Streiks in Griechenland legen Verkehrsmittel und Massenmedien lahm

17. Dezember 2010 / Aufrufe: 405

Die anhaltende Bestreikung der öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch der öffentlichen und privaten Massenmedien in Griechenland verursacht nachhaltige Probleme.

Nachdem der von Massenkundgebungen und Ausschreitungen begleitete Generalstreik am vergangenen Mittwoch (15.12.2010) das öffentliche Leben in Griechenland mehr oder weniger nachhaltig zum Erliegen gebracht hatte, wollen die Beschäftigten der öffentlichen Verkehrsbetriebe ihre Arbeitsniederlegungen und Streiks bis Weihnachten fortsetzen. Die Proteste richten sich gegen die geplanten organisatorischen und strukturellen Änderungen zur Sanierung des Nahverkehrswesens in Griechenland.

Am Freitag (17.12.2010) verkehren wegen einer Arbeitsniederlegung von 11 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags weder die schienengebundenen Nahverkehrsmittel (U-Bahn, ISAP, Tram) noch die O-Busse. Eine Arbeitsniederlegung von 12 Uhr mittags bis 16 Uhr nachmittags beschlossen auch die Bediensteten der Eisenbahn (OSE) und Vorstadtbahn. Nicht betroffen sind dagegen die Busse der Betriebsgesellschaft ETHEL.

Für die Weihnachtswoche sind die nachstehenden Arbeitsniederlegungen und Streiks geplant, wozu allerdings angemerkt sei, dass aufgrund der aktuellen Bestreikung der Massenmedien die Informationen unter jedem Vorbehalt stehen:

  • Montag (20.12.2010): Die Busse werden von 09 Uhr morgens bis 19 Uhr abends verkehren, während die Bediensteten der übrigen öffentlichen Verkehrsmittel 24 Stunden streiken.
  • Dienstag (21.12.2010): 4-stündige Arbeitsniederlegung ab 12 Uhr mittags bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Mittwoch (22.12.2010): 24-stündiger Streik bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Donnerstag (23.12.2010): Die Busse werden von 09 Uhr morgens bis 19 Uhr abends verkehren, während die Bediensteten der übrigen öffentlichen Verkehrsmittel noch keine Entscheidung trafen.
  • Freitag (24.12.2010): 4-stündige Arbeitsniederlegung ab 12 Uhr mittags bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Laut Informationen der Athener Nachrichtenagentur sollte die formale Bestätigung des bereits am Donnerstag (16.12.2010) bekannt gegebenen Streikprogramms am nächsten Tag im Rahmen einer Konferenz der Vorsitzenden der jeweiligen Arbeitnehmerverbände erfolgen.

Neuer 48-stündiger Streik der Journalisten in Griechenland

Schon über die Geschehnisse in Zusammenhang mit dem Generalstreik am vergangenen Mittwoch erfolgte in Griechenland keinerlei aktuelle Berichterstattung, da auch sämtliche öffentlichen und privaten griechischen Massenmedien bestreikt wurden.

Nachdem die Berufsverbände der Journalisten einen neuen 48-stündigen Streik von Freitagmorgen bis Sonntagmorgen ausgerufen haben, müssen die Griechen erneut auf jegliche aktuelle Information über das Tagesgeschehen verzichten. Während des Streiks werden weder Nachrichten- und Informationssendungen ausgestrahlt und Printmedien erscheinen noch die griechischen Online-Medien und Portale Nachrichten publizieren.

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