Arbeitslosigkeit in Griechenland auf historischem Höchststand

12. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.406

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland erreichte im Mai 2011 erneut einen historischen Höchststand und könnte im kommenden Winter sogar auf weit über 20 Prozent ansteigen.

In Griechenland erreichte im Monat Mai 2011 die offizielle Arbeitslosenquote mit 16,6% erneut einen historischen Höchststand (Mai 2010: 12%, April 2011: 15,8%). Die Anzahl der registrierten Arbeitslosen stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat Mai 2010 um 220.534 (Anstieg von 36,6%) und im Vergleich zum Vormonat April 2011 um 36.260 (Anstieg um 4,6%) an. Die höchsten Arbeitslosenquoten wurden in Makedonien und Thrakien verzeichnet, wogegen sich im Großraum Attika ein geringfügiger Rückgang einstellt.

Angesichts dieser Entwicklung fallen die Prognosen für den bevorstehenden Herbst äußerst erschreckend aus, weil dann die touristischen Regionen keine Arbeitslosen mehr absorbieren und andererseits Saisonpersonal entlassen oder freigestellt werden wird. Bezeichnend ist im übrigen auch die Äußerung des Arbeitsministers Jorgos Koutroumanis, der angesichts der explodierenden Arbeitslosigkeit vor dem „schwersten Winter seit Jahrzehnten“ warnte.

Fatale Abnahme der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung in Griechenland

Laut der griechischen Behörde für Statistik (ELSTAT) wird die Anzahl der Beschäftigten im Mai 2011 auf 4.131.528 Personen geschätzt. Die Anzahl der (registrierten) Arbeitslosen stieg auf 822.719 Personen, während der Anteil der wirtschaftlich nicht aktiven Bevölkerung 4.383.374 Personen erreichte und damit inzwischen deutlich höher liegt als der Anteil der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung in Griechenland.

Die Anzahl der Beschäftigten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2010 um 299.798 (Rückgang von 6,8%) und im Vergleich zum Vormonat April 2011 um 51.804 Personen (Rückgang von 1,24%). Die Anzahl der offiziell als arbeitslos erfassten Arbeitskräfte stieg dagegen im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2010 um 220.534 (Zunahme von 36,6%) und im Vergleich zum Vormonat April 2011 um 36.260 (Zunahme von 4,6%) Personen an.

Auf Bezirksebene wurden die höchsten Arbeitslosenquoten in Westmakedonien (24,9%), Ostmakedonien und Thrakien (20,2%), Zentralmakedonien (19,8%) und auf den Ionischen Inseln (19,3%) verzeichnet. In Attika ging dagegen die Arbeitslosenquote von 15,7% im April 2011 auf 15,6% im Mai 2011 minimal zurück.

Im statistischen Durchschnitt stieg von Ende April bis Ende Mai 2011 die Arbeitslosenquote bei den Männern von 13,1% auf 14,1% und bei den Frauen von 19,6% auf 20%.

In der Altersgruppe der 15-jährigen – 24-jährigen sank die Arbeitslosenquote von 43,1% Ende April 2011 auf 40,1% Ende Mai 2011, liegt damit jedoch andererseits um 7,6% höher als die im Vorjahresmonat Mai 2010 mit 32,5% verzeichnete Quote der Jugendarbeitslosigkeit. In der Altersgruppe 25 – 34 Jahre stieg die Arbeitslosenquote im Mai 2011 auf 22% (Mai 2010: 15,8%) und in der Altersgruppe 35 – 44 Jahre auf 14,4% (Mai 2010: 12,7%) an. Der kontinuierliche Anstieg in diesen Altersgruppen ist folglich besonders ausgeprägt.

(Quelle: in.gr)

  1. Peter
    12. August 2011, 21:42 | #1

    Ich frage mich woher diese Zahlen stammen? Es gibt in Griechenland keinerlei Meldepflicht, und ueber die Steuernummer gibt es wohl keine schluessigen Informationen. Also auf welcher Basis fundieren diese Angaben?

  2. pateizia nastos
    27. August 2011, 00:12 | #2

    @peter, deinen kommentar haettest du dir sparen koennen!wir sprechen von offizellen registrierten arbeitslosen! und, scheiss auf die meldepflicht, wer ein auto hat, ist angemeldet, oder eine wohnung oder irgendein eigentum hat! gott sei dank ist hier nicht deutschland!!! beschwere dich in deinem land!!!!!! auf nimmer wiedersehen peter!

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