Tausende Hotel-Stornierungen in Athen – Attika – Griechenland

14. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 659

Die Hotelbesitzer im Großraum Attika – Griechenland sehen der Entwicklung des Tourismus angesichts zahlloser Stornierungen und rückläufiger Buchungen sehr pessimistisch entgegen.

Wie der Verband der Hoteliers von Athen – Attika (EXA-A) bekannt gab, wurden allein in Athen seit dem tragischen Geschehen am 05. Mai 2010 innerhalb der vergangenen Woche rund 17.000 Buchungen storniert. Auf den Großraum Attika bezogen gehen aus den Angaben von 68 der insgesamt 450 Hotels auf Attika 19.696 stornierte Übernachtungen hervor.

Laut dem Verband setzt sich die steigende Tendenz zu Stornierungen fort und betrifft Einzelbuchungen, Gruppen, Kongresse und jede Art von Veranstaltungen. Besonders beunruhigt äußert sich der Verband über die Stagnation neuer Buchungen, zumal für Attika die Periode Mai – Juni traditionell als die beste gilt. Zusätzlich zeichnet sich auch im übrigen Land bei den Neubuchungen ein erheblicher Rückgang ab, der auf die „Lähmung“ der ausländischen Märkte angesichts der undefinierten und ungewissen Lage in Griechenland zurückgeführt wird.

Die Hoteliers in Athen führen weiter an, dass die gegenwärtige Situation aus dem weltweit vermittelten Bild von der Stadt Athen resultiert, welche völlig unwahrheitsgemäß als eine Stadt präsentiert wird, die nicht die Sicherheit ihrer Besucher zu gewährleisten in der Lage ist. Der EXA-A betont eindringlich, dass dieses Bild trotz der Bemühungen des Ministeriums für Kultur und Tourismus sowie auch des EOT nicht revidierbar sein wird, solange die bekannten finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber den ausländischen Netzen anhängig sind, welche die internationale öffentliche Meinung gestalten.

Das Thema sprach bei einer Pressekonferenz auch der Regierungssprecher Jorgos Petalotis an: „Die Hindernisse im Tourismus gehen nicht von den Demonstranten aus, die für ihre Rechte demonstrieren und darum ringen, sondern die Hindernisse sind konkrete Mobilisierungen und Aktionen, die sich letztendlich gegen den Tourismus in unserem Land richten.

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