Rapider Rückgang der Kfz-Neuzulassungen in Griechenland

13. März 2010 / Aktualisiert: 04. Juni 2011 / Aufrufe: 319

Aktuelle Daten der nationalen Statistikbehörde bestätigen einen erheblichen Rückgang der Neuwagenkäufe in Griechenland und folglich auch der einschlägigen Einnahmen des Staates.

Konkret wurden in Griechenland im Februar 2010 gerade einmal 13.727 neue Fahrzeuge zugelassen, während in der Periode 2004 – 2007 für den jeweiligen Vergleichsmonat der Durchschnitt bei 20.916 Neuzulassungen lag – was einem Rückgang von immerhin 34,4% entspricht. Im Vergleich zu Februar 2008 mit 23.291 Neuzulassungen beläuft sich der Rückgang im Februar 2010 sogar auf 41%. Bei der Anzahl der Besucher von Neuwagenausstellungen zeichnet sich aktuell sogar ein globaler Einbruch von 45% – 50% ab, was als Vorzeichen für einen noch stärkeren Rückgang der Neuwagenverkäufe / Neuzulassungen in den nächsten Monate anzusehen ist.

Laut dem Verband der autorisierten Kraftfahrzeug-Importeure (SEAA) bedroht der freie Fall des griechischen Automarktes nicht nur die mehr als 30.000 auf dem weitläufigeren Sektor tätigen Unternehmen und die fast 90.000 in der Fahrzeugbranche beschäftigten Arbeitskräfte, sondern minimiert zusätzlich auch die volkswirtschaftlichen Einkünfte, die sich normalerweise allein nur aus den Fahrzeugverkäufen auf über 1,5 Milliarden Euro belaufen müssten.

In die selbe Richtung, sprich Minderung der volkswirtschaftlichen Einnahmen und weitere Schrumpfung des Fahrzeugmarktes, wirkt sich gemäß dem SEAA auch die kürzlich beschlossene Luxussteuer auf größere bzw. teurere Fahrzeuge (und zwar sogar auch für Behinderte und kinderreiche Familien) aus. Laut den Importeuren muss all diesem unmittelbar mit Entwicklungsmaßnahmen zugunsten des Automarktes entgegen gesteuert werden, so wie entsprechend auch in Spanien, Portugal und Irland geschehen, und ebenfalls schnellstmöglich eine erneute Untersuchung der außerordentlich ernsthaften Themen erfolgen, welche durch die neue Besteuerung verursacht wurden.

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