Griechenland verlängert Einlagensicherung bis Ende 2015

15. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 887

In Griechenland wurde die Einlagen-Garantie für Einlagen und Sparguthaben bei griechischen Banken bis Ende 2015 verlängert.

Mit dem heute (14.07.2011) bekanntgegebenen Beschluss 23384/27.5/2011 des griechischen Finanzministeriums wurde die Geltung des Gesetzes über den Schutz der Bankeinlagen (N. 3746/2009) von bis zu 100.000 Euro bis Ende 2015 verlängert. Die Geltung des in Rede stehenden Gesetzes wäre ohne den Beschluss zur Verlängerung Ende 2011 ausgelaufen.

Die Einlagensicherung wird mittels des Sicherungsfonds für Einlagen und Investitionen (Ταμείο Εγγύησης Καταθέσεων και Επενδύσεων / TEKE) gewährleistet und bezieht sich auf den Betrag von 100.000 Euro für die Guthaben des selben Anlegers bei jeder Bank.

Einlagensicherung in Griechenland bis 100.000 Euro pro Anleger und Bank

Die Grenze von 100.000 Euro gilt je Anleger und Kreditinstitut, unabhängig von der Anzahl der Konten, der Währung oder dem Land, in dem die Filiale des Kreditinstituts betrieben wird, bei dem das Guthaben geführt wird. Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass bei Gemeinschaftskonten die Deckungssumme unabhängig von der Anzahl der Mitinhaber ebenfalls insgesamt maximal 100.000 Euro je Inhabergemeinschaft und Institut beträgt.

Der Einlagensicherungsfond TEKE deckt ebenfalls alle Investoren – Kunden der Kreditinstitute, die sich an dem Investitionssicherungszweig des TEKE für die Investment-Dienstleistungen beteiligen, bis zum Betrag von 30.000 Euro auch für die Summe der Forderungen des Investors – Kunden, unabhängig von den Investment-Dienstleistungen, der Anzahl der Konten, der Währung und dem Ort der Erbringung der Dienstleistung.

Sollte es ein Problem (sprich Zahlungsunfähigkeit eines Kreditinstituts) geben, schreitet der Fond zu Entschädigungen, indem er das unmittelbar verflüssigbare Kapital verwertet, das Ende 2010 rund 1,4 Milliarden Euro betrug. Insgesamt belaufen sich die verwalteten Mittel auf knapp 3 Milliarden Euro.

Sollte das aus den regulären Mitteln herrührende verfügbare Kapital des Sicherungsfonds TEKE nicht zur Entrichtung von Entschädigungen an die Anleger eines Instituts ausreichen, welches den Anlegern die Einlagen nicht zurückzuzahlen vermag, sind die übrigen Banken zur Zahlung einer ergänzenden Einlage verpflichtet, deren Höhe per Beschluss des Vorstands des Fonds bestimmt wird. Ein solcher „Nachschuss“ kann jedoch jedenfalls nicht mehr als das Dreifache der regulären Jahresabgabe betragen.

(Quelle: Ta Nea)

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