Sparprogramm vernichtet Kleinunternehmen in Griechenland

30. Juni 2011 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 580

Das neue volkswirtschaftliche Rahmenprogramm in Griechenland lässt einen explosiven Anstieg der Unternehmensschließungen und der Arbeitslosigkeit befürchten.

Die gänzliche und kategorische Ablehnung des Gesetzes zur Umsetzung des neuen „Mittelfristigen Volkswirtschaftlichen Rahmenprogramms 2011 – 2015“ drückt der Dachverband GSEVEE aus, dessen Vorstand gestern zur Besetzung des Wirtschaftsministeriums schritt und auf diese Weise gegen die Weigerung des Sprechers des Ministeriums protestierte, ein programmiertes Treffen zur Übergabe eines Memorandums wahrzunehmen.

Der zentrale Dachverband der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute Griechenlands (GSEVEE / ΓΣΕΒΕΕ) bringt in einer Bekanntmachung seine entschiedene Ablehnung der in dem Anwendungsgesetz vorgesehenen Maßnahmen zum Ausdruck und betont, dass die neuen Maßnahmen nicht nur katastrophale Konsequenzen für die Mini- und Kleinunternehmen herbeiführen werden, sondern fortan auch die Erreichung der gesetzten Ziele in Frage stellen. Wie betont wird, erhöhen die verfügten Maßnahmen noch mehr den Druck auf die kleinen Unternehmen, mit dem sicheren Ergebnis einer explosiven Zunahme der Unternehmensschließung und des Emporschießens der Arbeitslosigkeit auf bisher Höhen.

Neues Sparprogramm macht Hoffnung auf einen Aufschwung zunichte

Erwähnenswert ist, dass in dem neuen mittelfristigen Rahmenprogramm anfänglich Einsparungen und Einnahmen in Höhe von insgesamt etwa 22 Milliarden Euro vorgesehen waren, davon 14 Milliarden Euro aus der Einschränkung der Ausgaben und 8 Milliarden aus der Erhöhung der Einnahmen. Schließlich wurde jedoch das Gesamtvolumen des Programms auf über 28 Milliarden bzw. die Höhe der Interventionen um mehr als weitere 6 Milliarden Euro nach oben korrigiert, die gemäß den vorgesehenen zusätzlichen Maßnahmen fast ausschließlich aus der Erhöhung der staatlichen Einnahmen herrühren werden.

Der Sturm der steuerlichen Maßnahmen zur Umsetzung des neuen mittelfristigen Rahmenprogramms wird laut den Einschätzungen der GSEVEE jegliche Aussichten auf einen Aufschwung der realen Wirtschaft annullieren und das Land noch tiefer in die Rezession stürzen. Mit der Umsetzung der Maßnahmen werden sich nicht nur die Prognosen bezüglich eines Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2012 als nichtig erweisen, sondern die eintretende Katastrophe wird auch das Land um Jahrzehnte zurückwerfen (siehe auch Sparpolitik verwandelt Griechenland in Unternehmensfriedhof).

(Quelle: Vradyni)

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