Ab September 2010 strenges Rauchverbot in Griechenland

27. August 2010 / Aktualisiert: 31. August 2010 / Aufrufe: 532

Ab September 2010 tritt in Griechenland ein strenges Rauchverbot in Kraft, welches unter anderem auch Geldstrafen für uneinsichtige Raucher vorsieht.

Bereits seit Anfang Sommer 2009 besteht in Griechenland ein partielles Rauchverbot, welches jedoch etliche Ausnahmeregelungen vorsah und im übrigen auf Breiter Basis kaum eingehalten wurde. Ab dem 01. September 2010 tritt nun ein erheblich strengeres Rauchverbot in Kraft und soll laut Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou entgegen der bisherigen Praxis auf jeden Fall durchgesetzt werden.

Das neue Gesetz sieht ein absolutes Rauchverbot nicht nur in allen öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden, sondern praktisch auch auf dem gesamten privaten Sektor vor, wie beispielsweise in der Gastronomie und allgemein in allen Betrieben, Betriebsstätten und Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Das Rauchverbot sieht keinerlei Ausnahmeregelungen mehr vor und verbietet sogar die bisherigen Raucherecken und Raucherzonen: wer rauchen will, muss fortan vor die Tür bzw. ins Freie gehen oder – sofern vorhanden – die Dachterrasse aufsuchen. Nur Kasinos und Vergnügungslokalen mit einer Fläche von über 300 qm wird eine Übergangszeit von acht Monaten gewährt, um die neuen Vorschriften umzusetzen.

Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou versicherte in einer Sendung des griechischen Radiosenders SKAI, dass die Behörden über die erforderlichen Kontrollmechanismen verfügen, um das Gesetz durchzusetzen, und führte charakteristisch die öffentliche Gesundheitsaufsicht, die Ordnungskräfte der Kommunen und sogar auch die Hafenpolizei an. Anweisungen bezüglich der Umsetzung der Bestimmungen des neuen Gesetzes werden in den nächsten Tagen per Runderlass ergehen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Bestimmungen, die empfindliche Sanktionen nur zu Lasten der Betreiber bzw. Verantwortlichen der jeweiligen Etablissements vorsahen, sollen im Fall der Missachtung des Rauchverbots künftig auch die Raucher selbst an Ort und Stelle von kommunalen Ordnungskräften mit Strafgeldern von 50 – 500 Euro zur Kasse gebeten werden können. Sollte sich dabei jemand weigern, seine Personalien bekannt zu geben, wird die Polizei herbeigerufen werden.

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