Präfektur Evros in Griechenland im Ausnahmezustand

14. Februar 2010 / Aktualisiert: 15. Februar 2010 / Aufrufe: 492

In der Präfektur Evros in Griechenland wurde am Morgen des 14. Februar 2010 angesichts umfangreicher Überschwemmungen und des gefährlich ansteigenden Hochwassers der Ausnahmezustand ausgerufen.

Aufgrund der starken Niederschläge der vergangenen Tage führen alle Wasserläufe im Bereich der griechischen Präfektur Evros starkes Hochwasser. Nachdem bereits weit über 15.000 Hektar überschwemmt sind und insbesondere der Fluss Evros einen gefährlich hohen Wasserstand erreicht hat, verkündete der Präfekt Nikos Zampounidis am Sonntag (14.02.2010) um 3 Uhr morgens den Ausnahmezustand. Das weitere Ausmaß der Katastrophe wird wesentlich auch davon abhängen, wie lange die Stauseen und Dämme im benachbarten Bulgarien noch die auch dort ansteigenden Wasserfluten halten können.

Die Situation wird als besonders kritisch beurteilt. Noch haben wir nicht die „rote Marke“ erreicht, was jedoch einzutreten droht„, betonte der Staatsekretär des Innenministeriums Jorgos Dolios, welcher an einer am Sonntag in Orestiada einberufenen Beratung des Koordinationsstabs der Präfektur Evros teilgenommen hatte. Ebenfalls anwesend war auch die Generalsekretärin der Provinzverwaltung Ostmakedonien und Thrakien und versicherte, dass die Verwaltung alle ihre Dienststellen zum Zweck der Bewältigung der Situation bereitstellen werde.

Am Sonntagnachmittag wurde versucht, die Dämme bei der Stadt Lavara und dem Dorf Prangio zu verstärken. Letzteres droht nach dem Bruch eines benachbarten Dammes im Gebiet Isaak bei Didimoticho (Didymoticho) überschwemmt zu werden. Schließlich wurde auch die Sperrung der Brücken beschlossen, über welche Eisenbahngleise führen, und somit der Eisenbahnverkehr in dem weitläufigeren Gebiet eingestellt.

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