen zu bezahlen, aber irgendwie der meinung sind, über dem gesetz zu stehen. solche leute kommen in höheren einkommensgruppen m.e. häufiger vor als in niedrigeren. und für solche leute ist das neue punktesystem sehr sinnvoll.

  3. E.
    7. August 2011, 14:56 | #3

    hier in griechenland sieht es aber im moment so aus das immer mehr menschen strom und wasser abgedreht wird weil sie wirklich““ zahlungsunfaehig sind ( wovon auch wenn in jeder 3. arbeitslos ist )……alles wird teurer( geh mal in einen griechischen supermarkt , alles ist teurer als in deutschland und die loehne viel, viel nidriger)
    die hoehere einkommensgruppe zahlt auf jeden fall ihre stromrechnung, es geht denen wieder mal um „den kleinen mann“ aber irgend wie scheinen die das nicht zu begreifen …..
    lange kann das nicht mehr gutgehen, irgendwann kommt es zu einem knall!!!!

  4. Xristos
    8. August 2011, 03:09 | #4

    Hm – ich kann als Elektriker in fast jedem Dorf jede Leitung anzapfen – vor jedem Zähler.
    Also wirklich, wer das will, macht es auch. Da bekommt der Mensch, der die Zähler abliest, mal einen Schein – jetzt tut doch nicht so, als sei das unbekannt. Wenn ich in Horfto, Pilion nur 43 EUR/Jahr als Wasser und Entwässerungsgebühr bezahle, für etwa 800 qm mit automatischer
    Gartenbewässerung – ja, genau- wer bitte hat dann kassiert und wer hat daran verdíent ???
    Gute Nacht.

    Christos

  5. onoma
    8. August 2011, 20:14 | #5

    reformen sind nötig wenn griechenland nicht untergehen soll und das darf nicht passieren……. es sind zu viele fehler gemacht. die zeit drängt und vieles geht den menschen zu schnell. sie waren nicht vorbereitet.. und das alles dank den erbärmlichen politikern die sich scheinbar aus gewissensgründen? ein wenig geändert haben (will ja nicht jeder der mörder der wiege europas sein), den egoistischen reichen, den skrupelosen faulen mitarbeitern des öffentlichen dienstes, den möchtegern linken die massen flüchtlinge aufgenommen haben ohne zu wissen wie sie diese menschen versorgen sollen. wenn es ihnen nicht einmal gelingt die griechische bevölkerung zu versorgen und die probleme mit den flüchtlingen auch aus religiösen gründen vorprogrammiert sind. als ob griechenland kraft, geld und zeit hat um sich zusätzlich mit den religiösen sorgen und diferenzen der in- und ausländer zu kümmern. selbstverständlich haben auch die merkwürdige eu familie, die banken und andere ihren teil dazu beigertragen. wie auch immer, jetzt geht es darum die fehler so weit wie möglich zu korrigieren, neue ideen zu entwickeln und andere, bessere wege zu gehen. wenn mindestens viele und möglichst alle mithelfen wird es greichenalnd schaffen. es wäre nicht das erste mal…… alles gute! ach ja, wenn das land rechlich öl (ist nicht das leckere olivenöl gemeint sondern das worauf alle merkwürdiger und unverständlicher weise scharf sind) und gas hat dann kann und sollte die regierung sobald wie möglich damit beginnen die menschen für ihre entbehrungen und den stress zu entschädigen in dem strom, gas und öffentliche verkehrsmittel kostenfrei zur verfügung gestellt werden.

    herzliche grüße

  6. Apateonas
    8. August 2011, 22:59 | #6

    Dann bin ich dafür, dass wir auch Kategorien für die Mitarbeiter von DEI einführen:
    1. Idiot = gewöhnlicher Angestellter
    2. Vollidiot = Abteilungsleiter (ipefthinos)
    3. Stromzählerableser = Weihnachtsmann (…der Arbeitet auch nur einmal im Jahr!)
    4. Sadist (Nazi, Talliban etc.) = Stromabsteller (mindestens 5 Stunden am Stück, wie letze Woche, bei 35 Grad u. wieder alles im Kühlschrank im ARSCH!)
    5. Volksfreund = Fakelaki-Nehmer und Augenzudrücker (bei illegalem Stromabzapfen)
    6. Bankster oder Papst = Rechnungsschreiber (ohne Zählerstand zu kennen, hat Rechte wie der Papst)

  7. der name
    9. August 2011, 22:31 | #7

    lasst den weihnachtsmann in ruhe. er bringt geschenke. und nicht vergessen, er ist nicht der nikolaus. allerdings ist er offensichtlich von ihm ispiriert.. siehe kleidung.
    schöne grüße

  8. kunibert
    16. August 2011, 19:14 | #8

    es ist mal an der Zeit das Griechenland faire und vor allem wettbewerbsfähige Strompreise wie hier in Deutschland bekommt.
    Dann brauch man auch kein Fakelaki mehr und der Grieche kann voller Stolz sein Land mit eigenen Kräften retten .

  9. Waldemar
    17. August 2011, 22:59 | #9

    Fakelaki? Das gibt es nicht mehr und wenn doch gibt es eine Beschwerdestelle! So soll es bleiben. Ich denke es ist an der Zeit das jedes Dorf und erst recht jede Stadt die Solarenergie nutzt da die Sonne ein wertvolles Geschenk des Himmels ist:) Sie ist ein wahrer Freund Griechenlands. Und was die Kosten für den Ausbau angeht, eventuell können sich in jede Stadt Gruppen bilden um ggf. Geld zu organisieren. Es wird doch Sponsoren geben die gerne spenden wenn sie sicher sein können das ihr Geld bei den Adressaten ankommt. Erst recht wenn sie selbst davon profitieren können.

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